Ironman?
FRANKFURT AM MAIN – Foto: Symbolbild – Es ist heiß! Bei seit Tagen anhaltender Hitze mit Tageshöchsttemperaturen von derzeit um die 40°C wird der am Sonntag in und um Frankfurt als Europameisterschaft stattfindende Ironman-Triathlon eine Herausforderung.
Es ist angerichtet? So sagt man ja auch wenn die Küche ihre Arbeit getan hat und das Essen auf Verzehr wartet, bevor es kalt wird. Wetter ist ähnlich. Wer die Vorhersagen online verfolgt kann einen Vorgeschmack auf das bekommen, was da am Sonntag zur Mittagszeit passieren könnte. Na denn Mahlzeit!
Der Schwimmstart findet ja schon sehr früh morgens am Langener Waldsee statt, von wo aus dann Rad gefahren wird, bevor zum Schluss ein Lauf folgt. Die Temperaturen forderten schon im Vorfeld ihren Tribut. Auch die Nächte sind tropisch, es kühlt kaum ab. Die ehedem 180 Km lange Radstrecke wurde deswegen auf 125 Km verkürzt, und der Lauf ist statt einem Marathon nun noch ein halber. Das dürfte vor allem die Staffeln ärgern, und mir ist noch unklar wie man damit umgehen wird, dass da nun die halbe Mannschaft nicht zum Einsatz kommen dürfte, wohl aber dafür bezahlt hat. Man darf spekulieren. Und es dürfte „rumpeln“!
Haltet die Augen offen! Rumpeln wird es nach der Vorhersage nämlich auch aus Südwesten. Es könnte durchaus gut sein, beizeiten fertig zu werden statt das Event bis in die Nacht zu ziehen, wie das sonst gerne üblich ist. Ab dem frühen Nachmittag drohen Unwetter, es kann durchaus heftig werden. Die Letzten beissen die Hunde? Hier könnte es Rumpelstilzchen sein, das dem Konzert ein unschönes Ende bereitet. Es wäre nicht die erste Bühne, die man wegen eines aufziehenden Unwetters hat „abreissen“ müssen! Im Fall von Gewitter möchte ich mich nicht am Mainufer aufhalten, und der Römerberg als Ziel liegt sozusagen in dessen Nähe. Die Laufstrecke verläuft daran entlang.
Wer trägt das Risiko? Was passiert im Falle wenn? Die Profis dürften bis dahin im Ziel sein, die Europameister ermittelt, aber auch die „Agegrouper“ haben dasselbe Recht auf ein gefahrloses Rennen.
Ähnliches dürfte am selben Tag für Darmstadt und seinen Heinerman gelten. Der ist zwar nicht ganz so lang, könnte aber ebenso sowohl unter dem Wetter als auch an anderen Risiken leiden. Auch da gab es in den vergangenen Tagen ein langes Hin-und-Her. Wird es ein Triathlon, wird geschwommen, oder muss man diese Disziplin streichen? Gerade die, die eher abkühlt, während die beim Radeln und Laufen erzeugte Wärme ja kaum abgeführt werden kann wenn die Luft derart heiss ist. Eigentlich sind das Fragen aus dem Automobilbau, wenn man streitet ob der Motor nun luft- oder wassergekühlt sein soll. Hier kühlt man ihn garnicht, und der Motor lebt. Es sind die Sportler, und ähnliche Bedingungen haben schon in der Vergangenheit anderswo unschöne Folgen gehabt!
Nun blühten im Großen Woog dieser Tage die Blaualgen, und man weiss was die sind: giftig! Baden war verboten, der See gesperrt. Nun haben die Behörden die Sperrung aufgehoben, wie man in der Zeitung hat lesen dürfen. Da sich die Algen aber nicht in Luft auflösen sind die wohl irgendwie noch da. Was nun? Geht da wer ins Risiko? Wer trägt hier Verantwortung?
In beiden Fällen darf spekuliert werden. Wäre ich Teilnehmer wäre mir aus mancherlei Gründen nicht recht wohl dabei. Hitzschlag kann tödlich sein, das weiss man. Blitzschlag auch. Die Algen im Wasser könnten wenn man sie verschluckt zu Durchfall führen, oder weitergehenden Gesundheitsfolgen. Mit Spinat in gewissen Kochtöpfen hält es sich ja ähnlich. Natürlich gibt es da Grenzwerte, nach denen sich die Sperrung zu richten hat, allerdings weiss man ebenso dass jeder etwas anders darauf reagiert. Mir wäre unwohl da ein Risiko einzugehen!
Ist es das wert?


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