MTB Rhein-Main-Cup Mainz

Mainz-Lerchenberg. Im Hinterhof der Mainzelmännchen, wo sonst die Mitarbeiter parken, war eine Rennstrecke aufgebaut. Mit allem was dazu gehört. Zielbogen, Kuchentheke, Paletten, Sprunghügel.

Da mich am Morgen noch die Bilder vom Vortag beschäftigt haben bin ich erst am Nachmittag in Mainz erschienen, gerade rechtzeitig zum Hauptrennen. Sorry für die anderen, aber auch ich kann mich nicht teilen, und solange die Speicherkarten belegt sind gibt es keine neuen Bilder.

Das war schon ein seltsamer Anblick. Die Jungs am Start. Im Hintergrund eine Großbaustelle. Unten kurze Hosen, oben Daunenjacke! Ja, es war kalt geworden mit Tagestemperaturen kaum über 10°C, aber wenigstens blieb es weitgehend trocken an diesem Sonntag. Aber der Wind pfiff um die Ecken und machte es ekelhaft.

Meine Bilder des Nachmittags findet ihr auf Flickr. Alle Bilder sind mit einer Nikon D500 entstanden. Gebraucht wurde nur das 18-300mm-Kitobjektiv. Kein Lichtriese, aber ausreichend. Früher hätte man nicht geglaubt dass das reicht. Tat es aber.

Es gilt, was schon immer gegolten hat: geben und nehmen. Wer abgebildet ist darf die Bilder gern als Erinnerungsstück nutzen, gern auch auf sozialen Medien. Sonstige Weitergabe nur mit meiner Zustimmung! Verändern der Bilder ist verboten! Also bitte kein Beschneiden, Umfärben, „Fälschen“. Das kann ich hier vom Original besser als von der Webkopie. Sollte da also Bedarf sein, fragt bitte danach. Es kann aber ein paar Tage dauern. Ich möchte nicht wieder da hin kommen ein Copyright über das Foto legen zu müssen um nachvollziehen zu können wo die Bilder sonst noch so auftauchen, manchmal auch an weniger geeigneten Orten! Sollte mal ein weniger passendes Bild dabei sein, sprecht mich bitte an. Auf einer Plattform wie Flickr kann man das besser lösen als wenn ich wie bisher jedes Mal das Album neu bauen müsste. Was Flickr im Hintergrund so macht weiss ich allerdings nicht. Papier ist ja bekanntlich geduldig. Das dürfte nicht erheblich anders sein als bei anderen Plattformen wie Instagram oder Facebook auch. Wem das nicht gefällt mache bitte praxistaugliche Vorschläge. Nur meckern ist öde! Warum fehlen Bilder der Kids? Fragt euch einfach ob es euch möglich wäre, alle Eltern, Onkel, Tanten „auszugraben“ um sie – vorher – um Erlaubnis zu fragen, wie es die DSGVO verlangt. Könnt ihr nicht? Warum erwartet ihr es dann von mir?

Nach der Einführungsrunde waren zehn Runden zu fahren. In der Ausschreibung standen zuerst deren neun, aber „weil das so schön war“ wurden dann zehn daraus gemacht. Unterwegs wartete ein Obstgarten mit Apfelbäumen ebenso wie ein Haufen Pferdemist.

Einer schien sich schon beim Warmfahren auf der Rolle seiner Sache ziemlich sicher gewesen zu sein. Lennart-Jan Krayer trägt nicht grundlos Meisterstreifen. Er fährt für das Kirchzartener Lexware-Team und fuhr einen sicheren Start-Ziel-Sieg ein.

Der Kurs war zumindest in dem Teil zuschauerfreundlich, der auf dem Gelände des ZDF-Werbefernsehens lag. Den Teil, der draussen in der freien Natur lag, konnte nur sehen, wer die Zeit mit Wandern verbrachte. Leider lag die Technikzone mit dem einzigen steileren Anstieg genau am anderen, am weitesten entfernten Ende des Kurses.

Es gab aber auch so genug zu sehen, dass es niemandem langweilig wurde, auch wenn die Platzverhältnisse auf dem Gelände stellenweise recht eng waren. Unter dem Dach die Kuchentheke, der Parkplatz Rennstrecke, dazwischen ein mehr oder weniger schmaler Durchgang. Das war der Zielbereich. Gleich um die Ecke stand eine aus Paletten gezimmerte Rampe, mit der eine 180°-Wende realisiert wurde. Aus dem Gebüsch ins Ziel. Das Gras sollte sich bald wieder erholt haben, wenn es die Trockenheit der letzten Wochen schadlos überstanden hat. In die Strecke wurde alles eingebaut, was da rumstand und nicht zu eng war. Auch eine Grillhütte, diverse Abfahrten durch Löcher in Hecken, etc. pp. Baumslalom, moderne Ausgabe.

Nach gut einer Stunde bildete das Hobbyrennen den Abschluss des Tages, und dann folgte die Siegerehrung.

Moment – erst wurde der Rest vom Kuchen aufgegessen. Das ist Timing, wenn zum Schluss noch genau zwei Stück Kuchen auf Abnehmer warteten. Dazu kühlte der Wind, und die ersten Tropfen des Tages forderten dazu auf, sich bald auf den Heimweg zu machen.

Apropos Heimweg. In der Ausschreibung hiess es, man habe auf dem Parkplatz des VRM-Verlags gleich gegenüber genug Parkplätze für alle. Das war gewagt, und wer mit der Bahn kam erlebte eine unangenehme Überraschung. Ich komme ja – wenn möglich – auch gerne mit der Bahn zum Rennen. Hier aber war das ein Glücksspiel. Nicht weil die Mainzer Mobilität, wie das dort heisst, am Sonntag selten gefahren wäre. Die Kunst war es, überhaupt an einen Fahrschein zu kommen!

Mainz ist eine Art Tausendsassa. Ein Beinchen im RMV, ein Beinchen im RNN, etwas macht man gern selbst, dazu aber steht an der Station kein Automat! Fahrscheine des RMV gibt es nun nicht im Vorverkauf, und der Automat in der Bahn kann eine Falle sein, denn wer im Tarif nachliest wird feststellen, dass der kein Bargeld nimmt. Man kann da nur mit Karte bezahlen, und wehe die tut nicht weil z.B. das Lesegerät mal wieder kein Netz hat. Soll öfter vorkommen. Wer also aus Hessen kommt wird für den Hinweg problemlos eine Fahrkarte bekommen. Man kommt nur nicht wieder heim! Es sei denn man kam im Auto.

Am kommenden Sonntag entscheidet es sich zwischen Wiesbaden und Biebertal. Platte oder Dünsberg. Die Ausschreibung macht nicht den Eindruck, als ob es auf der Platte viel zu fotografieren gäbe, und besonders erwünscht war ich dort das letzte Mal auch nicht, aber beim Dünsbergmarathon hat man mir bereits vor Jahren deutlich genug erklärt dass man mich dort nicht braucht. Ich werde entscheiden wenn ich weiss wie das Wetter wird. Die dritte Option bleibt ja immer. Ein schöner Tag zuhause. Man sollte nachdenken bevor man redet. Auch als Streckenposten. Dessen Weisungen sei ja Folge zu leisten, und wenn der einem die Arbeit verunmöglicht ist es entschieden. Fotografie als angewandte Physik bedarf halt gewisser Grundvoraussetzungen, um erfolgreich tätig werden zu können, und wie schon oft genug gesagt bin ich niemandes nützlicher Idiot. Wer nicht will der hat schon.