Abstand
Foto: Symbolbild – Heute ist Mittwoch nach dem Finale der Jügesheimer Winterlaufserie. Ich habe mich durchgerungen doch ein paar Worte zu schreiben. Am Sonntag konnte ich das nicht.
Ihr hattet dort einen offiziellen Fotografen. Jemand ist bei einer Veranstaltung der offizielle Fotograf, wenn er als solcher benannt oder vom Veranstalter beworben wurde. So wie das woanders auch gewesen ist. Er selbst hat nichts gesagt – aber:
Mit der Bestellung solcher Personen geht eine Nebenaussage einher, die auch unausgesprochen gültig ist. Was für eine ist das? Vorsichtig formuliert ist das das bekannte „Wir haben einen und brauchen dich hier nicht!“ Das ist einfach, es braucht niemand leugnen. Das war in der Vergangenheit schon so oft so dass es heute erwartet werden muss. Andere Fotografen haben den Grund für das Dasein in Worte gefasst. Sie wollen Geld verdienen. Es geht da weniger um möglichst viele gute Bilder als um Umsatz. Jeder andere ist dabei im Weg! Das ist ganz ergreifend und so einfach dass man es heute nicht mehr ausdrücklich dazusagen muss. Es war, ist und wird nicht die einzige solche Aussage bleiben. Das ist auch der Grund warum in meinem Beitrag dazu nur drin steht dass es Bilder gibt, und wo ihr die findet. Zum Rennen selbst habe ich nichts mehr geschrieben. Das war auch der Grund warum ich mich am Samstag dort an den Waldrand zurückgezogen habe. Ich habe dort zufällig mit anderen Anwesenden gesprochen, und Aussagen erhalten die eindeutig sind. Die Frage, wozu man das denn überhaupt mache, muss nicht erörtert werden. Es gibt offiziell dazu berufene Stellen, denen die Interpretation der Ereignisse obliegt. Etwas anderes als die offiziell zugelassene Lesart will man da sowieso nicht hören. Andere brauchen sich dazu nicht zu äußern. Nicht im Wort, nicht im Bild. Das wurde woanders schon so gewünscht, und ich kann mich danach richten. Ich möchte niemandem im Weg sein, und auch nicht den Sündenbock abgeben dass jemand nicht genug verdient habe. Ihr könnt Unterstützung haben, oder Geld. Nicht beides.
Es sind Aussagen. Sie leiten sich wie gesagt aus der Erfahrung her, und sind auch ohne Worte gültig. Solche Ansichten sind im Triathlon weit verbreitet und breiten sich derweil auch auf andere Sportarten aus. Es genügt wenn einer was macht? Gut, dann sei das so. Wir müssen das nach dem was da sonst noch war heute nicht mehr erörtern. Die anderen Winterlaufserien der Region habe ich in diesem Winter darum schon gar nicht mehr besucht.
Ich musste in Wiesbaden zum Biebricher Crosslauf erleben wie das ist wenn man nach Äußerlichkeiten und nicht nach Tatsachen beurteilt wird. Es gilt dass man eine Kamera dabei hat. Niemanden interessiert wieso, weshalb, warum. Niemand fragt nach Fakten. Niemand fragt nach dem Ergebnis, niemand schaut nach den Bildern. Man redet das ganze Jahr davon dass man Unterstützung brauche, und verwirft sie dann so. Niederträchtig und schäbig, von oben herab. Potentiell ist jeder mit einer Kamera Konkurrent zu diesem offiziellen Fotografen. Wenn jemand Bilder mit dem Handy macht ist das in Ordnung, wenn jemand anderes dasselbe mit einer guten Kamera macht geht die Welt unter? Wenn jemand Videos mit dem Handy macht ist das was anderes als wenn jemand dazu eine Kamera auf einem Gimbal einsetzt? Wisst ihr eigentlich von was ihr da redet?
Jedes zukünftige Rennen wird nach den Erfahrungen bewertet und eingeschätzt, die in der Vergangenheit bei anderen Rennen gewesen sind. Ihr habt somit in der Hand, wie eure Mitmenschen euren Sport erleben und ansehen.
Ihr, liebe sportlich Beteiligte, seien das Veranstalter, Offizielle, oder Sportler, habt ein Verhalten an den Tag gelegt, das aus sich heraus eindeutige Aussagen mitbringt. Einer von euch hat es in den vergangenen Jahren beim – am Samstag wieder anstehenden – Groß-Gerauer Frühjahrslauf auf den Punkt gebracht: „Wir brauchen dich hier nicht!“. Es ist überflüssig solche Aussagen zu diskutieren. Sie sind aus sich heraus eindeutig. Es wirkt ähnlich wie, nach einem Bild zu fragen und dann, wenn man es bekommen hat, zu verlangen dass es gelöscht werde. Nie wieder!
Bitte wundert euch nicht! Vertriebene oder verlorene Fotografen bekommt ihr nicht zurück! Fort ist fort. Es gibt so viele Fotomotive dass sich niemand so behandeln lassen muss. Da mag dann von Missverständnissen reden wer will. Missverständnisse die immer wieder im Dutzend vorkommen sind eben keine Missverständnisse. Das ist dann die Sichtweise der Beteiligten.
Wer das so haben will kann es so bekommen. Er steht dann irgendwann alleine da!



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