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Quo vadis?

Quo vadis?

Foto: Symbolbild – Quo vadis? Wohin gehst du? – Das ist die Frage, wenn ich mir die Zukunft des Sports in Deutschland betrachte! Auch im Sinn von: „Wohin soll das noch führen?“, oder „Wie geht das weiter?“.

Nach nun ungefähr 40 Jahren „Erfahrung“ mit diesen Dingen erlaube ich mir, dazu eine Meinung zu haben. Diese ist heute ausgesprochen ernüchternd, das war aber nicht immer so. In früheren Jahren bin ich durchaus auch weit gefahren, um Rennen zu besuchen, Bilder zu machen und dann darüber zu berichten. Heute ist das weitgehend sinnlos geworden. Gemacht worden, um genau zu sein.

Das sind keine Zufälle, sondern von oben so gewollt. Man muss nur die Untaten aufzählen. Ja, sie reden von der Bedeutung der Beteiligung der Bevölkerung. Dabei ist aber offenkundig wie sie wirklich denken, wenn dann eben folgt, was da erfolgt ist. Zuschauer sind bei Euren Rennen fast ausnahmslos nur noch Zaungäste.

Zaungast in der Bedeutung von: „Ein Zaungast ist ein Zuschauer, der eine Veranstaltung oder ein Geschehen nur aus der Distanz, von außerhalb einer Absperrung oder hinter einem Zaun beobachtet. Er nimmt passiv am Geschehen teil, ohne offiziell beteiligt zu sein, oft um keinen Eintritt zu zahlen oder weil der Zugang beschränkt ist.“ Quelle: Google. Es geht nicht um Eintritt, es geht um Berechtigung des Daseins. Wer Eintritt verlangt auf den Straßen der Dörfer und Städte sagt damit etwas aus. Wer dauernd gesagt bekommt er störe ja doch nur geht irgendwann davon aus, dass das immer wieder erneut so gesehen wird.

Real wollt ihr gar niemanden dabei haben! Das ist klar, wenn dann Sätze kommen wie, man akkreditiere nur gegen Presseausweis, wie es nicht nur bei den letzten Meisterschaften der Fall war! Es sind viele Rennen so angelegt, dass der Besuch möglichst schwer gemacht wird. Der Presseausweis steht nicht für Befähigung, er steht für Geld. Geld im Sinn von hauptberuflicher Arbeit. Das ist an sich nichts Schlechtes, nur eben nicht ausschließlich. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Der Journalistenverband definiert aber so, wer aus seiner Sicht Journalist ist. Nicht alle, die Medienarbeit machen, bekommen ihn! Den bekommt eben nur, wer im Hauptberuf wo angestellt ist. Es sagt so mehr über den Verband und dessen Strukturen aus als über die Inhaber. Früher gab es den Zusammenhang, weil man eben eine Druckerei brauchte, die Normalverbraucher nicht haben. Da ist heute sehr viel anders. Webspace für einen Blog gibt es für weniger als 8 Euro im Monat, und wer will hat rein technisch gesehen binnen zweimal 24 Stunden seine „eigene Zeitung“. Über die Berichterstattung sagt das garnichts, eben weil die Ausweiskarte auch jemand vorlegen kann, der oder die von Sport keinerlei Ahnung hat weil er sonst in einem ganz anderen Ressort schreibt. Oder wie jene Journalistin, die seinerzeit in Lorsch mit dem Handy Zielbilder hat machen wollen. Jeder echte Fotograf weiss um die Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens! Die Dame stand während der Einschreibung ihren Kollegen fortdauernd im Weg, etwas das jeder echte Fotograf kennt und vermeidet. Das geht auch mit deren 20. Einer tritt vor, macht sein Bild, tritt zurück. Der Nächste bitte, und so weiter. In wenigen Minuten haben alle ihre Fotos. Solche Nichtskönner aber werden zugelassen, weil sie die Karte haben, nicht weil sie wissen wie es geht. Wir Blogger bleiben draussen – weil wir es nicht des Geldes wegen tun. Trotz jahrelanger Erfahrung. Es fehlt halt das Angestelltenverhältnis! Stichwort „Hauptberuflich“ … Was tut es zur Sache ob jemand für sein Interesse bezahlt wird oder nicht?

Die deutschen Sportverbände machen damit klar, dass ihr Weltbild immer noch jenes von 1980 ist, als das Internet gerade erst erfunden wurde und dessen Möglichkeiten eben noch unbekannt waren. Heute darf man den Eindruck gewinnen, dass nur schreiben soll, wer das schreibt was die Plüschetage lesen will. Eine etwas andere Propagandaabteilung also. Freie Presse? Gelächter!

Berichte der Art „hat stattgefunden, hat gewonnen, Feierabend“ bringen dem Leser gar nichts. Wer seine Nase zu tief in Dinge steckt, für die er sich nach Funktionärsmeinung nicht zu interessieren hat, wird fortgeekelt.

