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Rad, Wein & Gesang

Rad, Wein & Gesang

OFFENBACH – Es ist Tradition in Offenbach am Main, ein Weinfest mit Radsport zu verbinden. Der Hessenring besteht eigentlich aus zwei Fahrbahnen, in deren Mitte sich eine baumbestandene Grünfläche befindet. Im Schatten der Bäume standen an diesem Wochenende also wieder Fressbuden, Tische und Bänke, und drumherum wurde Rad gefahren.

Hauptereignis waren die Rennen um Punkte zur Bundesliga der Frauen. Davon gab es gleich mehrere, nämlich einen Vorlauf sowie ein kleines und ein großes Finale. Daneben fanden die Stadtmeisterschaften neben Rennen für Masters, Hobbyfahrer und Amateure statt. Das Wetter war an dem Nachmittag ausnahmsweise mal recht angenehm. Hatte es am Vormittag geregnet blieb es nachmittags trocken, schön und warm. Nichtsdestotrotz, der Kurs hatte es „in sich“.

Das „kleine“ Finale bestand ebenso wie sein anschließender großer Vetter aus jeweils 37 Fahrerinnen, die danach in eine gemeinsame Wertung einflossen. Die Siegerin des kleinen Finals war also auf Platz 38 gewertet worden. Anscheinend vertrug der enge Kurs nicht mehr Teilnehmerinnen. Es passierte dennoch! Die Uhr zeigte im großen Finale Runde 22, als hektisch ein Komissär mit einer roten Fahne aus dem Zielrichterwagen sprang. Man konnte noch am anderen Ende der Runde gut hören was er rief. Das Rennen wurde angehalten! Nur wusste niemand genau, warum. Alle sahen sich an, keiner sagte ein Wort.

Am unteren Ende der Zielgeraden stand zu diesem Zeitpunkt ein Krankenwagen. Mehr sah man nicht, und mehr erfuhr man zunächst auch nicht. Wie später durchsickerte muss es in der Kurve, die zunehmend enger wird, zu einem Unfall gekommen sein. Mehr wurde aber nicht bekannt. Später wurde das Rennen neu gestartet und zu Ende gefahren. Wie das gewertet wurde – ich weiss es nicht. Die nachfolgenden Rennen verzögerten sich dementsprechend, und das Elite-Amateurrennen wurde gekürzt. Fuhren die Frauen zuvor 30 oder 40 Runden, so galt das plötzlich auch für die Elite. 40 statt 60 Runden.

Traurig war dabei die Beteiligung. Nur 9 Eliteamateure hatten gemeldet. Heute in Gießen stehen sogar nur 8 auf der Startliste. Das waren schon mal mehr, und so fuhr da eine rotierende Perlschnur um die Runde. Vorne lösten sich Leon Echtermann und Julian Huber regelmäßig ab, der Rest schien nicht recht zu wissen was man davon halten sollte. Aktion kam da jedenfalls keine. Zu diesem Zeitpunkt lag die Strecke bereits tageszeitbedingt vollständig im Schatten, sodass sinnvolle Fotografie da kaum noch möglich war.

Siegerin der Ligawertung wurde Franziska Brauße vom Team Rembe-Rad-Net. Mehr Ergebnis gibt’s hier.

785 Bilder sind auf Flickr online. Von den ursprünglich 2777 Bildern aus der R7 mit der langen Tüte sind „nur“ 527 übrig geblieben. Reicht auch. Der Rest waren Duplikate, oder das Ergebnis, das man mit der Schrotflintenmethode erhält. Schnellgang rein und Feuer frei.

Hierbei Vorsicht. Wer die R7 neu hat wird überrascht sein. Im elektronischen Verschlussmodus hörst du bei Nikon oder Sony überhaupt nichts. Hier aber spielt die dir ein Tonband mit einer Geräuschsimulation eines herkömmlichen Verschlusses vor, der langsamer klingt als er ist. Während es sich anhört als wären nur drei Bilder gemacht worden sind in Wahrheit deren 20 auf die Karte gewandert. Du brauchst aber nur ein Bild – das richtige. Was zu viel ist wird danach wieder gelöscht.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.