Neujahrscross Grüsen

Das neue Jahr begann wie das alte geendet hat: mit Radcross.
Hier ist ein Video (6:31 Min.) dazu:

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Es ist schon eine „etwas abgeschiedene“ Gegend. Nordhessen. Von Frankfurt aus käme man sonntags (theoretisch) mit dem Zug bis Kirchhain, und auf dem Papier von dort aus mit dem Bus weiter. Aber eben nicht jetzt. Die Bahn baut, und das so dass der Bauzug dazu auch gleich entgleist ist, und die Straße braucht man für den Ersatzbus, weshalb der, der dreimal am Tag über Grüsen fahren sollte, derzeit eben nicht fährt. Sonntags ist dort derzeit Friedhofsruhe!

Wer also, gleich aus welchem Grund, momentan nach Grüsen muss oder möchte, ist auf sein Auto angewiesen, da können die Politiker in Wiesbaden oder Berlin reden was sie wollen. Verkehrswende findet dort nur in markigen Sprüchen und in Sonntagsreden statt!

Vergleicht man das Geschehen am Neujahrs-Abend mit Darmstadt – ich erinnere an die gewesene Trainings-WM – dann war dort eigentlich bis kurz vor knapp nicht davon auszugehen, dass die angekündigte Veranstaltung überhaupt stattfinden würde. War vor Weihnachten in Darmstadt auf der Radrennbahn bereits gut zwei Stunden vor Termin Vollbetrieb so kamen sie in Nordhessen auf den letzten Drücker. Aber wirklich auf den Allerletzten! Standen fast alle schon am Start kamen immer noch Nachzügler und baten um Gnade. Immerhin, es ging dort ohne Bürokratie, sprich Anmeldung. Wer kam war da!

Was die Rennstrecke betrifft, Radsport ist in Grüsen und Umgebung allgegenwärtig. Man kann kaum durch den Wald gehen ohne auf Flatterband zu stoßen, und an manchem Feldweg hängen Schilder: „Betreten der Trails auf eigene Gefahr!“. Irgendwelche Trainingsreviere gibt es dort überall. Fassen wir kurz zusammen: Gilserberg mit dem Kellerwald-Marathon im Frühjahr oder Stadtallendorf mit der HM Einzelzeit sind nicht weit, und wenn man die Nummernschilder durchgeht, die da am Abend auf dem Parkplatz am Sportheim standen, ist auch da „überörtliches Interesse“ anzutreffen. Ein sommerliches MTB-Rennen gibt es dort ausserdem.

Das gut besetzte Rennen dauerte 40 Minuten plus der obligatorischen Einführungsrunde, und wer gewann? Aaron. Über ihn zu reden hiesse in dem Dorf Eulen nach Athen tragen. Zwar trug er an dem Abend Melsunger Wäsche, ist aber für die EGF Bunstruth Racing der örtliche Organisator, und dürfte von da her nicht nur wissen wo der Lichtschalter ist. Apropos Lichtschalter … Da ist eine Flutlichtanlage, die man in Darmstadt gut gebrauchen könnte! Man sieht zwar nur zwei Masten, je einen pro Längsseite des Fussballfelds, die aber machen die Nacht zum Tag! Die Straßenlampen haben dagegen keine Chance, und wer danach ins Auto steigt um heim zu fahren meint erst sein Licht sei kaputt. Die Straße bleibt erst mal finster. Bis sich die Augen umgewöhnt haben ist man auf der Autobahn nach Marburg.

Das geht jetzt wohl bis mindestens März erst mal so weiter, immer Mittwoch Abends in Grüsen oder Samstag Nachmittags an verschiedenen Orten nach Absprache. Sowas könnten andere auch gut brauchen.