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Geldfragen?

Geldfragen?

Foto: Symbolbild – Vieles im Leben wird durch Geld entschieden, aber noch lange nicht alles. Oft genug sind es auch Fragen der Verfügbarkeit, und was nicht im Angebot ist kann für kein Geld der Welt herbeigeschafft werden, auch wenn es noch so dringend gebraucht wird.

NZ9_0445 Geldfragen?

Das ist auch in der Fotografie mitunter so, und das betrifft den Sport ganz besonders. So ist auch nebenstehendes Siegerfoto mit einer langen Tüte entstanden. Man kann da schlecht auf der Strecke neben der Ziellinie stehen.

Man nehme also, entweder von Canon ein 200-800mm, oder von Nikon ein 150-600mm, oder von der Konkurrenz was da eben ist, und mache das Bild vom Ende der Zielgeraden aus. Da war ein Loch im Zaun.

Wo liegt der Haken? Im Konzept!

Egal ob das Etikett eine Kamera als Profimodell ausweist oder ob es der Deklaration nach eine Einsteigerkamera sein soll handelt es sich bei fotografischen Aufgaben stets um angewandte Physik, und als solche gehorcht es immer denselben Regeln. Eine Kamera oder ein Objektiv sind demnach dafür tauglich, oder eben nicht. Dabei spielt der Preis keinerlei Rolle. Der spielt aber woanders eine dafür umso größere, da nämlich wenn es um den Einkauf geht.

Man könnte also bei Bedarf an sehr langen Brennweiten durchaus hergehen und bei Canon ein 200-800mm mit einer R7 kombinieren und über deren APS-C-Sensor eine Art falschen Telekonverter mitnehmen. Das Objektiv würde dadurch mal eben vermeintlich um das 1,6-fache länger. Vermeintlich deshalb weil da nur ein Ausschnitt genutzt wird.

Direkt vergleichen kann man die Systeme nur schwierig. Sie sind dafür zu verschieden. Das 150-600mm von Nikon kann man von einem Ende zum anderen mit einer Dreivierteldrehung umstellen, beim 200-800mm von Canon braucht es da schon zweimal Umgreifen. Auch da entscheiden solche Dinge darüber ob ein Foto was wird oder nicht.

Bei Nikon ist kein Zoom wie das von Canon erhältlich, diese Brennweitenkombination gibt es da nicht. Oder man muss auf die Festbrennweite ausweichen, und die scheidet für Amateure alleine wegen des Preises aus. Fünfstellige Summen für ein Objektiv müssen wir kaum erörtern. Das ist was für Profis, die damit ihr Geld verdienen, und selbst die Agenturfotografen holen sich das gerne aus dem Verleih. Was es da derzeit bei Sony gibt weiss ich nicht.

Für das RF-System von Canon habe ich derzeit sowohl eine R5 als auch eine R6 der ersten Generation, und bei beiden besteht das Problem, dass sie leider etwas träge sind. Wenn es nach der Werbung geht müsste ich mir die R1 gönnen. Die aber kostet so viel wie ein sehr gutes gebrauchtes Auto und steht aus wirtschaftlichen Gründen derzeit kaum zur Diskussion, zumal es bei den Gepflogenheiten derer zwei bedürfte. Wie gesagt, vieles ist da eine Geldfrage.

Also spielen wir Lotto? Man könnte gewinnen und sich dann sowas leisten. Oder sollten die Hersteller mit ihren Preisvorstellungen mal wieder auf den Teppich zurück kommen? Die meinen ja wohl dass sich Profis alles erlauben könnten, und wundern sich dann wenn doch die Konkurrenz das Rennen macht. Eine Z8 oder Z9 kostet bei Nikon eben rund zwei große Scheine weniger als die Pendants von Canon oder Sony.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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