Wunsch und Wirklichkeit
Foto: Archiv – Am Wochenende stehen in Schweigen-Rechtenbach und Trier weitere Rennen an. Dazu gäbe es etwas zu sagen … Dabei beziehe ich mich auf Aussagen, die auf den Webseiten und anderen Beiträgen zu den Veranstaltungen gemacht wurden. Was man da so findet ist in der Summe geeignet, von einem Besuch abzuhalten!
Es läuft auf den Wunsch hinaus, nicht mit Autos anzureisen. Das muss dazu aber auch sinnvoll möglich sein. Ich bin ja willig, aber nicht euer Trottel! Jetzt reden wir mal deutsch!
Es gibt da anscheinend ein recht eng begrenztes Weltbild. Einer wünscht, und alle anderen haben zu machen? Nein! Machen gerne, wenn möglich. Die praktisch anwendbare Möglichkeit ist nicht Option, sondern Voraussetzung! Was nicht möglich ist ist eben nicht möglich. Bitte nehmt das einfach mal zur Kenntnis.
Niemand hat von anderen zu erwarten, was er selbst nicht auch ermöglicht. Das gilt hier ganz besonders für Fragen zur Reise, denn die Leute wohnen selten da wo die Rennen dann stattfinden. Da sind nicht nur die unmittelbaren Teilnehmer! Da ist mehr. Man muss da also irgendwie hin kommen, und auch wieder heim. Das ist in der Praxis selten ohne Auto möglich, und das aus Gründen, die man nachschauen kann. Man rufe die Fahrplanauskunft auf, und schaue sich die Fahrplanvorschläge mal genau an. Wunsch und Wirklichkeit … Siehe Titel.
Seit einiger Zeit kann auffallen, dass diese Auskünfte „Auffälligkeiten“ enthalten, wie Umstiege, die real so kaum funktionieren werden. Das kann man erkennen! Schaut in die Details. Da werden Busanschlüsse auch mit Umsteigezeiten von nur wenigen Minuten angeboten, die im Alltag nicht zu erreichen sind. Hier waren das drei bis fünf Minuten. Ähnliches hatte ich auch zu Waldrems gehabt, wo ich binnen fünf Minuten durch das halbe Dorf hätte sprinten sollen. Der nächste mögliche Anschluss fährt wann? Ja, dazu schweigt sich die Auskunft eben aus. Auf jeden Fall dürfte das für den Zweck des Besuchs zu spät sein. Wenn Auskünfte in Details so hemdsärmelig daherkommen sind sie grundsätzlich nicht glaubwürdig, zumal allfällige Verspätungen und damit verbundene Pufferzeiten ja auch noch dazukommen, aber nicht vorhanden sind.
Beginnen wir mit Schweigen. Beredtem Schweigen! Ohne Worte sagen die Rahmenbedingungen einiges aus. Es gibt in meinem Fall eine Verbindung, die um 9:19 Uhr dort sein soll. Dabei sei unterstellt dass die Busse und Bahnen dann auch wie vorgesehen fahren. Die Erfahrung hat mich gelehrt, darauf nicht mehr zu vertrauen! Wo Rennen sind werden Straßen gesperrt, und Busse fallen einfach aus. Wo zuverlässiger ÖV nichts mehr ist als eine Option, und Verspätungen, Anschlussverluste und Ausfälle stets nur zu Lasten der Reisenden gehen, kann man nicht darauf vertrauen! Dazu gibt es keine rechtzeitige Information; man steht dann einfach vor den Tatsachen, und darf zusehen wie man damit zurecht kommt. Glaubt wer ernsthaft ich lasse mich auf ein Glücksspiel ein, bei dem ich nicht weiss ob ich am Ziel überhaupt mal ankomme? Haltet ihr die bisherige Praxis für zielführend? Ernsthaft?
