Lindenseelauf Rüsselsheim

Der zweite Durchgang des Rüsselsheimer Lindenseelaufs ist schnell erzählt – es gibt ein Video (ca. 7 Minuten):

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Die 5 Km hat Maurice Machwirth vom TSV Schott Mainz gewonnen. Er war nach gut 16 Minuten im Ziel, als die kurz zuvor gestarteten 15 Km-Läufer gerade um die Ecke waren. Der Sieg über 15 Km ging an Maximilian Irle von Spiridon Frankfurt. Alle Ergebnisse hier.

Das vorgestellte Video vom Lauf möchte ich mal als das „ehrlichere“ Filmchen bezeichnen. Warum? Klingt überheblich, ist es aber nicht. Ich habe ein neues Spielzeug, eine Insta360 X3.

Was ist das? Eine 360°-Kamera sieht alles. Sie zeichnet nicht augenrichtig auf, sondern eine Kugel. Darin enthalten ist alles, was da ist. Ohne Ausnahme. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

Vorteil: Es ist eine dem Namen nach regelrechte Point-and-shoot-Kamera. Draufhalten, und es ist alles auf dem Film! Im Wortsinn alles. Du entscheidest hinterher, welchen Ausschnitt du im fertigen Video verwendest, von alles bis eben einem kleinen Kugelausschnitt, den die zugehörige Software so verrechnet dass man es zuerst mal garnicht weiter sieht wie das entstanden ist. Da es von Herstellerseite nur ein Plug-In für Premiere gibt und ich mit Final Cut Pro am Mac schneide erklärt sich auch warum das eine Woche gedauert hat, bis dieser Artikel fertig war. Er musste ja auf den Film warten, dessen Herstellung diesmal etwas komplizierter war als sonst. Normale Schnittprogramme können mit den 360°-Daten nichts anfangen! Das muss erst mit spezieller Software umgesetzt werden, und dabei werden auch die zu nutzenden Ausschnitte festgelegt.

Nachteil: Vorstehend beschriebenes Prozedere dauert seine Zeit. Das geht nicht nebenher in fünf Minuten. Und: zwar nimmt die Kamera an sich 5,7k auf, nach der Verarbeitung taugt der verbliebene Ausschnitt kaum noch für Full-HD, also 1080p. 5,7k hört sich erstmal viel an. Wenn man Pech hat ist die Bildqualität danach (!) trotzdem bescheiden, zumal die Kamera im Automatikmodus sehr zu Unterbelichtung neigt. Deshalb sind die Bilder in diesem Beitrag auch so dunkel ausgefallen. Das lässt sich später kaum korrigieren.

Genutzt wird so eine Kamera fast immer an einem mehr oder minder langen Selfie-Stick. Die gibt es in Längen zwischen 70 cm und drei Meter, womit Aufnahmen aus der Perspektive einer falschen Drohne möglich werden, wo keine Drohne erlaubt ist, hier von oben. Doch Vorsicht: Du möchtest ja kein formatfüllendes Selbstportrait, was man bekäme würde man sich das Ding direkt vor die Nase halten. Vorteil: Wie gesagt, das Teil sieht alles, auch das was sich hinter dir abspielt. Die Software dazu ist gut genug um die Schnittkante der beiden verrechneten Halbkugeln tauglich zu verbergen. Nachteil: Wie gesagt, wer nicht aufpasst ist womöglich ungewollt Hauptdarsteller in jedem Clip.

Da der Gebrauch solcher Kameras gehörig von der klassischen Art des Videofilmes abweicht werde ich weiter experimentieren und noch viel lernen müssen bis gute Ergebnisse dabei herauskommen. Es ist nicht so simpel wie die Werbung es gerne darstellt!