Kommunikation
Foto: Symbolbild – Ein weiteres Beispiel für Abgründe sieht man derzeit in den sozialen Medien. Ihr meint es fällt nicht auf?
Doch! Es fällt auf! Was da wirklich steht ist mehr als die puren Worte. Im Beispiel wurde berichtet dass ein Verein seine Teampräsentation gehabt habe. Das ist soweit nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht eine Vorgeschichte. Eine mit Reichweite. Welcher Verein das ist spielt keine erhebliche Rolle. Es kann auf alle zutreffen. Wer im Beispiel von einer Veranstaltung berichtet, die üblicherweise öffentlich ist, zu der aber nie offiziell eingeladen wurde, der sagt möglichen Interessierten, dass er sie nicht wünscht. Es gab keine Vorab-Erwähnung in den sozialen Medien, und die Termine auf der Vereinswebseite sind von vergangenem Jahr oder älter. Auch wer danach gesucht hat sollte es also nicht erfahren.
Es ist nicht zum ersten Mal dort so, und es wurden in den Vorjahren dazu Erklärungen abgegeben. Eindeutige Erklärungen! „Wir brauchen Dich da nicht!“. „Wir wollen lieber unter uns bleiben!“. Oder: „Du könntest uns anstecken!“. Womit eigentlich? Alleine eine solche Unterstellung wirft Fragen auf. Angefangen hat die Praxis zu Zeiten von Corona. Anscheinend ist es bis heute so. Noch Fragen? Ja, da wäre noch einiges. Das ist jetzt aber wohl geklärt.
Zu dieser Präsentation, an der vielleicht auch Dritte Interesse gehabt hätten, wurde im Vorfeld entweder garnicht eingeladen, oder es wurden nur „Erwünschte“ per Botenpost unterrichtet. Zudem lag der Termin so dass Ortsfremde nur unter Aufwand hätten teilnehmen können. Das war nämlich an einem Werktag, wo nicht direkt Beteiligte im Büro sassen. Man hätte das organisieren können, aber dazu muss man den Termin auch beizeiten kennen. Glaubt da wer an Zufälle? In Verbindung mit obigen Aussagen ergibt sich daraus ein Zusammenhang.
Auch sowas enthält eine Aussage, die nämlich wen man da wünscht und wen nicht. Auch dem Sponsor tut man damit keinen Gefallen. Eine Teampräsentation dient der Außendarstellung und ist deshalb eben keine geschlossene Gesellschaft, die man im stillen Kämmerlein abhalten kann. Da geht es eben um öffentliche Aufmerksamkeit, und nicht um Geheimniskrämerei. Wer im Sport eine Teampräsentation als Pflichttermin begreift ist meines Erachtens in der falschen Branche. Hauptsache er hat stattgefunden? Nein, hier wurden Chancen weggeworfen.
Wir werden in den nächsten Tagen sehen wer sonst noch darüber berichtet. Ich habe davon erst aus diesem Bericht erfahren, und das war nicht zum ersten Mal so. So wie Zeitungen generell erst dann über Ereignisse berichten wenn diese schon stattgefunden haben, damit wohl gar niemand auf die Idee kommt, da mal interessehalber vorbei zu schauen. Für mich ist es die klare Ansage, dort nicht gebraucht zu werden. Im Kontext gilt da weiter, man habe ja einen anderen, der das gut regele, und mehr als einen braucht es dann eben nicht. Wie bei den Rennen, nicht nur in dieser Region.
Namen spielen keine Rolle, es geht um den Sachverhalt. Wer an der Sache ein echtes Interesse hat informiert vorher, und nicht erst danach. Stichwort: „Wir hatten gerade eine geile Party!“. Aufdringliche Werbung unter solchen Umständen und im Nachhinein wirkt kontraproduktiv.
Wer bei den Rennen erwartet dass man vorab um Erlaubnis frage kann genauso gut sagen man brauche überhaupt nicht kommen. So wie hier. Ausschreibungen im Radsport sind generell so geschrieben als gebe es nichts neben den Sportlern selbst, als seien diese die einzigen möglichen Interessierten. Zuschauer, Medien, Öffentlichkeit? Kommt nicht vor. Ich werde mich nie selber zur Party einladen wenn der Eindruck besteht dass es einer ausdrücklichen Einladung bedarf!
Ihr wundert euch dann aber dass bei den kommenden Rennen darauf auch genau so reagiert wird? Wer einmal zu hören bekommen hat man brauche ihn da nicht der hat auch keinerlei Anlass mehr, dann zu Mitwirkung bereit zu sein. Ihr könnt euch eure Bilder etc. dann auch gern da holen wo es zum Termin gut genug war. Wie gesagt, mich braucht ihr da nicht!
Das ist eure Aussage. Reden wir nicht darum herum. Wer diese Zusammenhänge später in Abrede stellt macht es nur umso schlimmer.
Wer die übrige Bevölkerung bei der Präsentation nicht hat dabeihaben wollen, Grund egal, braucht sie auch nicht beim Rennen. Das ist auch eine Form von Kommunikation. Ob sich der Besuch hätte einrichten lassen spielt dabei keine wesentliche Rolle, es wäre besser gewesen zunächst mal davon auszugehen. Einladungen kann man eventuell absagen müssen. Wer nie eingeladen wurde ist damit für unerwünscht erklärt.



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