Radcross-Training

Während die einen im Winter ihr Fahrrad in die Garage stellen holen es andere gerade dann heraus. Es ist Radcross-Saison! Gelegentlich treffen sie sich dann an geeigneter Stelle zum gemeinsamen Training.

So heute wieder im Frankfurter Stadtwald am Tiroler Weiher. Dort war letztens schon das Crosstoberfest. Das Wetter hatte sich im Vergleich zu gestern erheblich gebessert, sonst hätte das alles heute am Radargerät oder mit Röntgenaugen stattfinden müssen. Einen Crosskurs für die Rolle gibt es nämlich noch nicht. Das wäre vielleicht mal ein Vorschlag für Zwift oder Rouvy? Das Abo enthält nur nicht den LKW mit Erde, die man dazu benötigt. Hatten wir gestern noch Sichtweiten nahe Null lag heute zwar immer noch der Deckel auf dem Topf, darunter aber waren die Bedingungen brauchbar.

Zur angesetzten Anfangszeit um 11 Uhr war da – fast niemand. Offenbar alles Akademiker? Die kamen mit einer Viertelstunde Verspätung, cum tempore, ganz wie die Bahn! Dann aber dafür umso zahlreicher. Waren es anfangs kaum mehr als ein Dutzend Interessierte, so kamen nach und nach mehr aus dem Gebüsch. Am Start standen dann rund 30 Leute. Männlein, Weiblein, alle Altersklassen. Eine geringere Beteiligung im Vergleich zu vor drei Wochen war erwartet worden, finden doch an diesem Wochenende Rennen der Liga in Vaihingen und Magstadt statt, wo die Asse gebunden sind.

Es war ein rund zwei Kilometer langer Kurs rund um den Tiroler Weiher abgesteckt, der mit dem Fahrrad befahrbar war. Zumindest meistens. Hier und da lag doch mal ein Baum quer, oder ein Sandkasten war im Weg. Der war gelegentlich auch etwas rutschig. Wie um die Jahreszeit üblich war mit Laub zu rechnen, auch wenn jemand das tags zuvor großteils beiseite befördert hatte.

Kann man einen Kurs finden, der im Einklang mit der Natur steht? Man kann! 90% bestanden ohnehin aus ganz normalen Waldwegen, die so oder so vorhanden sind und von jedermann genutzt werden können. Eingebaut war auch die Treppe am Weiher. Damit auch Ortsunkundige den Weg finden wurde der halt mit etwas Flatterband markiert, das man hinterher wieder eingesammelt hat. Nach Ende der Zusammenkunft erinnerten nur noch Reifenspuren im Sandboden an die Anwesenheit etlicher Radsportler.

Möglicherweise wird es demnächst eine dritte Versammlung dieser Art geben. Verfolgt Instagram oder Strava für weitere Informationen. Ich bin nicht der Veranstalter und beziehe meine Infos aus derselben öffentlichen Quelle. Bilder vom Tage? Hier! Die Fotos sind „as is“, also nicht weiter sortiert. Dafür fehlt mir derzeit leider die Zeit.

Nachtrag:
Wie mir zwischenzeitlich zugetragen worden ist gibt es auch in Frankfurt wohl etliche Personen, die nur an sich selbst denken. Demnach soll der Kurs am Tage danach durch querliegende Baumstämme und andere, nicht natürlich dort vorkommende Gegenstände unbrauchbar gemacht worden sein. Offenbar haben jene wieder zugeschlagen, die der Ansicht sind, nur sie dürften was und andere seien von ihren Gnaden abhängig.

Dazu sage ich: dem ist nicht so! Was ihr dürft – eure Freizeit im Wald verbringen – darf jede/r andere genauso. Dazu zählt Gassi gehen ebenso wie Fahrrad fahren, und nein, dafür braucht es keine Genehmigung. Nicht eure und auch sonst nicht. Sobald jemand auf die ungute Idee kommen sollte dort ggf. Nägel in Wurzeln zu treiben wird daraus Waldfrevel, was ein Verbrechen ist. Sowohl an der Natur als auch an den Menschen, die wie man selbst die Natur zur Erholung nutzen.

Muss es dahin kommen dass Wildkameras installiert werden um festzustellen wer sich da (nagelnd, hackend oder schraubend) betätigt?