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Rhoihessecross

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WACHENHEIM – 3B? Bier, Bike, Barbecue. So war das Wochenende geplant, und was man da im Zellertal westlich von Worms mit Weinbergen anstellen kann konnte man da erleben. Man nehme … Reben, einen Sportplatz und Dynamit? Wie es da hiess musste man mit dem Boschhammer bohren, so bretthart war der Boden gefroren. Dabei kam es mir gar nicht so kalt vor. Augenfällig ist für Fotografen nur, wenn dir am Sonntagnachmittag gegen 13 Uhr das Licht knapp wird, weil der Himmel verhangen ist.

Statt Kaltgetränken wurde dann eher dem Glühwein zugesprochen, oder anderen Seelenerwärmern. Als Grillersatz diente ein Fass. Drinnen Feuer – macht warm – und oben drauf eine Eisenplatte als Grill. Da brieten Steaks.

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In vino veritas? Im Wein ist Wahrheit? Zunächst mal ist Wein kalt. Nicht wie Kaffee oder Kakao. Denken musste ich da eher an die Abwandlung dessen. In vitro veneficium. Giftmischerei aus dem Reagenzglas. Der Hauptsponsor war die nahe gelegene Zuckerfabrik, und es ist leider gar nicht gesund wenn die Nahrungsmittelindustrie überall massenhaft Zucker dran kippt. Auch wenn man auf den Tüten damit wirbt ist Zucker ein in Maßen zu geniessendes Würzmittel und kein Nahrungsersatz, den man in Massen zu sich nimmt.

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„Veneficium“ kann auch für Zaubertränke stehen, und solche musste Sasche Starker wohl zu sich genommen haben als ihm die Fahrweise seiner Konkurrenten zu bunt wurde. In der ersten Runde sah das noch normal aus, bald danach aber nicht mehr als er Gas gab, und so war da am Ende Rundendifferenz.

Vom Wetter abgesehen war das eine bunte Mischung aus Crosslauf, Kinderrennen und eben Radcross. Weinlage rauf, Weinlage runter, und als Garnitur eben was man da so findet. Zwischen den Bäumen wurde geflucht. Auf und nieder, immer wieder. Bei der Elite zehn Runden lang.

380 Bilder sind bei Flickr online. Sie können gemäß CC https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ genutzt werden.

Nebenbei, der Bitte Einzelner, weiter zu machen und nicht aufzuhören, kann ich angesichts bekannter Tatsachen – es gibt mehr „Beschwerdeführer“ als Gratulanten – nur solange folgen wie es die Verhältnisse hergeben. Das Eis taut und wird stetig dünner. Lange trägt es nicht mehr! Mir ist nicht entgangen wie sich viele in den sozialen Medien verhalten. Da wird offenkundig wer welche Fotografen bevorzugt, und wer sich wie positioniert. Das war auch diesmal so. Getreu dem alten Motto: „Wir haben schon den einen und brauchen daher keinen anderen.“ Bitte entscheidet euch ob ihr in eurem Sport ein Geschäft seht oder eine Gemeinschaftsaufgabe. Wenn es für euch ein Geschäft ist wo jemand Gewinn machen will dann bringt es auch unter diesem Gesichtspunkt zu Ende, sprich unter die Erde! Die Bevölkerung macht da nicht mit. Ich sage das mal sehr deutlich: Dieses Rennen war eins der ganz wenigen die ausdrücklich dazu geschrieben haben dass alle Bilder machen dürfen, und die so das DSGVO-Problem umschifft haben wonach alle einzeln um Erlaubnis zu fragen sind. Ohne diesen Passus wäre ich nicht gekommen! Die allermeisten schreiben nur, dass der Veranstalter selbst das darf, woraus sich ergibt „sonst keiner“! Bitte denkt über die Qualität solcher Aussagen und deren Folgen mal nach …

Es ist ein schlecht getarntes „Geheimnis“. Wer die Posts auf z.B. Instagram verfolgt muss zwangsläufig zu dem Schluss kommen dass für viele von euch, wenn nicht für fast alle, schnell wichtiger ist als gut. Was man da zu sehen bekommt spottet oft genug jeder Beschreibung. Schief, falsch abgestimmt, schlecht belichtet. Handyfoto eben. Aber sofort verfügbar. Die sich daraus ergebende Aussage ist halt, dass man Menschen, die ihre Bilder nach den Regeln der Kunst ausarbeiten und darum etwas langsamer hochladen, nicht braucht. Man hat ja andere, und ich sage jetzt mal auf deutsch was es dazu als Begriff gibt: Pfusch!

Wenn von vornherein glaubwürdig anzunehmen ist dass meine Bilder nicht gebraucht werden gibt es keinen Grund mehr dafür diesen Aufwand zu betreiben und vielleicht sogar noch das Risiko von Klagen einzugehen. Da ist ja noch erheblich mehr als eben nur das „Machen“. Das „Lösch das!“ nach Mannheim war deutlich genug. Jetzt erlebe ich erneut ein dem nahekommendes Verhalten. Die Sportler haben ihre konkret zuzuordnenden Fotografen, alles andere ist überflüssig. Okay. Das kann ich dann auch mal so machen.

Die Crosssaison ist fast beendet. Es steht noch das Trainingsrennen in Frankfurt am 31.1. aus, danach werden die Karten neu gemischt. Alle Möglichkeiten sind offen. Zum Start der MTB-Saison mit dem Rhein-Eifel-MTB-Cup, ehedem Bullscup, steht schon in der Ausschreibung, was man sich dort wünscht. Nur der Veranstalter darf. Besuch also von da her unnötig. Die Bilder werden nicht gebraucht, man hat genug eigene. Das ist eine Botschaft, die wirkt wie die bekannte Stange Dynamit. Erörterung überflüssig.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

1 Kommentar

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Christoph Orlow

Hallo Thomas,
vielen Dank für die tolle, stimmungsvolle Fotos aus dem Rennen im Zellertal. Ich bin einer von Einzelner, die Sie weiter zu machen und nicht aufzuhören bitten. Und bitten werden. Wir haben soeben beim frühstücken , noch vor der Schule, gemeinsam mit meinen inzwischen U17m von Ihn festgehaltene Augenblicke angeschaut. Wenn Sie dabei gewesen wären und den Stolz und die Bewunderung den Jungen gesehen („Papa, da sind aber tolle Bilder“), würden Sie nicht mehr über Aufhören denken… Sie begleiten uns als er U11 gefahren war, jetzt ist er U17. Es hat in unseren Fall bei MTB in Darmstadt 2021 angefangen und wir hoffen sehr, dass es im Wachenheim 2026 nicht aufhört. Wir freuen uns auf das Treffen und kurze Gespräche (bei vorbeigehen 🙂 ) im kommenden XC und CX – Saison.
Liebe Grüße
Marc & Christoph

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