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Annahme verweigert!

Annahme verweigert!

Mit unbestellten Sendungen ist das ja immer mal wieder so eine Sache. Wer kein Paket unterwegs hat, aber unerwartet eins zugestellt bekommen soll, tut oft genug gut daran, die Annahme zu verweigern.

Dabei ist egal, wer da was geschickt hat, weil du nicht weisst was darin ist.

Nun sind auch die sozialen Medien so eine Art Postversand, und nicht immer sind die dort erhältlichen Botschaften etwas, worüber man sich freuen kann. Sie sind nicht mal immer direkt adressiert, wohl aber in sich eindeutig. Das haben zuletzt eben wieder einige Posts zu Cross im Park gezeigt.

Es hat sich nichts geändert! Kurz zusammengefasst ist da ein „einfaches“ Weltbild: haben wollen, aber selbst nichts beitragen. Beifall bekommt, wer zuerst sendet. Ignoriert wird, wer nach den Regeln der Kunst arbeitet, und deswegen länger braucht. Also wird „Pfusch“ belohnt. Technisch bedingt sind Bilder ohne Aufarbeitung nicht das, was sie sein könnten, wenn die Fotografen ihre Arbeit vollständig tun würden. Dann aber kann man da eben nicht punkten.

Das ist wie bei einer Autowerkstatt, die den Ölwechsel nur auf dem Arbeitszettel vermerkt, das alte Öl aber drin lässt. Spart erstmal Aufwand. Dummerweise kommt solche Arbeitsweise ans Tageslicht, wenn der Motor dann kaputt ist. So ähnlich ist das auch hier.

Die so abservierten Fotografen gehen dem Sport verloren, wenn sie für ihre Bemühungen nicht mal ein Dankeschön bekommen. Man erwartet ja nicht viel. Ignoriert zu werden zählt jedoch nicht dazu, was man erwarten darf, oder umgekehrt, wenn man es erwarten darf orientiert man sich dahin um wofür man ein Dankeschön erwarten kann. Die Zeit jedes Menschen ist begrenzt, und niemand hat welche zum Verschwenden.

Ihr teilt nicht nur manchmal deutlich mehr mit, als in Worten da steht. Ich hatte es bereits erwähnt wie es wirkt wenn nur Bilder bestimmter Fotografen gepostet werden, obwohl man wissen kann dass mehr da waren. Diese anderen sind dann eben nicht gefragt, und werden deshalb zukünftig die Bereitstellung ihrer Bilder überdenken, wenn nicht gar den Besuch einstellen. Warum soll man das Risiko von Nörglern eingehen wenn das Danach so aussieht?

Manche Teams arbeiten eben so. Hauptsache wir haben, alles andere brauchen wir nicht? So handelt ihr heute, und schaut morgen allfällig dumm aus der Wäsche, weil die Menge interessierter Fotografen eben auf diese Weise zur mathematisch streng monoton fallenden Nullfolge gemacht wird.

Deren Ende ist leer!

Ich handele seit einiger Zeit genauso, und unterlasse es, Bilder oder Filme vor der Fertigstellung zu zeigen, eben weil das Ergebnis bis dahin suboptimal ist. Nicht im Sinn von „das kann sich keiner ansehen“, sondern im Sinn von „das geht auch besser“. Bilder sind die Visitenkarte eines Fotografen! Danach wird er beurteilt. Einige sagen, die Qualität meiner Bilder sei besonders gut? Das ist eben darum so, weil die Nachbearbeitung von Rohdatenmaterial dazu gehört wie das Kochen zur Zubereitung von Spaghetti. Ungekocht liegen die schwer im Magen. Wie Stecknadeln. Tut weh!

Da die Bilder vom vergangenen Rennen nach ein paar Tagen wegen Zeitablaufs (nächstes Rennen) nicht mehr beachtet werden muss ich mir den Aufwand auch gar nicht mehr machen, und kann mich auch dem Blumenbeet oder einer schönen Landschaft widmen. Das gibt wenigstens mir selbst Befriedigung, und Blumen maulen nicht sie seien nicht vorher gefragt worden!

Heute Abend beginnt in Darmstadt die neue Radcross-Trainingsweltmeisterschaft. Dazu hatte ich letztens ein Video gepostet. Dessen Aufrufzahlen sind denkbar eindeutig: NULL! Der Beitrag fand keinerlei Interesse.

Noch Fragen was man da will und was nicht? Es ist die denkbar eindeutigste Botschaft überhaupt. Nichtnutzung bedeutet eben „Das wird nicht gebraucht!“, und sonst gar nichts. Ab da muss niemand mehr auf anderer Leute Bedürfnisse Rücksicht nehmen, sondern kann und wird sich ganz dem eigenen Bedarf widmen. Ab da zählt nur noch was ich selbst brauche oder haben möchte. Alles darüber hinaus wird zum Luxus.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.