Vulkan-Race Gedern

Eins vorab: Ich werde keine Bilder ausserhalb dieses Beitrags veröffentlichen. Warum? Lest bitte die DSGVO, auf die sich einige so gern beziehen, und ihr wisst was Rechtsmissbrauch ist. Man stellt in Abrede dass Blogs unter den Pressebegriff fallen, und die Regierung kann auf Anfrage noch nicht mal grundsätzlich definieren was für sie überhaupt Presse ist! Soll ich da alleine das Risiko tragen? Ich zitiere aus Kommentaren zum Gesetz: „Möglich ist zudem das Stellen einer Strafanzeige wegen einer ungenehmigten Veröffentlichung bzw. Verbreitung von Bildaufnahmen. Nach § 33 KUG wird nämlich mit „Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe“ bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 KUG „ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt“.“ Das ist eine Steilvorlage zum Missbrauch, und sie wird genutzt. Das kann man spätestens wissen seitdem auf Facebook im Nachgang zum Stadttheaterrennen von Gießen ein bestimmter Post erschienen ist, in dem ein anderer Fotograf, Eingeweihte wissen von wem ich rede, sich darüber aufregt dass er unter hunderten anderer Bilder versehentlich mit dabei war. Das kann genauso gut auch für jeden anderen gelten, der als Sportler hinterher genausogut sagen kann er sei nicht gefragt worden (weil das laut Sportordnung garnicht möglich ist!), und von Eltern der Kinder muss man es leider ebenso erwarten. Ferner: „Wann dürfen Fotos ohne Einwilligung veröffentlicht werden? Eine Veröffentlichung ist nur dann gestattet, wenn eine Einwilligung dazu vorliegt: Diese ist gemäß § 23 KUG entbehrlich, wenn an der Veröffentlichung des Bildmaterials ein sogenanntes berechtigtes Interesse besteht – das ist dann der Fall, wenn es um das Bildmaterial von Personen geht, die in der Öffentlichkeit stehen …
Da muss man sich halt mal entscheiden. Ihr wollt kompromisslosen Datenschutz in dem Sinn dass niemand mehr was darf? Sobald eine/r das so hält ist es für alle zu spät! Dann könnt ihr auch keine Bilder mehr haben, denn die sind damit absolute Privatsache geworden. Man darf demnach ja dann nur noch für die eigene Schatulle fotografieren. Wenn überhaupt.
Ich kann helfen, aber ich lasse mich nicht als nützlicher Idiot behandeln. Entweder, oder! Dann müsst ihr euch eure Bilder eben per Handy selber machen. Macht ihr ja überwiegend sowieso.
Nun fragt ihr mich nach Bildern? Ich würde euch gern helfen, aber vorher muss der Herrgott Hirn nach Berlin und Brüssel importieren! Setzt man diese Vorgaben um bleibt als Galerie nichts mehr übrig! Also kann ich mir das auch sparen. Ich habe dem folgend schon „mein Programm“ gestutzt und sozusagen alles ausser den Eliterennen weggelassen. Es gibt bei mir also nur Bilder von Frauen, Männern und ein klein wenig Junioren. Ich bin am Samstag schon woanders gewesen. Wen das stört darf sich gern Gedanken über die Auswirkungen von weltfremder Politik machen und demnächst geeignet wählen. Man redet gern von Datenschutz und vergisst die Art und Weise des weiteren Umgangs. Eine Beziehung auf Vertrauensbasis ist so nicht mehr möglich. Nicht dass ich jetzt jedem misstrauen würde, aber ich muss damit rechnen dass jederzeit eine schlechte Erbse in der Suppe ist, die alles ruiniert.

Lest bei Bedarf bitte auch https://www.wbs-law.de/it-und-internet-recht/datenschutzrecht/fotografie-dsgvo/.

Also darf nur über die Sieger berichtet werden, und das will ich nachfolgend sehr kurz tun.

Gedern hat etwas oberhalb der Stadt eine semipermanente MTB-Strecke. Es ist eine der besten die ich kenne. Keine Waldautobahn. Lauter technische enge Pfade und künstlich geschaffene Hindernisse. Manche nennen es Bikepark, auch wenn es sich nicht um eine der Anlagen handelt, wie man sie als Downhillstrecke kennt. Es ist ein XCO-Kurs, und es ist ein sehr guter.

Ein bisschen Hölle, ein bisschen Rock-N‘-Roll, etwas Stairway-to-Heaven, fertig ist der Horrortrip für Radfahrer. Es ist fahrbar, was dabei herauskommt, wenn man die nötige Fahrtechnik beherrscht. Ein Startloop und anschliessend bis zu acht Runden ergeben z.B. bei den Männern der Eliteklasse etwa zwei Stunden Rennen. Anfänger sollten die Finger davon lassen!

Petrus hielt dicht, bis die Elite durch war, dann öffnete er die Schleusen. Die Junioren als letztes Rennen des Sonntags wurden also nass. Bei der Siegerehrung der Männer standen die Sportler unterm Dach und die Fotografen im Regen. Verdrehte Welt. Dafür begann man gleich die Siegerpreise zu verkosten. Einer öffnete eine der Bierflaschen aus dem dargereichten Sixpack, und plötzlich hatten alle Bier in der Hand. Prost! Ein unorthodoxes Siegerfoto.

Über seinen Sieg freuen durfte sich Niklas Schehl. Auf den Plätzen folgten David List und Alex Bregenzer. Die offiziellen Ergebnisse findet ihr bei RaceResult.

In Konsequenz dieser Vorgeschichte werde ich die kommenden Rennen vorzugsweise auf Video verfolgen und dann sehen ob dieses Konzept funktioniert.

Ihr habt jetzt bekommen was ihr euch gewünscht habt. Schickimicki oder Unterstützung. Beides geht nicht! Aufgefallen sein kann auch der vor Ort jämmerlich geringe Zuspruch. Zieht man Betreuer und Angehörige ab blieb wenig übrig, Zuschauer waren kaum anwesend, andere Fotografen ebenso. Da kann der Veranstalter nichts dafür, das sind die Folgen aus dem Dagewesenen. Kein Armin K. Keine große Weltpresse. Kein Fernsehen. Auch wenn der Sport Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte. Ich wiederhole mich: man kann seine Mitmenschen auf Augenhöhe behandeln, dann kommen sie und helfen mit. Oder man kann sie gängeln.