Entscheidungsfindung
OFFENBURG – Unter Abwägung aller bekannten Umstände werde ich heute vom Besuch der Landesverbandsmeisterschaften absehen!
Warum?

Einige Dinge kann man nicht wegdiskutieren. Da wäre einmal der offenkundige Wunsch der Politik, dass Ortsfremde da wegbleiben mögen. Wer essentielle Informationen vorenthält schafft Aussagen. Wie gesagt, der Streckenplan wurde amtlich geheimgehalten, und das mit Umweltschutz begründet, woran auch nichts ändert dass ich mich gestern dort umgesehen habe. Ich habe einen groben Eindruck gewonnen, mehr nicht. Es hat überhaupt nichts mit Umweltschutz zu tun wenn man seine Gäste aussperrt, oder zwingt die Wiese platt zu trampeln, weil es keinen regulären Zugang gibt. Die Wege sind Rennstrecke, die Abtrassierung deutlich. Wo sollen die Leute laufen? Zugang findet nur wer sich entweder einschleicht oder willentlich alle Regeln ignoriert.

Das angekündigte Training fand so nicht statt. Das Strandbad selbst war verschlossen, die Essbar auch, der Parkplatz wie gesagt gesperrt. Wozu, weshalb, weswegen – muss mich das interessieren? Es besteht die reelle Gefahr dort keinen Parkplatz zu bekommen, und dafür soll ich je Richtung 187 Kilometer fahren? Das kostet viel Benzin, für womöglich nichts und wieder nichts!
Dabei ist die Meinung einzelner Beteiligter unerheblich. Die einen schreiben „Zuschauer willkommen!“ auf ihre Plakate, die anderen schaffen Tatsachen, die die Bezeichnung „Rausschmiss erster Klasse“ verdienen. Es war alles schon da, es muss alles erneut erwartet werden, es ist nichts mehr undenkbar! Wenn ich mich nicht erwünscht fühle bleibe ich da weg! Die Zeiten des „Antestens“ sind vorbei, dafür ist der Spaß zu teuer geworden.
Hinzu kommt die Wettervorhersage. Das Regenradar ist deutlich! Es soll demnach nachmittags ohne Unterlass regnen, und auch wenn man nicht weiss ob es Landregen oder Schauer werden, man wird nass. Nass bedeutet jetzt krank. Es ist da ein Unterschied ob ich mich als Sportler danach umziehen kann, oder mit nassen Sachen bis zur Heimkehr herumstehe. Mit dem Schirm in der Hand kann ich nicht gut fotografieren, und es spielt dabei gar keine Rolle ob wer dafür was kann. Natürlich nicht! Es darf aber erwartet werden dass dem Aufwand kein entsprechendes Erfolgserlebnis gegenübersteht, der Zutritt zum Badgelände mit dem Sandkasten ist ungewiss, und ich weiss zudem noch nicht mal wo die Siegerehrung stattfinden wird. Es wäre durchaus nicht undenkbar dass diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit irgendwo im Geheimen abgehalten wird, die Anwesenheit der Sportler genügt ja? Offenbar geht man davon aus dass ohnehin kaum Zuschauer kommen werden, was unter den gesehenen Umständen auch nicht wirklich wundert. Das alles führt eben in der Summe dazu dass das Packen der Tasche rein spekulativer Natur ist. Wissen was man braucht? Wissen was einen dort erwartet? Das kann man so nicht!

Ich habe bei meinem Besuch gestern dort gelernt dass offenbar der Zutritt zum Badgelände nicht gewünscht ist. Die Uhr war übrigens stehen geblieben, zum Zeitpunkt der Aufnahme war es mindestens vier Stunden später als da angezeigt wird. Alles nur für unmittelbar Beteiligte? Es war wie gesagt alles verschlossen, verrammelt, versperrt! Ich muss mich nicht wie ein Dieb bei der Nacht dort einschleichen. Es ist entweder offenkundig erwünscht dass wer kommt, oder man bleibt da weg! Die Umstände waren denkbar abweisend.
Erschwerend hinzu kommen die derweil bekannt gewordenen Vorstellungen aus Baiersbronn. Mich hat eine Nachricht erreicht mit grob umschrieben folgendem Inhalt: Du darfst kommen wenn du deine BIlder veröffentlichst! Heisst: Ich werde für die Folgen der DSGVO verantwortlich gemacht, und nein, es ist überhaupt nicht lustig, auch wenn dem Eindruck nach manche die Tragweite dieser Bestimmungen nicht begreifen. Sie sind real existenzbedrohend, und das ist vermutlich genau so gewollt. Es ist nicht interessant was die Mehrheit macht. Entscheidend ist was im Ernstfall ins Haus steht. Heisst also, ich kann auch die beiden Ligarennen demnächst aus dem Kalender streichen. Da wird doch klar wie manche sich das vorstellen. Wenn da jemand verantwortlich ist dann jene, die immerzu nein sagen, und damit Verhältnisse schaffen die Normalbürger zwingen davon auszugehen dass sie da nicht erwünscht sind. Nicht ich bin es der Bilder nicht zeigen will, es sind eure Veranstalterkollegen die nur gewerbliche Fotografen da wollen! Wer den Presseausweis als alleiniges Akkreditierungsmittel einsetzt schafft Klarheit was er will. Es wird irgendwann niemand mehr fragen wie andere das sehen. Es wird dann erwartet, wenn solche Antworten kommen wie sie mehrfach gekommen sind.
Die Politik tut manches um klar zu machen dass der Besuch unerwünscht ist! Also bleibt bitte wunschgemäß unter euch und habt einen schönen Tag. Wenn die Stadt jetzt merkt welche Botschaft sie da ausgesendet hat ist es für Bedauern zu spät. Die Geheimniskrämerei dient nicht dem Umweltschutz, sie ist eine Ausladung, wenn man zudem alles verrammelt und sperrt. Ich verstehe diese Botschaft aus den Erfahrungen mit anderen Veranstaltungen, und reagiere darauf. Es muss nicht mehr sein das explizit zu sagen, es ergibt sich auch so.


