×

Zur Sachlage

Zur Sachlage

RIEDSTADT – Ich bedauere sehr, mitteilen zu müssen, dass die aktuelle Marktlage, insbesondere die Preise für Treibstoff, bis auf weiteres den Besuch von Veranstaltungen verhindert, für die größere Anreisen erforderlich sind.

Die meisten Veranstaltungen haben sich als das herausgestellt, was die Politik ständig in Abrede stellt. Man kann sie eben nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos erreichen und braucht dafür jeweils das Auto. Ich bedauere das ausdrücklich.

Die Preise an der Zapfsäule sind kein Zufall. Wie man aus Tabellen und aus der Presse ersehen kann war seinerzeit das Rohöl teurer als heute, als die Preise an den Tankstellen noch halb so hoch waren wie heute. Was sich geändert haben dürfte sind Steuern und Abgaben, weil da wer meint man könne durch Verteuerung Fahrten „vermeiden“. Verhindern, verunmöglichen bzw. unterbinden wären die wohl passenderen Begriffe. Der Nichtbesuch ist damit politisch gewollt!

Die Regierung redet der gesellschaftlichen Teilhabe das Wort, macht diese aber zugleich unmöglich. In Südhessen findet so gut wie nichts mehr statt, und selbst das kann man ohne Auto nicht erreichen! Entweder kommt man nicht hin, oder nicht wieder heim. Ohnehin haben einige Veranstalter durchblicken lassen, dass ihnen auswärtiger Besuch nicht ins Konzept passt. Die möchten gerne unter sich bleiben. Zwar sagt das keiner wörtlich, aber auch schlüssiges Verhalten ist eine Botschaft. Die wird verstanden! Ein Beispiel dafür wäre, wenn eine Veranstaltung, die man anders nicht erreichen kann, mitteilt, für Besuch keine oder nicht ausreichend Parkplätze zu haben. Dort können dann nur Ortsansässige teilnehmen, die fussläufig kommen können. Oder man verlangt von Fotografen eine Erlaubnis, die man ausdrücklich verweigert, oder die Einholung einer solchen unmöglich macht. Auch bürokratische Hürden sind eine Botschaft. Eine sehr deutliche noch dazu.

Solange diese Zustände andauern bedauere ich, mit dem rechnen zu müssen was mir zur Verfügung steht. Das reicht nicht für Fahrten bis nach Frankreich. Ich meine damit das erste Rennen des diesjährigen CX-Cup Rhein-Neckar, das nach der mitgeteilten Ausschreibung eben dort stattfinden soll. Natürlich fährt da kein Zug und kein Bus hin, soweit man von hier aus herausfinden kann. Genauer: Man erhält zwar eine Fahrplanauskunft, bei der aber weder ein Preis genannt wird noch die Möglichkeit eines Fahrscheinkaufs besteht. Damit scheidet diese Möglichkeit eben aus. Ein Teil des französischen Zuganteils ist reservierungspflichtig, und das geht eben nicht ohne die Möglichkeit der Onlinebuchung. Wer da glaubt es habe ja eh jeder Auto, Handy, Geld en masse den muss ich fragen in welcher Welt er lebt. Der Besuch dort in Brumath ist aus sich heraus sinnlos. Zum einen haben die Franzosen mutmasslich andere Vorschriften, die hier bei uns keiner kennt, zum anderen ist am Sonntag dort ein C1-Weltcup, weshalb davon auszugehen ist dass die ganze Veranstaltung unter Regie der UCI steht, und wie die es mit Fotoamateuren halten kann bekannt sein. Jeder da investierte Euro wäre rausgeschmissenes Geld! Du bist nichts, du kannst nichts, du darfst nichts! Außer du hast die richtige Lizenz. Das ist die Welt der Radsportfunktionäre. Das Problem mit der französischen Rechtslage wird bereits bei der Anreise klar. Strasbourg hat eine Umweltzone, die deutsche Plakette gilt nicht! Das lokale Pendant nennt sich Crit’Air und ist bedarfsweise in Paris zentral zu beantragen. Für die Lieferzeit reicht bereits jetzt die Zeit nicht mehr aus!

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

Kommentar abschicken