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Black Friday

Black Friday

Foto: Symbolbild – Money makes the world go round? Wie benimmt es sich damit?

Es ist leicht einzusehen dass der Zweck von Wirtschaft zu erheblichen Teilen darin besteht Geld zu verdienen. Heiligt der Zweck die Mittel? Und vor allem, welche Mittel?

Man kann beobachten, was derzeit da abgeht. Die Postfächer laufen über mit Werbemails! Soviel Geld, wie man da ausgeben soll, hat fast niemand. Und vor allem, wofür soll man es ausgeben? Es gibt nichts das es nicht gibt.

Ich zitiere einen alten Spruch: „Alle Güter sind knapp und müssen bewirtschaftet werden!“. Bewirtschaften in diesem Sinn heisst, Entscheidungen darüber zu treffen, ob eine Anschaffung sinnvoll und notwendig ist. Das knappste Gut dabei ist das Geld! Man kann es nur einmal ausgeben. Zumindest als Normalverbraucher.

Kommt man dann in den Laden merkt man schnell: zu viel davon sind leere Versprechungen. Rabattangebote als Lockvogel. Oder handelt es sich eher um eine glimmende Lunte? An deren anderen Ende wartet oft ein virtuelles Pulverfass! Faktisch ist es ein Wurm am Angelhaken, der vor allem dazu ausgeworfen wurde, um die Leute in den Laden zu locken. Wenn sie erst mal drin sind werden sie schon irgendwas kaufen?

Ist es ein Wunder wenn gerade jetzt die Fotoindustrie neue Produkte herausbringt? Produkte, die sie jetzt und auf absehbare Zeit entweder gar nicht oder bestenfalls in homöopathischen Dosen liefern kann? Die im Webshop angekündigten Verfügbarkeitstermine sind doch ebenso Vermutungen. Nur zu oft verschieben sich diese wochenweise nach hinten bis auf Sankt Nimmerlein. Dann sollen die Vorbestellungen zuerst bedient werden. Wer die Ware vorher prüfen möchte schaut in die Röhre!

Nikons ZR, Canons EOS R6 Mark III oder eine C50? Ankündigungen. Womöglich leere Versprechungen? Auf Hausmessen kann man sie in die Hand nehmen, in Werbeanzeigen und netten Videos wird einem der Mund wässrig gemacht. Aber kann man sie real kaufen? Vermutlich eher nicht!

Was man da angeboten bekommt ist überwiegend Altware, die man gerne aus dem Haus bekommen möchte, nicht die aktuell gefragten Sachen. Abverkauf der Ladenhüter zum halben Preis? Nicht mal das!

Das geht so weit dass in den einschlägigen Medien Gerüchte von kommenden Kameras gestreut werden, die vielleicht in einem halben Jahr erscheinen könnten (!), wobei noch lange nicht klar ist ob es sich nicht eher um einen Plasmanebel handelt, der nie real existieren wird oder schon vor Erscheinen vom Nachfolger überholt werden wird. Wie vielleicht eine Canon EOS R4? Angeblich mit 85-Megapixel-Sensor? Das Netz spricht davon, ansonsten sieht und hört man davon nichts. Wer verfolgt hier welche Interessen, und wer ist wessen Megafon? Es gibt Kameras, die werden seit zehn Jahren und mehr unverändert gebaut, verkauft und benutzt, und es gibt Modellreihen, die alle fünf Monate die Nummer wechseln, ohne dass sich am Modell selbst wesentliches tut.

Was ist davon glaubwürdig, und was nur schöner Schein? Was davon ist vielleicht sogar eine arglistige Täuschung? Was darf man glauben? Streng genommen herzlich wenig! Glaube nur was du selbst eigenhändig geprüft und für wahr befunden hast! Glaube nie unbesehen was dir jemand erzählt.

Eben diese Frage, verbunden mit der Erwartungshaltung der Nicht-Erhältlichkeit, kann dazu führen dass im Grund genommen kaufwillige Kunden vom Ladenbesuch Abstand nehmen, und auf das Frühjahr warten, wenn die Straßenpreise sich normalisiert haben dürften und die Ware in den Läden wirklich erhältlich sein könnte. Da gibt es ja einschlägige Erfahrungswerte.

Es ist verständlich wenn Händler und Hersteller jetzt ein Geschäft machen wollen. Ist es aber hilfreich mehr zu versprechen als man halten kann?

Niemand kauft für so viel Geld eine Katze im Sack! Da ist ein gutes Stück weit Handelspsychologie dabei. Die Meisten können kaufen, müssen aber nicht unbedingt weil sie im Prinzip haben was sie brauchen. Wer da vorgeht wie es derzeit wieder geschieht schmälert seine eigenen Erfolgsaussichten, weil er die Annahme fördert dass an den Versprechungen eh wieder nichts dran ist, nachdem eben das in den Vorjahren fast zum Standard geworden war.

Viel Versprechen, groß Ankündigen, aber wenig davon halten führt zu Umsatzschwund und Frust auf allen Seiten!

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.