Rumpelstilzchen?
RIEDSTADT – Ein bisschen Gewitterstimmung, ein bisschen Pop-Art? Bilder wie dieses entstehen aus einer bunten Mischung verschiedener Handlungen.
Die Bilder habe ich heute Abend mit meiner Canon EOS R6 Mark III gemacht, wobei die Kamera nicht den Ausschlag gegeben hat. Viel wichtiger war dabei das Polfilter vor der Linse.
Ein Polfilter „putzt“ je nach Stellung das Licht und sorgt für sattere Farben. Die Stimmung entsteht allerdings erst zuhause am Computer in Lightroom, wenn man anfängt, mit den Reglern zu spielen. Voraussetzung dafür ist, das Bild als RAW aufgenommen zu haben, sonst sind die Daten dafür einfach nicht da.


Die Trickkiste sorgt für solche, fast schon künstlich wirkende Stimmungen, wenn an gewitterlastigen Abenden Cumulonimbuswolken am Himmel stehen, die Sonne dahinter, und das Ganze dann einfach surreal ausschaut.
Da stand eben das dicke Kind von der Bahnbrücke aus gesehen in Richtung Erfelden herum und wartete darauf, sich als Gießkanne zu betätigen. Kamera mitnehmen, rund einen Kilometer rasch wandern und das Bild machen. Da darf man nicht lange nachdenken, eine Viertelstunde später kann das schon wieder ganz anders aussehen, oder zu spät sein. Entweder löst sich alles wieder in Wohlgefallen auf, oder dein Keller steht dann unter Wasser.
Die Aufarbeitung in Lightroom oder anderen RAW-Konvertern gehört einfach mit dazu. „Aus der Kamera“ sehen auch solche Bilder reichlich unspektakulär aus. Wie gesagt, das ändert sich erst während der Nachbearbeitung. Das Bildschirmfoto oben zeigt beispielhaft die Einstellungen dazu. Wie die persönliche optimale Arbeitsweise aussieht hängt von individuellen Aspekten ab. Das muss jede/r selbst herausfinden. Die Arbeit einsparen oder unlauter abkürzen bringt nichts! Wer die Mühe investiert, das Bild zu machen hat auch Zeit, es vollständig fertig zu stellen.
Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich! Das Motiv verdient es. Hier mal der Vergleich. Einmal Original, einmal bearbeitet:





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