Mannheimer Radcross

Wenn sich an einem Freitag Nachmittag kurz vor Jahresschluss ziemlich viele Radfahrer auf einer Rennbahn treffen sind die nicht etwa alle arbeitslos. Man nutzt die Urlaubszeit für eine „kleine Kennenlernrunde“!

Die Radrennbahn im Mannheimer Herzogenried ist seit Jahren unverändert und in der Szene hinlänglich bekannt. Leider ebenso unverändert ist deren Erreichbarkeit. Hast du kein Auto und wohnst nicht um die Ecke hast du da Pech! Das entspricht leider auch meiner diesjährigen Erfahrung. Eine Landesgrenze wie auch zwei Verbundgrenzen sorgen dafür, dass schon die Verbindungsauskunft nicht klappt, und man ungeniert mitgeteilt bekommt, es gäbe keine Verbindung, wobei bekannt sein kann dass es die doch gibt, nur wird sie vermutlich aus politischen Gründen nicht angezeigt. Die Auskunft der Mannheimer kennt die Orte in Hessen nicht, die des RMV die der Mannheimer Innenstadt ebensowenig. Natürlich fährt da was, es gibt aber weder einen Willen zur Kooperation noch durchgehende Fahrscheine! Also fahren wir Auto! Die Politik wird gebeten, ihre Reden von der Verkehrswende zu lassen wenn man nicht endlich Willens wird das mal zu ändern! Zu Zeiten des 9-Euro-Tickets ging es ja auch, da fuhr man einfach los weil man sich nicht um Tarife hat kümmern müssen. Jetzt sind solche Dinge wieder ein Problem!

Mit Parkplätzen ist es dort so eine Sache, und man durfte an diesem Nachmittag froh sein dass viele andere gearbeitet haben. Selten war es dort so leer. Das hilft dem grundsätzlichen Problem aber kaum ab.

Eine Stunde plus eine Runde – so lautete wieder mal das Motto des Tages. Der Kurs konnte bekannt sein, lässt sich doch aufgrund der beengten Lage wenig daran ändern. Die Beteiligung war rege, für den Tag gleich gar. Wie gesagt, normale Leute mussten da arbeiten und hätten kaum Freitags um 14 Uhr auf der Rennbahn sein können. Sie kamen aber. Prominenz eingeschlossen. So sah man da auch Max Walscheid von Cofidis oder Richard Weinzheimer von GCN, auch wenn sich beide am Start im hinteren Teil des Feldes zu verstecken versuchten.

Man kann diese Veranstaltung entweder Training nennen, oder Meet&Greet, oder es mit der bei immer mehr Rennen vorgeschalteten Kennenlernrunde betiteln, es endete mit vielfältigen Erlebnissen. Die Würze dieser Strecke steckte wieder im Detail. So waren nicht nur die bekannten Sandhaufen, Hürden und anderes, sondern auch die neue Brücke vor der ebenso renovierten Unterführung enthalten.

Auch Petrus war pünktlich. Kaum war der Sport vorbei fing es an zu regnen, und alle mühten sich ein Dach zu finden oder nach Hause zu kommen. Vielleicht war das Auto um die Ecke doch keine schlechte Idee? Man muss bei dieser Gelegenheit erwähnen wie es sich seit neuestem mit den Zufahrtsstraßen verhält. Die hat man behördenseitig auf 2,10 Meter verengt, sodass breitere Fahrzeuge die Innenstadt nur noch auf komplizierten Umwegen erreichen können. Normale PKW passen durch, auch wenn es knapp ist, aber passt auf allfällig hinten aufgeladene Räder auf! Wenn die überstehen endet das übel.

Das „eigentliche“ Rennen findet dann an selber Stelle am 21. Januar statt und bildet das Finale zum Elektroland24-Crosscup.

Ein Video zum Ereignis gibt es bei Youtube.

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