Schwarzbräu-Straßenpreis Zusmarshausen
ZUSMARSHAUSEN – Foto: Archiv 2009 – Wir schwelgen in Erinnerungen. Wozu habe ich ein gut sortiertes Bildarchiv? Das Beitragsbild zeigt den Start zum damaligen Schwarzbräu-Straßenpreis in und um Zusmarshausen aus dem Jahre 2009. Jetzt ist 2026, und am kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Da stehen dann wieder die Dackelschneider in der Schloßstraße und harren der Dinge, die da auf dem 27 Km langen, viermal zu befahrenden Rundkurs kommen sollen.
Da gehen dann im Fünfminutentakt mehrere Felder auf die Strecke. KT, Elite, Masters, Amateure und U19. Das ist zwar nicht alles was der deutsche Radsport in petto hat, aber für den Kurs ziemlich viel. Die KT fahren vier Runden, der Rest drei. Zum Schluss werden sich wieder alle auffahren. Ein großes Hauptfeld mit Fransen? Habt Euch lieb! Wir sind hier nicht beim Kegeln!
Das Rennen könnte sich eignen ein kleines Video daraus zu verhackstücken. Streng genommen ist es da ein Feld aus unterschiedlichen Teilnehmern, und was da passieren könnte ist absehbar.
Es ist eine historische Abhandlung, manche der hier zu sehenden Mannschaften gibt es derweil nicht mehr, andere sind neu entstanden. Ich kann mich noch gut an eine Aussage von damals erinnern, die im Nachgang des Rennens gefallen war. Ein mit der Organisation Betrauter machte sich Sorgen, es könnten „zu viele“ Zuschauer zum Rennen kommen! Der Tag war verregnet, dennoch war das Rennen verhältnismäßig gut besucht. Wie das heute sein wird? Nun, der Start soll laut Ausschreibung um 10 Uhr erfolgen, und damals wie heute ist das Rennen eben kein Kriterium, sondern ein echtes Straßenrennen nach der Devise „sie fuhren fort und kamen wieder“.

Zuschauer bekommen demnach vom eigentlichen Renngeschehen nicht viel mit. Das findet weit draussen statt. Es wird erneut schwierig werden, überhaupt da hin zu kommen. Zusmarshausen liegt von mir aus gesehen ja nicht eben um die Ecke. Die Fahrplanauskunft ist deutlich. Entweder du kommst schon am Vortag und übernachtest dort, oder fährst Auto! Andere Möglichkeiten gibt es nicht, siehe Screenshot links! So wie das schon in Waldrems oder Schönaich so war gibt es keinen Bus, der zeitgerecht da ankommen würde, und der früheste kommt weit nach dem Startschuss an, wenn überhaupt.
Das sind grundsätzliche Mängel! Die Politik erwartet von den Leuten, dass sie auf Autos verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dann haben diese aber bitte auch verfügbar zu sein. Heuchlerische Reden brauchen wir nicht!
Das Rennen dürfte wieder interessant werden, wenn man die veröffentlichte Meldeliste liest. Ja, die gibt es. In Bayern scheint zu gehen was anderswo ein Problem ist.
Lohnt sich der Weg? Angesichts künstlich verteuerter Benzinpreise – das Auto ist real die einzige Reisemöglichkeit – stellen sich da Fragen. Zum Beispiel jene wie es die Politik denn mit gesellschaftlicher Teilhabe hält. Nicht die Reden zählen. Entscheidend ist, was sich da wirklich ereignet. Wer gut betucht ist zahlt das Geld aus der Portokasse, weniger Bemittelte oder jemand ohne Sponsoren muss sich fragen was er dafür bekommt. Viele bleiben dann schon aus Kostengründen zuhause!
Ist es das was die Politiker unter gesellschaftlicher Teilhabe verstehen?


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