2025 -> 2026
RIEDSTADT – Das Jahr geht, das Jahr kommt. Immer zum Jahreswechsel stellt sich so eine merkwürdige Stimmung ein. Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen.
Ich schreibe diesen Beitrag kurz vor dem Mittagessen, was zeigt dass ich nicht beim Silvesterlauf in Griesheim bin. Warum nicht? Nun, ich bin lernfähig, und infolge einiger Vorkommnisse im abgelaufenen Jahr habe ich Zweifel, dass meine Mitwirkung dort nötig ist. Was war passiert?
- Es wird oft und gerne versucht weis zu machen die Mitwirkung der Bevölkerung werde gebraucht. Wie aber schaut dann das Verhalten vor Ort aus? Eindeutig …
- Zum Groß-Gerauer Frühjahrslauf hiess es von Sportlern, meine Anwesenheit werde nicht gebraucht. Zuschauer und Fotografen waren euch im Weg!
- Beim Crosslauf in Wiesbaden hat man mich davongejagt! Offenbar wusste ein Funktionär nicht wovon er redet, schloss er doch offenkundig von meiner Kamera auf meine angeblichen Absichten. Das ist so wie wenn jemand, der vom Thema keine Ahnung hat, die Dornen unter euren Schuhen als Mordwaffen bezeichnet. Man könnte ja.
- Beim Wolfskehler Straßenlauf war ich dem Sprecher im Weg, der am anderen Ende des Stadions gesehen haben will dass ich auf der Laufstrecke stehe. Real stand ich auf einer ausdrücklich ausgewiesenen Sperrfläche, wo kein Läufer jemals vorbeikommt. Wer Bilder haben will sollte sie auch zulassen! Sonst gibt es nichts mehr.
- In Griesheim hatte man mir in den Vorjahren auch schon gesagt, meine Anwesenheit im Stadion sei unerwünscht weil da der Fotoservice tätig sei.
- Okay, dann könnt ihr es jetzt auch alleine machen, ihr habt ja bekanntermassen eure Hausfotografen.
Es wurde hinreichend erklärt wie manche da die Welt sehen. Nun bitte, macht!
Dasselbe gilt für den Radsport. Die Tatsache, dass kaum noch Zuschauer zu den Rennen kommen, ist nicht zu leugnen. Jeder kann das sehen, und dass manche Veranstalter trotzköpfig in ihre Verlautbarungen schreiben es sei toller Zuspruch gewesen zeugt lediglich von einem gewissen Paralleluniversum. Ich erinnere daran dass am 1. Mai die Zuschauer aus dem Taunus ausgesperrt wurden, sie seien eine Gefahr! Noch deutlicher muss keiner sagen wie er die Welt sieht. Man hat zum Radcross in Bensheim vor einem Jahr die Parkplätze abgeriegelt, dass kein Gast sie überhaupt hat erreichen können, und will heute weis machen es seien genug davon da wenn in zwei Wochen dort DM ist? Wer soll das bitte glauben? Ich fahre nicht mehr so weit um dort unverrichteter Dinge kehrt machen zu dürfen! Die Stadt hat so offenbar gemacht dass diese Events nur für Einheimische sind, und ich bin aufgrund solcher Erinnerungen noch lange nicht dort. Schließlich kann man sich das auch aus der warmen Stube im Stream ansehen, das Fernsehen soll übertragen. Da muss ich mir sicher nicht sagen lassen, meine Anwesenheit sei überflüssig.
Ich habe die Bilder zum Radcross in Darmstadt am vergangenen Sonntag hälftig bereits am Montag auf Flickr gestellt. Mehr als 700 Fotos. Reaktion? So gut wie keine! Nicht mal die Leute, für die ihren Reden nach solche Bilder wichtig sind, haben danach gesucht. Die Aufrufzahlen sind eindeutig und bedürfen keiner Erörterung. Statt dessen kommen als Antwort auf meine Beiträge Beschwerden. Nicht Sachfragen. Einfach nur Gemotze! Das braucht doch keiner!
So kommt eins zum anderen, und die Summe aus Zwei und Zwei ist Vier, und eben weder Fünf noch Neundreiviertel. Statt Rennen zu besuchen und dort Bilder zu machen, die anschließend doch keiner braucht, kann ich mir ebensogut woanders einen schönen Tag machen. Eben das sind eure Botschaften bei einem solchen Verhalten. Wir sind die Kings, uns kann keiner?
Viel Spaß bei dieser Weltanschauung, die innerhalb der Zirkels offenbar keinem weiter auffällt. Die so vertriebenen Leute sagen es euch nicht, sie bleiben einfach weg!
Auch ich werde im neuen Jahr keine Beiträge zu Sportthemen mehr schreiben. Wenn ihr die Friede-Freude-Eierkuchen-Propaganda, die manche da verbreiten, glauben wollt, ich halte niemanden davon ab. Aber ich lasse mir für die Wahrheit nicht auch noch ein freches Mundwerk anhängen. Was wahr ist muss gesagt werden dürfen, auch wenn es unbequem ist. Das ist leider nicht der Fall. Da mag auf dem Papier stehen was will, die Realität ist eine andere, und denkbar eindeutig. Oder glaubt wer ich hätte Schwarzenborn vergessen? Kassel hat mir da deutlich gemacht wie man das gern hätte, und Märchen erzählen werde ich nicht.
Nun ist es Zeit – Zeit für einen Topf Kartoffeln. Ich habe noch eine Schale Sahne-Heringsfilets bekommen, und die werde ich mir jetzt gönnen. Kein orthodoxes Essen zum Jahreswechsel, da gibt es bei vielen Würstchen, weil die einfach warm zu machen sind. Aber der Unterschied zum Kartoffelsalat ist da eben nur die Sorte. Für Salat brauchst du andere wie für Pellkartoffeln, und ich wünsche allen einen guten Appetit.


