Schwarzwälder MTB-Cup
HAUSACH – Foto: Archiv – Noch gut fünf Wochen, dann ist es wieder soweit. Anfang April startet in Hausach die MTB-Saison. Es ist schon ein paar Jahre her dass ich das letzte Mal dort war. So ungefähr 2019, vor Corona. Von damals ist auch das Bild. Jetzt wird wieder darum geworben. Die Anmeldung sei offen, nachdem man in den Jahren aus der Serie auf Bundesliganiveau einen Nachwuchscup gemacht hat mit fast ausschließlich lokalen Ansprüchen.

Ich habe mir die Ausschreibung angesehen. Herrgott! Es ist ja löblich dass man sich um den Nachwuchs kümmert. Wenn man aber die Elite Sonntag Morgens um 8:45 Uhr startet macht man damit überaus deutlich dass man keinen überörtlichen Besuch wünscht! Es gibt da leider ein paar Details, die man dazu bedenken muss. Das eine ist die Rechtslage, das andere sind die Verkehrsverhältnisse.
Wer kann denn um diese Uhrzeit da sein? Real nur die, die entweder vor Ort wohnen, oder die, die mit einem fahrbaren Untersatz gesegnet sind. Wer von weiter weg kommt muss da schon mitten in der Nacht aufbrechen und braucht fast zwingend ein Auto. Öffentliche Verkehrsmittel scheiden für einen Besuch real aus! Deshalb machen mich die andauernden politisch motivierten Vorhaltungen rasend. Du sollst dein Auto stehen lassen! Ja, würde ich ja gern tun, aber dann kommt man nicht zeitgerecht da hin! Bleib einfach gleich daheim? Spart sehr viel Aufwand, Geld, Benzin. Das Geschehen zieht dann an einem vorbei. Dann geh doch ins Kloster, da ist man aller Umwelt ledig? Auch keine Lösung. Mit Bus und Bahn kommst du da keinen Meter weit! Warum sehen wir unten.
Es hiess ja sogar mitunter dass die Erwachsenen keine Rolle im Cup mehr spielen, dass es gar keine Rennen für die Elite geben soll. Das sind alles nur noch Randerscheinungen, lokale Rennen ohne Bedeutung. Das aber sind die Klassen, von denen man infolge anderer Dinge jetzt noch Bilder machen kann. Alles jüngere ist ausgeschieden!
Wie sind denn die Rahmenbedingungen für einen Amateurfotografen? Seien wir ehrlich, man darf zu dem Eindruck gelangen dass das alles kein Zufall ist, sondern bewusst so herbeigeführt wurde! Bilder von Minderjährigen sind infolge der DSGVO ohne Zustimmung der Eltern verboten. Damit scheiden Motive aus dem Nachwuchsbereich aus. Menschen wie mir wird die Presseeigenschaft abgestritten. Ich mache das ja nicht für Geld. Du sollst also auch dann alle einzeln fragen wenn die Eltern weder bekannt noch gar anwesend sind. Das ist willentlich unmöglich! Die Meldelisten enthalten keine Adressen, an die man sich wenden könnte. Rechtzeitig bekannt sind die dann auch nicht. Es werden also gewollt Dinge verlangt deren Unerfüllbarkeit man selbst beeinflussen kann. Wer das eine will muss das andere ermöglichen und kann sich nicht hinter dem Datenschutz verstecken, sonst steht da als Botschaft dass man eben alleine unter sich bleiben will. Sonstige Interessierte sind dann fehl am Platz.
Alle müssen das begreifen! Das gilt für jedes Rennen in gleicher Weise.
Das Argument des öffentlichen Interesses zu Zwecken der Berichterstattung wurde abgestritten. Das macht der Schwarzwälder Bote oder eine andere dort zuständige Zeitung, im Allgemeinen ein kommerzielles Presseorgan, und sonst wohl keiner. Die Tatsache dass etwas wer nicht hauptberuflich macht ist in den Augen der hier Zuständigen ein Grund für Disqualifikation ohne sonstige Betrachtung. Siehe dazu die Veröffentlichungen zum Presseausweis, wer den warum bekommt, und wer warum nicht. Da geht es nicht um Befähigung, Willen, Leistung. Da geht es um Geld. Okay, dann schaut mal ob ihr von da Bilder bekommt. Mutmasslich eher nicht, Fotodokumentation ist nicht Aufgabe der Presse. Auch von mir gibt es unter solchen Umständen eher keine Bildersammlung. Das wäre zu angreifbar!
Ich habe Interesse an den Rennen. Aber ich werde mich nach den Gegebenheiten richten. Andere Veranstaltungen gehen da rabiat vor. Ich erinnere, bei manchen gibt es Gott sei Dank und auch aus Eigeninteresse Vermerke in den Ausschreibungen, die da ganz deutlich sind: Es dürfen Bilder gemacht und zu diesem Zweck genutzt werden. Punkt. Es gibt auch andere, und da bleiben die Folgen dann auch nicht aus. Es ist ein unmissverständliches Mittel um mitzuteilen ob Zuschauer erwünscht sind oder nicht. Wer nichts darf braucht auch nicht kommen. Wenn das nur der Veranstalter darf brauchen Zuschauer nicht kommen. Wer sein Hausrecht beansprucht in diesem Sinn, nur er dürfe und sonst keiner, bewirkt damit eben dasselbe. Da braucht keiner kommen. Bilder machen gehört zum Zweck des Besuchs dazu. Für jedermann, solange der Zweck Erinnerung ist und nicht Kommerz. Die Vereine beginnen zu begreifen dass es andersrum einsam um den Sport wird. Irgendwer meckert immer! Hier vermisse ich eine solche Bestimmung noch, sie ist aber nötig wenn man Besuch wünscht.
Das Positive in Hausach ist das Vorhandensein eines quasi permanenten Kurses. Die Rennstrecke wird auch ganzjährig für’s Training genutzt. Der Rockgarden ist immobil, ausser Bodo mit dem Bagger kommt. Der Berg wandert auch nicht. Es kann somit jeder wissen was da auf ihn oder sie zukommt. Damals konnte man da noch ran und Bilder machen. Dann kam die Angst!

