Eschborn-Frankfurt 2022

Sam Bennett gewinnt die Austragung 2022 unter ungewöhnlichen Umständen. Es soll so man sich erinnern kann noch nie vorgekommen sein, dass das Rennen im Massensprint entschieden werden musste.

Keine Ausreissergruppe schaffte es über den Taunus, sodass es bei der zweiten und letzten Durchfahrt in Kelkheim-Ruppertshain fast geschlossenes Hauptfeld hiess. Vorne versuchten zu diesem Zeitpunkt zwei ihr Glück, fünf trugen die rote Laterne über die Berge. In Frankfurt kamen mehr als 100 Fahrer im Pulk auf die letzten Runden.

Das Titelfoto zeigt das geschlossene Hauptfeld bei der 2. Passage in der Steigung vor Ruppertshain. Hier sind noch ein paar bewegte Eindrücke:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Zuvor hatte am Morgen die Velotour mit mehr als 6000 Teilnehmern die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand „unterhalten“. Auch hier sah man Ungewöhnliches. Lange Zeit sah es so aus als ob der Lindwurm garnicht aufhören wollte, bis dann gegen Mittag im letzten Drittel des Felds die Wanderer des Wegs kamen, verfolgt von den beiden Besenbussen. Aber einsteigen? Wie kann man nur! Der Kommissär sammelte Transponder ein, aber keine Rennfahrer! Die fuhren oder gingen überwiegend alleine ihres Wegs. In den Bussen sah man nur wer Defekt hatte.

Insgesamt darf man von einer gelungenen Neuauflage sprechen. Es war wieder Publikum im Taunus, auch wenn der Zuspruch nicht vergleichbar war mit dem, was man aus früheren Jahren gewohnt war.

Ungewöhnlich auch: Es gab keine Rennen für U23 und Junioren. Angeblich wegen der Folgen von Corona. Wer den Kalender gelesen hat kommt jedoch zu einem anderen Schluss. Der Ausfall lag offenkundig an einer Terminüberschneidung, fanden doch heute in Offenbach an der Queich Bundesligarennen für diese Klassen statt, sodass ohnehin nicht mit reger Teilnahme hätte gerechnet werden können.

Auch im Hinblick auf meine Pixelsammlung lief der Tag anders als ursprünglich geplant. Wie geschrieben hatte ich ja anderes vor, bis gestern Abend der Wetterbericht anfing von viel Regen zu schwadronieren. Genau den konnte ich da überhaupt nicht gebrauchen! Petrus hielt sich an die Abmachung: Regen nicht vor dem Abend! Aber das konnte heute früh niemand mit der nötigen Sicherheit wissen. Es hätte genauso gut eine „feuchtfröhliche“ Veranstaltung werden können. Also habe ich radikal umgepackt und nur mitgenommen was zur Not unter einen größeren Regenschirm gepasst hätte. Ich konnte keine Neuauflage von Einhausen gebrauchen, wo es vor Jahren während des Renntags ununterbrochen in Strömen geregnet hatte, mit dem Ergebnis eines kapitalen Wasserschadens. Also warf ich sinnbildlich den Treibanker, und drehte Videoclips. Dafür braucht man im Prinzip nur eine Lumix GH5, ein 14-140mm-Universalobjektiv und ein Mikrofon. So Gott will entsteht daraus demnächst etwas Anschauliches.