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Radcross Mannheim

Radcross Mannheim

MANNHEIM – Foto: Archiv 2023 – Am Rande der Neckarstadt liegt der Herzogenriedpark, und darin wiederum neben dem Knast eine Radrennbahn. Was man damit noch so alles anfangen kann, ausser dauernd im Kreis zu fahren, kann man sich morgen wieder ansehen, wenn das Finale des Elektroland24-Cyclocrosscups dort stattfindet.

Los geht’s früh um 9 Uhr, und wird erst mit zwei Hobbyrennen am späten Nachmittag enden. Der Eintritt war bislang stets frei.

Hinkommen ist für Auswärtige immer wieder etwas kompliziert. Parkplätze sind in der Ecke knapp. Es empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ab dem Hauptbahnhof fahren in die Gegend einmal der Bus 60 in Richtung Ulmenweg bzw. Pfeifferswörth, mit dem man bis Leoniweg fahren kann und dann etwa 500 Meter weiter der Straße mit dem vielsagenden Namen „An der Radrennbahn“ folgt, oder die Tram 4/4a bis Hochuferstraße nimmt und dann immer geradeaus läuft bis man an eine Kurve kommt, wo der Eingang zur Rennbahn ist.

Öffis haben leider einen Nachteil, und das ist a) dass sie samstags selten fahren, der Bus z.B. nur einmal pro Stunde, man also spätestens auf dem Heimweg mit Wartezeit rechnen muss, und b) dass der Gepäcktransport für Fotografen gerne zur Schlepperei ausartet. Wie das dann theoretisch mit zwei Fahrrädern, einer Rolle und Werkzeug aussähe lässt sich leicht umschreiben, denn das kannste vergessen. Hier offenbaren sich die Probleme mit den Wünschen mancher Politiker. Parkplätze seien überflüssiger Luxus, man habe ja Bus und Bahn. Theoretisch ja, praktisch eher nein. Das vorhandene Parkraumangebot ist üblicherweise zwar ausreichend, an solchen Tagen aber völlig ungenügend. Wer sich auskennt kann auf die Parkplätze am alten Messplatz ausweichen, und dann einmal quer durch den Park wandern. Man kann von dort aus mit der Tram auch eine Haltestelle fahren und ab Herzogenriedstraße den Bus nehmen, wenn der Anschluss aber ungünstig ausfällt ist man zu Fuss schneller. Immer den Ohren folgen, der Sprecher ist im halben Viertel gut hörbar.

Vorletztes Mal lag dort üppig Schnee. Damit muss man jetzt nicht rechnen, dafür könnte es Matsch geben. Das ist bei erwartbaren Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, es wird wieder kälter, auch nicht sonderlich angenehm. Der Boden hatte die Tage genug Zeit um wieder aufzutauen, und wie es da mit Entwässerung ausschaut weiss ich nicht. Die Rennbahn hatte jedenfalls schon bessere Zeiten gesehen, und der Wegebelag drumherum macht alleine schon den Eindruck eines Querfeldeinrennens. Bitte nicht stolpern!

Ich werde voraussichtlich wie 2024 auch ein Video vom Eliterennen verbrechen, das hat sich da ganz gut bewährt und hält auch den Materialaufwand im Rahmen. Da braucht man keinen halben Möbelwagen, eine kleine Kamera mit einem Objektiv und dem Mikrofon tut’s da auch. Ob das Ergebnis dann online geht wird später entschieden, war doch YT seinerzeit der Meinung meine Filme von den Rennen würden gegen die „Gemeinschaftsstandards“ verstoßen, was nichts weiter heisst als dass sich vermutlich einer von Euch dort beschwert hat! Deshalb ist da auch kaum noch was am Netz. Ich habe da nach dem Anwurf fast alles abgeräumt! Es gibt nach dem Gesetz zwar das Recht um Erlaubnis gefragt werden zu wollen, da es in der Praxis aber kaum möglich ist Euch im Rennen dafür anzuhalten und sich ein Modelrelease unterzeichnen zu lassen wird es dann in der Realität so laufen dass die Aufnahmen nicht veröffentlicht werden können. Wenn man das so haben will sind die Folgen klar!

Nebenbei, rein formal-juristisch ist die Radrennbahn ein Privatgelände. Die gehört irgendwem. Der übt dort ein Hausrecht aus! Es braucht aber niemand glauben ich oder jemand anderes würde für einen Besuch erstmal eine Erlaubnis beantragen, wie sich manche das ja anscheinend wünschen! Sollte das ruchbar werden, ich muss nicht zu Besuch kommen! Es gibt so viele andere Möglichkeiten, sich einen schönen Tag zu machen. Das ist ja der Haken mit den „offiziellen“ Fotografen. Der eine darf? Alle anderen dürfen dann nichts? So war es schon oft genug, dass man es erwarten kann und fast schon muss! Wenn ihr das so wollt, ein Wort genügt, aber kommt damit bitte nicht erst wenn die Leute da sind. Ist die Wahrscheinlichkeit für derlei Allüren erst mal hinreichend groß wird überhaupt keiner mehr kommen. Zuschauer, Besuch? Was war das nochmal?

Rein theoretisch könnte ich mich auch in die Tram 5 setzen. Da drin ist es warm, wärmer jedenfalls als überall sonst in der Stadt. Die „5“ ist die große Städterundfahrt, eine der längsten Tramlinien der Republik, wenn nicht gar der Welt, und fährt immer im Kreis von Mannheim über Weinheim nach Heidelberg und wieder zurück. So kann man auch den Tag verbringen, und es wird niemand fragen ob man eine Erlaubnis dafür hat! Oder mit der 4 nach Bad Dürkheim, zum großen Weinfass? Da kann man sich sinnlos besaufen. Auch eine Art Freizeitgestaltung.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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