Ist die Anreise eine Lotterie macht der Zeitplan aus der Heimfahrt ein Geduldsspiel. Den Bus ab Weintor um 17:37 Uhr wird man kaum bekommen, wenn man die Siegerehrung abwartet. Stets vorausgesetzt der fährt ob der Nachwehen der Sperrungen überhaupt. Der Nächste fährt erst zwei Stunden später. Das ist in der Praxis so kaum sinnvoll. In der Zeit bin ich mit dem Auto fast zuhause, aber nur wenn ich in der Nähe parke. Drei Kilometer mit dem schweren Rucksack werde ich nicht laufen! Abgelehnt! Es ist eine Zumutung, das von Interessenten zu erwarten, und stellt insoweit indirekt eine Unerwünschtheitserklärung dar. Man verlangt aus durchsichtigen Gründen 8 Euro Parkgebühr für den einzigen freigegebenen Parkplatz, und sagt damit etwas aus. Man will nicht dass wer da hin kommt. Auch jene nicht die es brauchen, oder die aus nachvollziehbaren Gründen das nötig haben. Das alles scheint nicht zu interessieren. Das ist eine denkbar deutliche Aussage, und ich nehme sie zur Kenntnis. Ausreden oder Entschuldigungen kann man sich sparen! Es ist klar geworden dass Besuch nicht erwünscht ist, also kann ich mich danach richten.
Sollte ich das Rennen besuchen und es danach Bilder geben wird der Zugriff darauf nicht möglich sein! Das ist jetzt meine Art, mit sowas umzugehen. Auch wenn sich wer der Wirkung solcher Vorgehensweisen nicht bewusst sein sollte, man sollte sich da vorher erkundigen.
Zu Trier wäre zu sagen, dass es weder eine brauchbare Zugverbindung da hin gibt, noch Parkplätze. Die Stadt wird gesperrt, da ist ja das Rennen. In Ordnung. Das ist halt so. Die Züge fahren entweder über Mannheim oder Koblenz. Das eine ist eine Baustelle, das andere eine „Landesrundfahrt“, die ewig dauert. Direkte schnelle Verbindungen gibt es nicht.
Ich weiss aus Erfahrung welche Fotografen regelmäßig dort sind und „was dürfen“. Es würde mich nicht wundern wenn andere da eben nichts dürfen, und wer das annehmen muss braucht auch nicht anzureisen. Auch das ist nicht neu, und seit Jahren bekannt. Unterm Strich ist es nicht mein Risiko, wenn infolge dessen irgendwann eben keiner mehr kommt. Andere sehen dieselben Fakten und denken auch daran ob sich der Aufwand für sie rentiert.
Wenn ich aus Schweigen am Samstag Abend erst um 22:30 Uhr zuhause eintreffe wenn ich mit der Bahn fahre soll ich noch die Bilder umkopieren und die Akkus laden, und dabei lange genug schlafen um am nächsten Morgen für Trier wieder fit zu sein? Wie soll das gehen? Ja, mit dem Auto ginge das, damit wäre man über die Autobahn schnell genug, nur wer soll das bezahlen? Mal nachgedacht, liebe Politiker? Ich bin weder die Bank von England noch willens das so mit mir machen zu lassen, wenn aus politischen Gründen die Kosten durch die Decke gehen und man dann auch noch damit rechnen muss dass all dieser Aufwand für die Katz ist! Es dankt keiner!
Wer wie unsere Regierung das macht, künstlich den Treibstoff verteuert, weil man ja die Bahn nutzen soll, die nicht fährt wenn sie sollte, sagt den Leuten damit, sie sollen nicht teilhaben und zuhause bleiben. Bevor man Treibstoff teuer macht dass ihn sich die Leute nicht mehr leisten können wäre es angezeigt gewesen für einen brauchbaren ÖV zu sorgen. Das wurde wohl absichtlich unterlassen. Es ist eine Frage der Reihenfolge, und eine des Vertrauens. Erst ermöglichen, dann verbieten. Nicht umgekehrt! Man müsste ja irgendwie da hin kommen. Mit Bus und Bahn geht das so nicht, mit dem Auto sollst du nicht?
Gut, damit wäre dann wohl gesagt wie erwünscht Besuch dort ist! Für ernsthaft fotografisch Interessierte gibt es keinen anderen Weg, als doch mit dem Auto zu kommen, den einzigen infrage kommenden erlaubten Parkplatz zu nutzen und das Geld dran zu hängen. Dabei besteht immer das Risiko einer vergeblichen Anfahrt, wenn morgens vor dem ersten Rennen schon nichts mehr frei sein sollte. Damit wäre klargestellt dass es sich bei der Gebühr praktisch nicht um ein Steuerungsinstrument handelt. Sie ist nicht zu umgehen wenn das Unterfangen seinen Zweck erfüllen soll. Anders ist es nicht durchführbar!
Diese Aussage muss nicht vom Veranstalter selbst kommen um gültig zu sein. Sie ergibt sich auch hier aus der Summe aller Umstände.



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