Wenn ich heute komme wird das bestenfalls noch ein Video geben, das dann voraussichtlich in der Privatschatulle verschwindet, also auf meinem NAS-Server verbleibt, denn sonst muss man damit rechnen dass irgendwer „seine Rechte kennt“! Fotos sind fast nicht mehr möglich. Du sollst alle um Erlaubnis fragen? Dann brauchst du die Kamera garnicht mehr auspacken, irgendeiner plärrt immer. Das Blitzlicht stört? Aber die Jupiterlampen des Fernsehens sind in Ordnung? Was einer für Geld macht ist okay, aber wehe ein Amateur macht das gleiche. Der eine hat ja die Rechte gekauft. Nur der darf noch was!
Das Foto links schaut „schlimmer“ aus als es ist. Ein starkes Weitwinkel führt zu einer übersteigerten Größe des Vorderrads und das Foto schaut aus als sei da wer wem im Weg gewesen. Es war aber hinsichtlich der Abtrassierungen alles absolut legal. So ist das eben damals bei MTB-Rennen gewesen. Da standen die Zuschauer keinen halben Meter von den Sportlern entfernt, sozusagen zum Anfassen. Dann begann man die auf Zuschauerwegen und damit auf Abstand zu halten, dann begann man sie auszusperren. Die Atmosphäre von damals kam nie wieder, dafür die Geschäftemacherei!
Wenn man heute wie gesehen die Leute dazu zwingt mit dem Auto anzureisen weil um die frühe Uhrzeit die Bahn noch im Bett liegt – man braucht alleine eine halbe Stunde für den Marsch vom Bahnhof da raus – wird es knapp mit Parkraum. Davon gibt es dort nicht allzu viel, ausser man hat in den vergangenen Jahren gebaut. Das weiss ich nicht. Mir erscheinen Forderungen, die von vornherein so nicht erfüllbar sind, nicht unbedingt als legitim. Du sollst tun was du so nicht tun kannst? Also bleib fort!
Nachstehend ein Screenshot aus dem Fahrplan der Deutschen Bahn. Ich habe versucht, eine Verbindung von Zuhause nach Hausach an dem genannten Sonntag zu finden. Das Resultat sehen wir hier:

Ich wohne an einer der meist befahrenen Bahnstrecken Deutschlands, dennoch: Wie vorstehendes Bildschirmfoto zeigt gibt es keine brauchbare Verbindung mit der Bahn nach Hausach, die zeitgerecht an diesem Sonntag dort wäre. Entweder man soll unterwegs nächtigen, oder kommt viel zu spät. Damit ist die Botschaft klar!



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