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Ein Fazit

Ein Fazit

DÜSSELDORF – Foto: Archiv – Es wäre schön gewesen. Aber die Umstände wollten es anders!

Wer heute einen Blick auf die Webseite „Bahnhof.de“ wirft findet für Düsseldorf Hbf im Fernverkehr halbstündige Verspätungen. Sei das wegen Defekten, oder hier wegen einem Polizeieinsatz – das Ergebnis ist eben bekannt. Ob die Bahn was dafür kann spielt für Betroffene eher keine Rolle, ich will auch niemandem was unterstellen – aber vom Ergebnis her kommt das alles aufs Gleiche raus.

Es kommen verschiedene Faktoren zusammen. Aus deren Summe heraus habe ich gestern Abend entschieden, dass die Reiseplanung so wie ich sie mir vorgestellt hatte, keinen Sinn ergibt. Das ist so nicht machbar! Aus Gründen nicht machbar die nur bedingt meinem Einfluss unterliegen, deren Ursachen aber absehbar bekannt waren und die sich jetzt zum Teil schon am Morgen bewahrheitet haben. Das Verkehrsmittel Bahn birgt Überraschungen, da muss man fast mit allem rechnen, außer mit einem pünktlich gefahrenen Fahrplan.

Die Alternative Auto fiel auch flach, weil streikbedingt der Parkplatz in Benrath nicht erreichbar ist – man muss von dort ja irgendwie in die Stadt kommen, und die Wehrhahnlinie fällt aus – und die Alternativen dürften voraussichtlich überlastet sein. Die anderen Besucher sind ja auch nicht blöd und können wissen was da ist, und Samstags kommen die Einkäufer ja noch dazu. Wünsche sind gut gemeint, praktisch aber nicht immer machbar. Wir wissen das! Ich werde nicht mehr als 200 Km weit fahren um dort ein Chaos zu erleben. Das ist entweder alles sicher planbar, oder es fällt aus. Mit Stuttgart war das seinerzeit nicht anders. Da konnte man froh sein dass es zur Messe alternativ die U6 schon gab, die war frisch gebaut, denn die S-Bahn fuhr baustellenbedingt da nicht. Was nicht fährt kann keiner nutzen. Mit solchen Problemen muss man immer rechnen, die sind erwartbar Teil der Planung.

Das Problem hier war ja die Heimfahrt. Ob ich morgens zehn Minuten früher oder später zur Messe komme ist da fast egal, aber es ist nicht egal ob man abends Aussicht auf eine Übernachtung auf Bahnhöfen hat. Das braucht keiner, zumal es ja auch eine Frage ist wie lang die Nacht wird, wenn man am Folgetag nochmal da hin will um die restlichen Aufnahmen zu machen. Das ging so nicht. Nicht weil ich nicht auch mal mit nur 6 Stunden Schlaf auskäme, sondern weil da ja auch noch jemand die Akkus der Kamera wieder aufladen muss, und beides zugleich geht eben nicht. Die Hersteller liefern systemmäßig keine Ladegeräte mehr mit weil man das ja mit USB-C auch kann, und da kann man nur einen Akku gleichzeitig laden. Mit einem alleine kommst du aber nicht weit. Also muss man die wechseln, was eben nicht geht während man schläft. Vielleicht findet sich im Zubehörhandel irgendwann mal ein Ladegerät mit passenden Kapazitäten, derzeit steht mir das aber nicht zur Verfügung.
Die Alternative Auto wäre bei den „alten“ Treibstoffpreisen denkbar gewesen, so übersteigt das mein Budget aber bei weitem. Wie gesagt, der erhebliche Teil dabei sind Steuern, und alleine die CO2-Abgabe tut ihren Teil. Das soll sie ja, nur gibt es wie gesehen derzeit eben keine echte Alternative! Das müsste sie aber um effektiv zu sein. So ist es reine Preistreiberei! Die Gesamtkilometerleistung spielt da auch eine Rolle, und keine geringe. Das alles ist ja nicht unendlich verfügbar und der Aufwand muss im Verhältnis zum Ergebnis gesehen werden. Als ich das Projekt aufgesetzt habe war von Irakkrieg etc. noch nichts zu sehen. Das ist jetzt aber real und das Maß der Dinge. Zeitlich braucht die Bahn je Strecke ein Drittel mehr Zeit, und am Ende steht vielleicht gar noch ein Ausfall. Wäre das anders – ich wäre gerne wieder dabei. Es ist aber nun mal so, und es bringt nichts sich die Welt schöner zu reden als sie ist. Man würde sich selbst in die eigene Tasche lügen.

Die Fahrpreise in Deutschland sind zu einem erheblichen Teil politische Preise. Man will nicht dass „kleine Leute“ reisen! Den Reichen macht das nichts aus, mir aber schon. Auch beim Fahrplan der Bahn könnte man Ordnung schaffen. Wem gehört die denn? Faktisch der Regierung! Die aber tut so als ginge sie das alles nichts an.
Die Messe hat in ihren Verlautbarungen ausdrücklich gesagt, dass sie Anreisen mit Autos nicht wünscht. Man habe keine Parkplätze. Alleine das ist ein Statement! Wer in Düsseldorf wohnt kann auch gut mit der U-Bahn da hin kommen – so die nicht streikt. Das aber tut sie zumindest heute noch, auch wenn offizielle Stellen die Auswirkungen leugnen. Sie sind aber erwartbar. Andere können das nicht weil sie eben mit der Fernbahn nicht wieder heim kommen, oder nur unter Umständen die das ganze Projekt sinnlos machen. So sei dem nun. Würdet ihr über eine Brücke gehen, vor der Schilder vor Minen warnen? Ich nicht! Das ist hier der bildhafte aber gültige Vergleich. Probleme sind absehbar, und wenn diese Verkehrsmittel ausfallen ist das Vorhaben fraglich. Wenn man sich so indirekt nur Besuch aus nächster Umgebung wünscht kann ich damit umgehen. Die Informationen bekomme ich bedarfsweise auch demnächst auf der Eurobike, und die ist in Frankfurt und damit ein gutes Stück näher bei mir. Dann ist aber schon Sommer. Anders wäre das besser gewesen. Grau ist alle Theorie.

Nach Düsseldorf werde ich sicher dieses Jahr noch kommen, dann allerdings unter Umständen, wo die Wahl der Reisezeiten bei mir liegt und so gestaltet werden kann dass die Fahrt im ICE möglich ist. Oder es ergibt sich gar eine Möglichkeit, Rheinromantik mitzunehmen und dort entlang auf Deutschlandticket zu fahren? Schau’n mer mal. Es fehlt ja nicht am Willen, es fehlt hier und heute an Möglichkeiten, die auch solche sind und eben nicht wie hier absehbar an den Randbedingungen scheitern.

Den Besuch bei Foto Koch wegen der Streulichtblenden werde ich nachfolgend digitalisieren. Die lasse ich mir schicken. Das geht auch so.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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