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Rhein-Eifel-MTB-Cup Kottenheim

Rhein-Eifel-MTB-Cup Kottenheim

KOTTENHEIM – Foto: Archiv 2016 – Am Sonntag ist es wieder soweit. Der Rhein-Eifel-MTB-Cup, ehedem bekannt als Bullscup, startet in Kottenheim in die neue Saison. Der Cup besteht nach der zugehörigen Webseite aus drei Rennen – aber vier Veranstaltern. Die Anmeldung schließt heute Abend, Nachmeldungen gibt es keine. Die Strecke rund um das Waldstadion ist rund 2,7 Km lang und mit allerlei Interessantem gespickt.

Mehr Info gibt es auf der Webseite dazu.

Dort findet sich allerdings auch folgender Absatz: „Das Betreten des Waldes abseits der Rennstrecke und der ausgewiesenen Fußwege (ist) sowohl für Teilnehmer als auch Zuschauer untersagt. Zuschauer sind im Start- und Zielbereich gerne willkommen.“

Was bitte soll das heißen? Wird da tatsächlich erwartet dass man bei Start und Ziel herumsteht und bei frühmorgens erwartbar einstelligen Temperaturen friert? Diese Strecke enthält manche sehenswerte Stelle, die allerdings nur erreichbar ist wenn man wandert. Während des Rennens geht das schlecht auf der Rennstrecke. Wenn es also verboten ist den umliegenden Wald zu betreten braucht man streng genommen gar nicht erst kommen! Ich kenne die Strecke von 2018, als ich zuletzt dort Aufnahmen gemacht hatte, und weiss daher dass das eine das andere ausschließt. Schaden für den Wald kann man kaum anrichten, wenn man nur zu Fuss da lang geht. Andererseits kann man die Aussage auch anders interpretieren, nämlich so wie es woanders schon der Fall war: Zuschauer sind im Weg und daher unerwünscht! Die sollen nur konsumieren und damit die Kasse füllen, was eben am besten bei Start und Ziel geht. Das treibt man dann so lange bis keine mehr da sind. So, wie es andere Verantwortliche schon gesagt haben. Man habe auf Zuschauer keinen Einfluss. Braucht man’s noch deutlicher? Zuschauer wollen das Rennen sehen und nicht nur die Zeit absitzen bis es Zeit ist wieder heim zu fahren!

Es gibt auf YouTube ein sehr schönes Video vom Waldwegheizer, das den Lauf der Hobbyklasse aus 2025 zeigt. Technisch könnte ich das Video auch direkt hier einbinden; da ich aber nicht genau weiss wie das rechtlich aussieht belasse ich es bei einem Verweis. Aufrufen können wird es jeder selbst. Es zeigt nicht nur das damalige Rennen aus der Rennfahrerperspektive, sondern nebenbei auch den Zustand, der inzwischen bei zu vielen Rennen Stand der Dinge ist: Zuschauer? Welche Zuschauer? Da haben sich fünf im Wald verlaufen, ansonsten Fehlanzeige! Diese Dinge hängen eben mit Aussagen zusammen, die hier erneut vorzufinden sind. Machen wir uns doch nichts vor. Wer lässt sich denn gerne durch die Blume seine Unerwünschtheit vor Augen führen?

Gäbe es denn eine Möglichkeit, da ohne Auto hin zu kommen? Ja, auf dem Papier gäbe es die schon. Kottenheim hat einen kleinen Bahnhof, der über Koblenz an die weite Welt angebunden ist. Da fahren sogar Züge. Für die gilt aber, was gerade zu den Zuschauern gesagt wurde. Besucher haben darauf keinen wirklichen Einfluss. Fahrpläne sind bei der Bahn von heute bessere Absichtsbekundungen und erheben keinen wirklichen Realitätsbezug mehr. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Man kann gelernt haben dass die Bahn in Deutschland ohne ersichtlichen Grund plötzlich verspätet sein kann oder gar ganz ausfällt, und dann stehst du da und schaust dumm aus der Wäsche. Sicheres Transportmittel ist nur das Auto, und dessen Betriebskosten werden gerade derzeit spekulativ so in den Himmel getrieben dass Kosten und Ergebnis nicht mehr in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Abgesehen davon wird in der Ausschreibung (vorsorglich?) auf die Knappheit an Parkplätzen hingewiesen. Wenn so deutlich gesagt wird man habe zu wenig Platz ist das eine nette Formulierung für „Eigentlich bist du uns im Weg und bleibst besser weg!“ Wer kaum genug Platz für die Sportler selbst hat hat schon mal gar keinen für Zuschauer, Anhänger, oder Fotografen. Das ist die ungeschriebene Nebenaussage bei solchen Thesen.

Am Wochenende wird schönes Wetter erwartet. Tagsüber Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen. Eventuell etwas Saharastaub. Damit könnte man etwas anfangen, gäbe es da nicht diese Aussagen, die anderes erwarten lassen. Vergleichsweise gilt das später auch in Hausach. Es gibt auf dem Papier eine Zugverbindung. Darauf verlassen würde ich mich nach der gemachten Erfahrung aber eher nicht. Da muss mir erst jemand beweisen dass man das wieder kann, nachdem in der jüngeren Vergangenheit da eher die Auffassung vorherrschte, es genüge irgendwie irgendwann irgendwo anzukommen. Ob man den Zweck der Reise dort auch erfüllen kann spielt dabei eher keine Rolle, und dann brauche ich den Aufwand auch nicht treiben.

Gebraucht werde ich da vermutlich eher nicht! Das beruht auf euren Aussagen der zurückliegenden Jahre. Weitere Erörterung dazu braucht es nicht. Das gilt dann später auch auf der Straße, hier in Breidenbach. Wer seine Teampräsentation geheim hält weil er dort keinen auswärtigen Besuch wünscht braucht den Besuch dann auch nicht beim Rennen! Da dürfen dann gerne die ortsansässigen Fotografen alleine für Bilder sorgen. Wenn sie das nicht wollen oder können ist es nicht mein Problem, und hier darüber schreiben ist ohnehin nicht erwünscht. Das sollen ja wieder nur die anderen. Alles klar!

Ergänzend sei zu erwähnen was in der Generalausschreibung des Cups (PDF) ganz am Ende steht:

Foto- / Filmrechte:

Die TeilnehmerInnen bzw. deren Erziehungsberechtigte erklären sich damit einverstanden, dass bei den Veranstaltungen aufgenommene Fotos und Filme von den Veranstaltern in Presse und Internet veröffentlicht werden.“

Da haben wir es wieder: „von den Veranstaltern“! So formuliert ist das zu lesen als „und sonst von keinem“. Da fahre ich lieber in den Schwarzwald – wandern!

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.

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