Bergkönig
Kirchheim – Foto: Archiv 2025 – Land der Ferne, Land der Berge. Wer rastet der rostet? Rost ist auch eine Begleiterscheinung von Eisen. Heute schauen wir auf den kommenden Sonntag, und damit auf das Bergzeitfahren auf den Eisenberg im Knüll. Es ist das Finale zum Hessen-Berg-Cup 2026.
Es sind ein paar Kilometer, die es in sich haben, und wer dann von der Einmündung der Landstraßen am Ortsausgang von Gersdorf oben angekommen ist hat zugleich auch noch einen Lost Place gefunden. Da war mal was. Ein Hotel, ein Gasthaus, ein Aussichtsturm. Alles Geschichte! Das Gemäuer steht wohl noch da rum, der Inhalt hat sich überlebt. Die schöne Aussicht genießen jetzt die Fledermäuse?
Wenn man die Ausschreibung so liest kommen Fragen auf. Warum ist da zwischen 12 und 14 Uhr ein Loch? Mittagessen wird der Grund nicht sein. Wie gesagt, der Wirt hat zu. Der veranstaltende RSV Bad Hersfeld schreibt dazu, man könne da den Downhill‑Sprungwettbewerb von Hope‑for‑the‑Rope besuchen. Was man nicht erfährt ist, wo genau der da sein soll. Bei meinen bisherigen Besuchen ist mir weder ein Skilift noch eine Sprungschanze aufgefallen, geschweige denn zugehörige Parkplätze in hinreichender Stückzahl, weder am Start noch oben am Ziel noch irgendwo dazwischen, und für lange Suchspiele dürfte da kaum wer Zeit und Nerven haben. Etwas Aufklärung wäre gut.
Nun, auch da kann man beobachten, was allgemein zu bedauern ist. Das wäre die Beteiligung. In manchen Klassen sind nur wenige Sportler gemeldet. Hoffen wir mal auf gutes Wetter, vielleicht findet noch wer den Weg? Apropos Weg, in der „einsamen Gegend“ ist das Auto das Verkehrsmittel der Wahl. Offiziell soll zwar ein Bus da hoch fahren, man muss dazu aber erstmal da hin kommen wo der abfährt. Gewiss hält der nicht da, wo man gute Bilder machen kann.
Ungünstig terminiert ist das alles derzeit ebenso, findet doch nicht allzu weit entfernt im Sauerland mit der Sauerlandrundfahrt ein Profirennen statt, das im Kalender ähnlich rangiert wie die gerade gewesene Deutschlandtour. Das waren mal Bundesligarennen, jetzt ist es dann eine viertägige Etappenfahrt. Dazu findet man nicht genug Informationen, um darauf basierend eine Reise dorthin planen zu können, und wenn ich mir den weiten Weg antue soll dabei auch was rauskommen. Bilder, Filme, wer weiss. Zulassungsinformationen findet man auf deren Webseiten nicht, ebenso keine hinreichend genauen Angaben, an wen man sich wenden kann. Es macht mir den Eindruck, man möchte auch da gerne unter sich bleiben. Auf jeden Fall warte ich nicht auf das Erlebnis, dann wieder weggeschickt zu werden. Das hatten wir woanders, und es zeigt, wie manche da ticken. Der Eisenberg ist gewöhnlich gut für fotografische Experimente. Es muss nur trocken bleiben.
Ob ich komme, und was dann dabei rauskommt – wir werden sehen. Das hängt auch sehr am Wetter, und wenn man der Vorhersage folgt soll es am Samstag im Sauerland regnen. Wenholthausen wäre damit „gestorben“. Die Etappen unter der Woche kann ich eh vergessen, da muss ich arbeiten, und am Sonntag gibt es eben Terminkollision. Schade und unnötig, aber meinerseits nicht zu ändern.



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