Training-Day

Zum Radsport gehört Training. Gestern gab es für einige Neuland zu betreten. Eine Veranstaltung des RC Bierstadt in Zusammenarbeit mit dem VC Darmstadt und vielen anderen. Als das Auto von Flamme Rouge aus Frankfurt ankam war klar: es gab Kaffee! Man nehme ferner: Ein Crossrad oder Mountainbike, einen Acker, viel Flatterband, … und Matsch. Letzteren lieferte Petrus. Ein verregneter Tag. Er endete wie er begann, mit Wasser von oben. Zum Glück stand der Grill wie auch das Treppchen für das abschließende Trainingsrennen unterm Dach, sonst hätte es „Wurstsuppe“ gegeben.

Den Acker gab es im Hinterhof von Riese&Müller im Gewerbegebiet von Mühltal. Noch, denn darum herum wird eifrig gebaut. Das Werk schaut äußerlich gar nicht nach Fahrradfabrik aus, eher nach Logistikzentrum. So man hört ist es aber schon wieder zu klein geworden, man erweitert sich bald an anderen Standorten. Räder durfte man selbst mitbringen, was einige trotz des Wetters nicht davon abhielt direkt auf jenem zu kommen. Andere kamen, das sah man am Nummernschild, von weit her. Düsseldorfer waren auch dabei.
Was man nicht konnte: per Bus anreisen. Es gehörte zu den Dingen, die man gestern hat lernen können, dass eine Bushaltestelle vor der Tür noch lange nicht heisst, dass da auch ein Bus hält. Jedenfalls nicht am Wochenende.

Nach der obligaten Begrüßung teilte man sich auf, und so begann eine andere Art Zirkeltraining. Nicht mit klassischem Turnen, aber so ähnlich.

Am Anfang: Treppen. Für Crosser sind Treppen kein Hindernis, eher eine Herausforderung. Dass Radschuhe nicht zum Gehen auf Asphalt gemacht sind muss mancher Bürgermeister ebenso lernen wie der eine oder andere Teilnehmer, und das hier im Zuge der Schwerkraft. Da sass man schneller als man lief. Nasse Straßen sind glatt. Aua!

Ferner sollten Überschuhe passen, wenn sie trocken und warm halten sollen, was eigentlich ihr Zweck ist. Sonst enden sie als Stolperfalle.

Zu diesem Zeitpunkt war der Untergrund noch fest. Das sollte sich ändern, als es dann ins Gelände ging. Was sind Schnecken? Viel Strecke auf wenig Raum. Nach dem Trainer gehören die abgeschafft. Sie verursachen Drehwurm.

Dann lagen da noch so seltsame Bretter im Weg. Hindernisse gehören zum Radcross ebenso wie besagte Treppen, und darum ist Absteigen und Aufspringen im Rennen auch Teil der Handlung. Dabei betätigte sich manches Fahrrad als Flummy, und der Sattel war real nicht mehr da wo er erwartet wurde. Aua!

Dass der Schirm ständiger Begleiter an diesem Tag war habe ich schon erwähnt. Was aber sucht Rindenmulch auf einer Rennstrecke? Spiel ohne Grenzen, andere Ausgabe. So stand am Rand eine Harke, natürlich mit den Zinken genau falsch herum. Aua!

Jemand wollte also den Belag später wieder den Hang hoch kehren. Dazu kam es aber erst mal nicht, denn heute wartet dort die Fortsetzung von gestern. Es ist Finale des Riese&Müller MTB Rhein-Main-Cups, und es ist Regen angesagt.
Wieder mal. Oder immer noch?

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