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Fotos und Filme

Fotos und Filme

In nicht wenigen Ausschreibungen zu Sportveranstaltungen finden sich Passagen, in denen sich der bzw. die Veranstalter das Recht an den Bildern vorbehalten. Da steht dann sinngemäß, alle Teilnehmer seien damit einverstanden, dass die Veranstalter Bilder machen und veröffentlichen.

Gemeint sind Passagen in Generalausschreibungen ähnlich wie in diesem Beispiel: „Die TeilnehmerInnen bzw. deren Erziehungsberechtigte erklären sich damit einverstanden, dass bei den Veranstaltungen aufgenommene Fotos und Filme von den Veranstaltern in Presse und Internet veröffentlicht werden.“ Dieses hier habe ich beim Rhein-Eifel-MTB-Cup gefunden, es gibt sie aber auch sinngemäß bei anderen Rennen.

Dem gegenüber verlangt die DSGVO, alle einzeln und aus Nachweisgründen möglichst schriftlich um Erlaubnis zu fragen, damit auch sonstige Interessierte Bilder machen können. Das darf ja jetzt jeder selbst bestimmen. So etwas ist real aus verschiedenen Gründen gar nicht möglich!

Wir sind hier beim Rennen, wo Hunderte kommen und gehen, und nicht bei einer Portraitsitzung im Fotostudio! Und es gibt eine Sportordnung, die für alle verbindlich ist und die ausdrücklich bestimmt, dass Außenstehende keine Eingriffe in die Veranstaltung vornehmen dürfen. Außenstehende in diesem Sinn sind alle, die nicht mitfahren. Zuschauer, Fotografen, Medienleute. Streng genommen sogar die Offiziellen. Die verlangte Befragung wäre ein solcher Eingriff, da man schließlich die Sportler etc. aufsuchen müsste, und das geht aus weiteren Gründen nicht mal in den fünf Minuten vor dem Start an der Startlinie. Viel Spaß! Es wird zwar nicht ausdrücklich erwähnt dass deswegen andere keine Bilder machen dürfen, es läuft aber in der Praxis aufgrund zwingender Zusammenhänge genau darauf hinaus.

Zum einen ist es real nicht möglich, wie von der DSGVO verlangt alle einzeln und bei Minderjährigen noch dazu die Eltern an Ort und Stelle ausfindig zu machen und um Zustimmung zu bitten, zum anderen werden Starterlisten und vor allem Adressen nicht nur gelegentlich geheim gehalten und nicht zeitgerecht veröffentlicht. Das unterfällt dann ja angeblich dem Datenschutz.

Es ist unbillig, von anderen Dinge zu verlangen, die man selbst verhindert! Man muss sich im Klaren sein, wie die angesprochene Forderung wirkt, wenn zugleich die dazu notwendigen Grundlagen nicht gegeben sind. Das alles sind wohl eher keine Zufälle. Wer willentlich und vorsätzlich Forderungen erhebt um deren Undurchführbarkeit er weiss diskriminiert und schließt aus! Ich weiß nicht mehr was ich noch glauben soll und entscheide nur noch nach Maßgabe der eigenen Sicherheit. Das bedingungslose Vertrauen früherer Jahre ist verloren! Es gibt nichts mehr was völlig undenkbar wäre.

Es wurde bestritten dass Blogs wie dieser Presse sind. Würde die Anerkennung erfolgen folgt daraus der Fortfall der Fragestunde. Das wolltet ihr nicht? Dann wollt ihr, was jetzt folgt. Kein gewerblicher Pressevertreter muss für Bilder um Erlaubnis fragen, Blogger sollen das aber verpflichtend tun, was nicht möglich ist weil sie gar nicht erfahren wen sie eigentlich fragen sollen und wo sie diejenigen finden.

Solche Vorgänge sind undemokratisch und einer liberalen Gesellschaft unwürdig. Man gibt damit ein weltanschauliches Bekenntnis ab.

Ich hatte zuletzt bei einem Verein um Stellungnahme gebeten, wie man das dort halte. Man hat Hausfotografen. Eine Antwort blieb aus! Keine Antwort ist auch eine Antwort! Jetzt ist die Zeit der Reden vorbei, jetzt werden die Schlüsse daraus gezogen.

Darum lege ich für meinen Blog fest, dass die Herausgabe von Bildern nicht mehr wie früher möglich ist! Es ist die Folge eures Umgangs. Hauptsache ihr habt? Das Spiel können auch zwei spielen. Wenn ich also noch Rennen besuche und dort Bilder machen sollte werden diese nicht mehr weiter zugänglich sein, als sie für die Illustration dieses Blogs erforderlich sind. Ja, das sieht nach Verweigerung aus. Derselben Verweigerung wie bei euch der Missbrauch des Hausrechts!

Ihr habt mir mindestens die vergangenen Jahre deutlichst gezeigt was die Mehrheit will. Nur diesen Fotografen, nur jenen Fotografen. Macht das so. Wer schweigt stimmt zu. Da brauche ich weder Aufwand treiben noch ein Risiko eingehen. Eine Gesellschaft, bei der antisoziales Verhalten salonfähig wird, muss sich nicht wundern wenn Hilfe ausbleibt. Traurig aber wahr.

Nebenbei, würdet ihr das „vom Veranstalter“ weglassen und einfach schreiben „Es werden Bilder gemacht, im berechtigten Interesse auch für Eigenwerbung veröffentlicht, und es wird über die Veranstaltung berichtet. Wer sich anmeldet stimmt dem zu.“ gäbe es das Problem so nicht. So sind auch Filme, Bildberichte, Blogs, etc. abgedeckt. Es heisst immer man brauche das für die eigene Sicherheit. Zählt die Sicherheit der anderen Medienschaffenden nichts, oder sind die euch egal?

Ich bin Baujahr 1965, wohne in Riedstadt in Südhessen und bin in meiner Freizeit Amateurfotograf, Hobbyfilmer, Drohnenpilot, und eben Blogger. Mir gehört dieser Blog. Wenn es die Zeit erlaubt bin ich auch Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger. Naturverbunden, aber nicht politisch indoktriniert. Ich erlaube mir noch selbst zu denken, und sage was dabei herauskommt.