Kellerskopf-Bergzeitfahren Wiesbaden

Unter Federführung des RC Bierstadt fand heute ein Bergzeitfahren statt, an das manche noch lange denken werden.

Beginnen wir mit den Kuriositäten. Da war einer auf einem 30 Jahre alten Bike, der hiess Cosmas Lang, und gewann! Und dann war da Sascha Starker, der fortsetzte wo er in Waldkatzenbach aufgehört hatte. Die offizielle Ergebnisliste findet ihr hier.

Zurückzulegen waren 4 Kilometer, die 200 Höhenmeter in sich hatten. Nach dem Start am Kellerskopfstollen führte der Weg zunächst recht flach über eine Wiese und dann in den Wald hinein, um auf schmalen Pfaden, genannt Trails, zum Gipfel zu klettern. Je weiter man nach oben kam desto saurer wurden die Beine, und desto steiler der Weg.

Auf dem Parkplatz oben wartete die Jury, die über Mobilfunk mit dem Start kommunizierte und so dort alle auf dem Stand hielt. Die Fahrzeit für diese Strecke betrug je nach „Bumms“ der Teilnehmer (m/w/d) zwischen gut 10 Minuten und knapp einer Viertelstunde. Der Zuspruch war für die Verhältnisse recht gut.

Der Volksmund sagt: „In Wiesbade kannst deu Fiess bade, aber besser nit im Kochbrunne!“ weil der dampft aus thermischen Gründen. Er kocht eben. So wie die Leute nach diesem Rennen im Ziel. Der Kellerskopf wiederum ist nicht nur ein Berg in der Nähe des Stadtteils Rambach, er ist auch teilweise hohl. Ich hatte schon den Stollen erwähnt, durch den die Stadt Wiesbaden seit 1905 Teile ihres Trinkwassers fördert.

Weniger romantisch ging es dann oben auf dem Berg zu. Da steht ein Aussichtsturm. Wer nun aber dachte dort die Aussicht geniessen zu können irrte. Dazu muss man am Personal des Wirtshauses vorbei, das da was gegen hatte. Es sei geschlossen. Nicht das Wirtshaus – der Aussichtssturm!

Fotografisch habe ich heute gegen die Ratschläge des „Alten aus Rhöndorf“ gehandelt. Adenauer sagte damals „Nur keine Experimente!“. Wann aber soll man etwas ausprobieren? Jeder Termin ist gleich gut oder schlecht dafür geeignet.

Um dem Übergepäck zu entkommen hatte ich mir ein anderes Kamerasystem „besorgt“. MFT, sprich „Micro-4/3“, bietet bei ausreichender BIldqualität ein vergleichsweise geringes Gewicht und Packmaß. Allerdings muss man immer noch jede Kamera, gleich welcher Herkunft oder Eigenart, nach Inbetriebnahme erst kennenlernen. Es ist selten gleich „out of the box“ alles so wie man sich das wünscht. Es kam dann auch was kommen musste, die Bilder sind bei weitem nicht so wie ich sie gewünscht hätte. Ich wünsche aber dennoch etwas Freude daran!

Morgen geht es weiter mit dem Drehwurm von Gießen. Das Stadttheaterrennen führt klassisch als Kriterium auf einem 800 Meter langen Rundkurs mit allerlei Schikanen rund um das Theater in der Innenstadt. Wie meinte Beckenbauer? Schaun mer mal!