Macht es irgendeinen Sinn, hunderte Kilometer auf die Uhr zu bringen wenn man dann dort annehmen muss, gleich wieder kehrt machen zu müssen, weil es irgendeinem Hochwohlgeboren nicht passt? Ja, wir haben hier das Hausrecht! Das zumindest glauben da nicht wenige. Was das Hausrecht ist und was nicht haben da kaum welche begriffen. Das da gewesene Verhalten hat nun Folgen in einer Zeit, in der es sich eingebürgert hat, dass man Radsport nicht mehr ohne Auto erreichen kann, weil sich die Rennen eben ins Hinterland verkrochen haben. Man soll aber nicht mit dem Auto fahren, das verschmutze die Umwelt und man ist im Weg! Wir haben das die letzten Wochen deutlich gesehen. Andere Möglichkeiten, da hin zu kommen und sich dort geeignet bewegen zu können gibt es aber auch nicht. Bellheim hat zwar einen Bahnhof, aber keine Verbindung. Nach Grüsen letzten Sonntag fährt da nicht mal ein Bus. Die einzige Straße war Rennstrecke. Busse braucht es nicht! Die Liste solcher Konstellationen ist ewig lang. Rundfahrten liegen oft so, dass Zuschauer gar nicht mehr da hin finden, und wer nach Details fragt bekommt auch schon mal Auskunft, das brauche man nicht wissen. Hallo Sauerland. Man habe da für einen keinen Platz! Aha. Man kann sich durchaus Gedanken darüber machen, wer da wessen Interessen vertritt. Die Antwort fällt früher oder später ausgesprochen eindeutig aus.

Die Regierung will die exorbitanten Treibstoffpreise! Sie könnte sonst was dagegen tun. Das sind keine Markteffekte, auch wenn die Schwätzer das gerne so darstellen, was real Kriegsgewinnlerei auf Kosten der Allgemeinheit ist. Die Konzerne bilden schon lange ein Oligopol, das macht was es will. Es gibt da keinen funktionierenden Markt. Echte Konkurrenz auch nicht. Wir haben gesehen, die Bahn ist keine Alternative. Sie fährt nicht wenn man sie braucht. Ähnlich benimmt es sich, wenn man als Besucher aufgefordert wird, zum Rennbesuch kilometerweit weg zu parken, wie in Schweigen womöglich noch im Ausland, dessen besondere Regeln man als Inlandsdeutscher gar nicht ohne weiteres kennen kann. Oder wie an der Schmelzmühle, wo alle Parkplätze, die es dort durchaus gibt, von anderen beansprucht wurden. Alle Besucher kommen ja per Fahrrad? Seid ihr sicher?

Nein, hier wird ein Weltbild offenbar, das zu anderen Gelegenheiten dem FC Bayern in den Mund gelegt wird: Wir sind wir und uns kann keiner!

Ja, dann macht mal. Besuch braucht ihr dann ja nicht. Was für unsereins dabei herauskommt steht in keinem gesunden Verhältnis mehr zum Aufwand, oder würdet ihr aus Jux quer durch die Republik fahren für eine Stunde Rennen, wenn ihr genau wisst dass für euch nichts dabei herauskommt? Ja, Ansprüche an andere. Das kommt dabei heraus. Und wenn man nicht bekommt was man wünscht ist man beleidigt. Aber wie das zustande kommt überlegt bei euch keiner, und ich kann darauf nur so reagieren, dass ich meine Zeit so einteile wie es für mich das Beste ist. Ihr habt die Rechte und alle anderen nur Pflichten? Träumt weiter!

Ich habe wirklich keine besondere Lust mehr, mir bei jedem zweiten Rennen sagen zu lassen, ich sei dort im Weg, oder schreibe nicht so wie man es wünsche. Das ist kein abwegiger Eindruck, habe ich doch solche Beschwerden durchaus schriftlich vorliegen. Es gibt zudem nicht wenige, die das Gesetz so interpretieren, man müsse alle um Erlaubnis fragen um Bilder machen zu dürfen. Ich, ich, ich! Wenn ihr das so seht braucht man auch nicht mehr kommen. Es gibt zahllose schöne Orte im Land, wo niemand solche dummen, egozentrischen Ansichten vertritt. Dann fährt man eben woanders hin und macht sich dort einen schönen Tag.

Fotografisch gesehen ist es mittlerweile fast sinnvoller, einen Tagesausflug ins Münstertal oder in den Odenwald zu unternehmen, um dort zu wandern, als nebenan ein Rennen zu besuchen. Am Wandern wird dich keiner hindern. Ob du beim Rennen die Kamera auspacken darfst ist zumindest mancherorten fraglich! Wie war das? Wir haben hier einen offiziellen Fotografen, nur der darf was! Hallo Gilserberg. Ich vergesse das nicht.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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