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Ist da Strom drin?

Ist da Strom drin?

WOLFSKEHLEN – Foto: Screenshot – Die wesentliche Voraussetzung für die Verbreitung von eMobilität ist das Vorhandensein einer Lademöglichkeit.

Das Beitragsbild, ein Bildschirmfoto einer Google-Suche nach solchen Lademöglichkeiten, zeigt überdeutlich, woran es da wohl etwas mangelt.

Es gibt demnach in ganz Wolfskehlen genau eine Ladesäule. Die durfte üblicherweise zwei Anschlüsse haben. Zwei Anschlüsse für wieviel Menschen? Nach amtlichen Angaben wohnen in Wolfskehlen „etwa“ 4258 Personen. Ein doch arges Missverhältnis, oder? Nebenbei, es gibt dem gegenüber zwei Tankstellen. An jedem Dorfende eine. Wie lange dürfte es dauern bis da alle ihren Verbrennen betankt, oder ihr eAuto geladen haben? Hinten anstellen und warten?

Ihr versteht dass es nicht genügt scheinfromme Reden zu halten, man muss auch die nötigen Voraussetzungen schaffen, zumal die Installation eines Ladegeräts an der eigenen Hofeinfahrt nicht mehr jedermann möglich ist. Da ist ja mehr an Problemen als die Zustimmung des Energieversorgers. Mieter als Beispiel sind von ihrem Vermieter abhängig.

Die Politik meint es genüge wenn man drei Stunden da stehen (und laden) darf? Rechnen wir mal nach. Eine Säule mit zwei Anschlüssen und drei Stunden Ladedauer macht an einem Tag mit 24 Stunden Länge theoretisch 16 Fahrzeuge. Jedes hat in etwa fünf Sitzplätze? Ergibt auf 4000 Einwohner ein Transportproblem! Selbst wenn man unterstellt dass da zwei, drei, vier oder fünf Säulen vorhanden wären würde das am Prinzip wenig ändern. Man kann also schon von da her, rein theoretisch betrachtet, merken was da nicht passt. Ein üblicher Tankvorgang dauert nicht drei Stunden, der braucht zehn Minuten. Auch wenn es an der Tanke da voll ist.

Das schaut in der Stadt vielleicht nicht ganz so extrem aus, aber auch da besteht das Problem fort. An meinem Arbeitsplatz darf ich gar nicht laden. Das dürfen nur Dienstfahrzeuge. Vor der Tür gibt es ebenso eine Ladesäule. Eine. Meinen Arbeitsplatz verlassen, um das Fahrzeug nach drei Stunden Ladezeit umzuparken darf ich aber nicht! Was also tun? So ein Konstrukt ist praxisuntauglich!

Wer also will dass nicht nur Bessergestellte ein eAuto fahren muss zuallererst die Infrastruktur nachführen. Alle Parkplätze brauchen einen Ladeanschluss! Alle! Das hört sich extrem an, aber so sind die Fakten. Das muss keine Säule sein, die optisch die Landschaft verschandelt, aber es braucht eine Möglichkeit das Fahrzeug nachzuladen während man da steht. Wie das aussehen könnte wäre zu erörtern.

Vorher macht die Beschaffung eines (teuren) eAutos physikalisch keinen Sinn. Es würde förmlich verhungern.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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