Aus der PC-Werkstatt
Foto: Symbolbild – Von den seit Jahren laufenden Ausbauarbeiten für Glasfaser habe ich bereits erzählt, und auch die Hardware im Haus braucht dafür ein Upgrade.
Hier stehen neben einer NAS drei PC Marke Eigenbau unterschiedlicher Ausstattung und Generation, und die haben 10-GBit-Schnittstellen bekommen. Freitags besorgt, Samstag früh eingebaut. Reinstecken und wohlfühlen. So jedenfalls erzählt es die Wirtschaft.
Real stimmte das auch bei zwei der drei Computer. Der dritte zickte. Das war aber ausgerechnet der Video-Schnittrechner.
Aktuelle Erweiterungskarten sind ja eigentlich nicht wirklich kompliziert einzubauen. Wie gesagt, reinstecken und im Prinzip wohlfühlen. Dieses Mal hat das allerdings nicht so geklappt wie es sollte, weigerte sich die Kiste doch danach zu starten. Es piepte nichts, insoweit schien also alles in Ordnung. Aber das Bild blieb schwarz. Dass da im Hintergrund etwas nicht geklappt hat merkte man nach dem Ausbau der neuen Netzwerkkarte. Es meldete sich das BIOS! Bei Windows 11 scheint das so zu sein dass er nach Treibern sucht, die aber online halt nicht bekommt wenn da (noch) kein Netz ist, weil eben die Karte noch eingerichtet werden muss. Bei Linux Mint lief dasselbe fehlerfrei. Die gleiche Hardware, nur ein anderes OS. Nun, heute, am Sonntag Morgen, konnte ich ihn dann doch noch zur Zusammenarbeit überreden. Insoweit also alles wunderbar?
Nicht ganz. Leider ging dabei gestern der Termin in Heidelberg über die Wupper. Ich kann mich nicht verteilen, und es bringt mir nichts neue Bilder oder Filme zu machen wenn die Verarbeitung nicht funzt. Mit euch oder anderen sonstigen Umständen hatte das also gar nichts zu tun, ich war lediglich hier beschäftigt. Diese Sachen haben jetzt Vorrang, erwarte ich doch Anfang Dezember den Schalttermin, und bis dahin muss hier alles fertig sein. Zwar ist die Deutsche Glasfaser nicht sonderlich kommunikativ in diesen Dingen, aber wenn sie ihr Wort halten will muss es so kommen dass Anfang Dezember der große Tag sein wird.
Was bleibt jetzt noch? Die NAS, eine DS1819+, brauchte auch eine neue Steckkarte. Und die hat zu diesen Dingen eine eigene Meinung.
Zur Verbesserung der Datenverarbeitung hat die NAS einen Cache, und dafür kommen zwei M.2-SSDs zum Einsatz. Die bisherige Schnittstellenkarte hat dafür zwei Steckplätze für eben diese SSDs, die neue zusätzlich noch einen 10GBit-Port. Ich war davon ausgegangen dass die einfach umzubauen sind. Wie heisst das offiziell so schön: reinstecken und wohlfühlen! Von wegen!
Also die vorhandenen SSDs ausgebaut, Schnittstellenkarte gewechselt und alles wieder zusammengeschraubt. Läuft? Nicht ganz – der zweifelhafte Erfolg war ein Pfeifkonzert. Volume-Absturz! Eigentlich der Supergau, sind in dem Volume doch sämtliche Daten enthalten, und der Cache ist eben nicht nur ein Schreib-Lese-Puffer, sondern Teil des Volumes. Wer so einen Umbau auch vorhat sollte niemals vergessen, erst im logischen Sinn den Cache abzubauen, also auszuhängen, warten bis das System die Daten geschrieben hat die es schreiben möchte, und erst dann den Schraubendreher anzusetzen. Zum Glück waren die Daten danach noch unbeschädigt vorhanden. Es rutscht aber erst mal jedem das Herz in die Hose!
Auf der neuen Schnittstellenkarte – Überraschung: die SSDs, die vorher super funktioniert haben, wurden erstmal nicht gefunden! Hallo? Also die alte Karte wieder rein und alles zurückgebaut. Funzt … Da greifst du dir doch an den Kopf? Defekt ist nichts, wie weitere Prüfungen und Hin-und-her-Baumassnahmen ergeben haben. Aber trotzdem funktioniert das nicht so wie es soll. Nach anderthalb Tagen Bastelei – ich habe hier leider keine echte Prüfmöglichkeit was da warum nicht tut – habe ich eine Konfiguration gefunden, mit der man arbeiten kann.
Das ist noch lange nicht das erwünschte Endergebnis, erlaubt aber zwischenzeitlich, weiter zu machen.
Wenn mir jemand sagen kann warum da zwei No-Name-SSDs funktionieren, Markenware wie WD Red aber nicht, ich wäre für Input dankbar. Kaputt ist da nichts, denn die WD-SSDs tun es auf der alten Schnittstellenkarte, die hat aber eben keinen Netzwerkport.
Was soll ich davon halten? Fortsetzung folgt. Irgendwann.
Nebenbei, Synology, mit eurer Kompatibilitätsliste mögt ihr ja recht haben. Da stehen aber nur eure eigenen Platten drauf, und die kann der hiesige Fachhandel nicht liefern! Vielleicht solltet ihr da mal was pimpen wenn ihr doch wollt dass man diese Teile nimmt statt dem, was am Markt eingeführt und erhältlich ist. Wer bei solchen Umbauten in Schwierigkeiten kommt weil es nicht so tut wie es in der Anleitung steht ist auf die Ressourcen angewiesen, die der Fachhandel samstags bietet, und kann nicht warten bis irgendwer was per Post vorbei schickt. Eine funktionsunfähige NAS bedeutet dass nicht weiter gearbeitet werden kann, und das ist hier entscheidend. Alle sonstigen Wünsche und Begehrlichkeiten stehen da hinten an!


