Main-Spessart-Rundfahrt

KARBACH – Es war die 34. Austragung der Main-Spessart-Rundfahrt, und trotz Tradition doch etwas anders als sonst. Kommt man nach Karbach ist man in Bayern, dem weissblauen Bundesland, in dem doch augenscheinlich einiges anders ist. Zwar waren es auf den ersten Blick wieder „normale“ Verhältnisse an diesem frühen Sonntag Morgen, aber so wie vor Corona war es dann doch nicht. Gefühlt fehlte da was!

Zum einen – die Parkplätze. Zum anderen – die Zufahrt. Es mag sinnvoll erscheinen, die Parkplätze auf die verschiedenen Rennfelder aufzuteilen, was aber in der Praxis nicht funktioniert hat. Da wurde mit Füssen sprich Reifen entschieden, und das Navi wunderte sich.

Da wo diesmal eine Straße war gab es für mein Navi immer noch nur Acker. „Bitte fahren Sie auf eine digitalisierte Straße!“ Rege Bautätigkeit muss da in den zurückliegenden Jahren geherrscht haben. Dabei hat man sich da eine neue Ortszufahrt gebaut, die so eng gestaltet ist dass ein Wohnmobil kaum durch kommt. Der Parkplatz an der Sporthalle, der eigentlich erst für die Amateure am Nachmittag gedacht war, war schon am frühen Morgen so gut wie voll.

Da stand erst mal alles, vom Funkwagen bis zu den Mannschaftswagen der Damen. Zuschauer? Weitgehend Fehlanzeige.

Klar, man kann den Menschen durch die Blume erklären, dass sie gefährlich seien. Das hat man schlecht getarnt im vergangenen Jahr mit einer Testforderung, die praktisch unanbringlich war, gemacht. Nun blieben die Zuschauer zuhause!

Es gab an diesem Sonntag genau zwei Orte entlang der Rennstrecke, an denen man Menschenansammlungen feststellen konnte, die nicht Sportler waren: die Verpflegungszone, und die Biertische im Schatten der Bäume an Start und Ziel.
Ansonsten – abgesehen vom Start und dem Zieleinlauf gähnende Leere!

Sportlich kann man den Tag in zwei Blöcke einteilen. Morgens die Damen, mittags die Herren. Hier in Gestalt zweier Rennen zur Radbundesliga „mit Beiwerk“. Es war die diesjährige Auftaktveranstaltung der Damen, die Männer hatten da mit Schweigen am Vortag bereits das dritte Rennen absolviert. Die jüngeren Jahrgänge starteten mit zwei Minuten Vorgabe, sodass es für Laien erst mal so aussah, als seien das zwei verschiedene Rennen. Das sollte sich aber bald ändern. Als nach anfänglicher Hektik die Felder vereinigt waren kehrte erst mal Ruhe ein.

Daneben war da noch ein Rennen der U17 unterwegs. Ergebnisse findet ihr bei Rad-Net.

Bereits bei der Einschreibung der Damen war da eine gewisse Grundüberzeugung zu erkennen, auch wenn im Vorfeld durchaus nicht klar sein konnte was sich später herausstellte. Die Konkurrenz war da und schlief nicht. Zwei gelbgekleidete Damen traten fröhlich auf, was sich auch nach dem Rennen fortsetzte. Dazu hatten Linda Riedmann und Romy Kasper auch allen Grund, hatten sie für ihr Team Jumbo-Visma doch soeben gewonnen. Dritte auf dem Treppchen wurde Corinna Lechner.

Die „Mittagspause“ wurde überbrückt mit Rennen für Schüler und Jugend. Was dann folgte war ein Dreierblock. Profis und Elite, das Ligarennen der Junioren und ein Amateurrennen. Die Rennen zur Liga waren eigentlich nur an zwei Dingen zu erkennen: vorher gab es eine weitgehend formlose Einschreibekontrolle, dass auch alle da waren die gemeldet hatten, und das Rennen selbst zog einen Rattenschwanz an Mannschaftswagen hinter sich her, die sonst fehlten.

Der Nachmittag hatte es noch mehr in sich als die Damenrennen am Vormittag. Da schien eine Heizung vom Himmel, sodass es alle die irgend konnten ob gefühlter Hitze in den Schatten zog.

Das Eliterennen wäre von der Besetzung her ein gutes Ligarennen gewesen, und das obwohl am selben Tag auch Rund um Köln stattfand. Manche Teams sind inzwischen so gut aufgestellt dass sie anscheinend zwei Rennen an einem Tag mit einer guten Mannschaft andienen können. Für den sportlichen Verlauf verweise ich auf die Berichterstattung bei Rad-Net.

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Fotos von den Rennen habe ich diesmal nicht!