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Wahlentscheidungen

Wahlentscheidungen

Foto: Symbolbild – Wir sind eine Demokratie. Alle Macht geht vom Volke aus. So steht es im Grundgesetz. Wie aber benimmt es sich wirklich, wenn Wählerinnen und Wähler zur Urne schreiten?

Urnen sind Gefäße, teils für Stimmzettel, teils für Asche. Mitunter nimmt man dafür auch Mülltonnen. Daraus ergibt sich oft genug schon der Stellenwert dessen, was man da ankreuzt. Wie aber kommt man sinnvoll zu einer Entscheidung?

Die Regierungszeit ist in sogenannte Legislaturperioden eingeteilt. Diese dauern manchmal vier, manchmal auch fünf Jahre. Dann wird wieder neu entschieden wer das Land regieren soll. Bekannt sein kann auch, dass manche Politiker Amnesie bekommen wenn die Wahl vorbei ist. Sie vergessen dann einfach was sie davor versprochen haben!

Das erste Jahr einer Periode dient der Einarbeitung. Wer das erste Mal ein Mandat erhält muss sein Büro einrichten, sich mit den Abläufen vertraut machen, Neues kennenlernen, bevor er oder sie zur Sacharbeit kommen kann. Das letzte Jahr einer Wahlperiode ist Wahlkampf. Ach, was wird da alles versprochen, dem Volk Honig ums Maul geschmiert! Man kann auch sagen, es ist vertane Zeit, weil da wenig bis keine Sacharbeit mehr stattfindet.

Mit Versprechungen ist das ja so eine Sache. Es ist eben zweierlei, was man verspricht, und was davon man dann auch hält. Es kommt bei Wahlentscheidungen nicht darauf an, was einer verspricht! Manche sagen, Wahlkampf sei organisierte Wählertäuschung. Mitunter haben sie Recht damit.

Es zählt auch nicht was einer redet, es zählt was der tut, und darum muss man auf die Zeit zwischen Neuwahl und Wahlkampf schauen. Was Parteien und Politiker da tun oder lassen sollte entscheiden, wen man das nächste Mal wählt!

Aus eben solchen Gründen halte ich es für schwierig, das Mindestwahlalter auf 16 Jahre zu senken, um mehr aktive Wähler an die Urne zu bringen. Das hiesse nämlich man müsse mit spätestens 14 Jahre anfangen, sich für Politik zu interessieren, um basierend auf seinen Feststellungen und Beobachtungen Wahlentscheidungen aufbauen zu können. Seien wir ehrlich, wer hat mit 14 Jahren schon genug Lebenserfahrung, um Politik begründet beurteilen zu können? Zu viele in dem Alter lassen sich leicht manipulieren, was sich daran zeigt wer da wie weltfremd redet wenn Straßenumfragen sind. Was man sich wünscht ist das eine, was davon umsetzbar ist oft genug ganz was anderes! Grund erstmal egal. Nein, die jungen Leute sind nicht dumm, es fehlt ihnen aber real an Erfahrung, und die ist wesentlich wenn man zu der Erkenntnis kommen will, wer sein Wort hält, wer in deinem Sinn entscheidet, und wer dir die Tasche voll lügt!

Wahlentscheidungen sind wie die Suche nach dem Rattenfänger von Hameln. Wer ist ehrlich, wer meint was er sagt, wer steht allfällig zu seinen Fehlern – und wer erzählt dir nur das was du vermeintlich hören willst, macht aber ganz was anderes?

Da sind nämlich eine ganze Reihe Politiker (m/w/d) und Parteien, die anders reden als sie dann tun, und es sollte nur gewählt werden wer hier mit sich selbst übereinstimmt. Die „Kreidefresser“, die nur reden was andere hören wollen, werden auch im sonstigen Ernstfall ihr Wesen nach dem richten, was ihnen selber am meisten nützt – statt nach dem, womit sie durch die Wählerinnen und Wähler beauftragt sind.

Parteiprogramme, Wahlkampfauftritte, Wahl-O-Maten – alles nette Versuche den Neuwählern die Entscheidung abzunehmen, oder ihnen etwas zu suggerieren das real nicht zutrifft! Wer als verantwortungsbewusster Demokrat eine begründete Entscheidung treffen will sollte all das ignorieren! Zum Wahlkampfbeginn kann die Entscheidung, wen man wählen will, schon stehen. Das sollte sie auch. Unbedingt! Sie muss auf der Grundlage dessen fallen, was da war, was während der dann ablaufenden Legislaturperiode gemacht wurde, und nicht was dir jemand ins Ohr säuselt.

Wählen ist eine verantwortungsvolle Entscheidung. Es hat was von Aschenputtel. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen? Nenne mir Ross und Reiter statt einer nichtssagenden Kulisse! Darüber kann man reden. Die Vielschwätzer dürfen gern den Mund halten.

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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