q.e.d.

quod erat demonstrandum – (Latein): was zu beweisen war.

Es geht in diesem Beitrag vor allem darum aufzuzeigen, warum die aktuellen Ängste vieler Menschen sachlich unbegründet und manche „Freizeitaktivität“ durchaus immer noch sinnvoll und möglich ist. Wer Abstand und Hygieneregeln einhält braucht sich nicht zuhause einzumauern. Da ist auch der Begriff „Individualsport“ interpretierungsbedürftig, wie wir gleich sehen werden.

Heute war der letzte Tag vor dem Lockdown, der den November über alles lahmlegen soll was nicht Einkauf oder Arbeit heißt.

Im Stadtwald zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg, nicht weit von der Isenburger Schneise, gibt es eine große, ehedem als Parkplatz für Fussballspiele genutzte Freifläche, die sich auch zu anderen Zwecken sinnvoll nutzen lässt.

Einer dieser Zwecke ist Radcrosstraining.

Die Wiese, lange schon nicht mehr überall grün, eignet sich hervorragend dafür, Auf- und Absteigen zu üben oder das Bewältigen von Hindernissen, wie sie in jedem Crossparcours vorkommen. Daneben kann man dort Auf- und Abfahren an Erdhügeln üben. Es hat sich eingebürgert, und wurde bisher auch von den ortsansässigen Vereinen gerne genutzt.

Es braucht dafür aber keinen Verein. Eine Anzahl Leute mit gleichgerichteten Interessen genügt auch, wenn die sich unregelmäßig über die sozialen Medien verabreden, um das Gleiche zu tun. Dabei sind Corona und die dafür verordneten Regeln kein Hindernis. Wer das nicht glaubt sollte nachdenken. Wer will (!) kann dabei – es handelt sich ja um kein Rennen – sowohl Abstand einhalten als auch seine Übungen so vornehmen dass niemand anderes in unmittelbarer Nähe ist. Ansteckungsgefahr besteht da also keine und etwas Bewegung an der frischen Luft soll der Gesundheit sogar zuträglich sein.

Das hat selbst die Ordnungsmacht so gesehen, denn ein Streifenwagen kam des Wegs, sah sich das Geschehen an, und fuhr wieder davon.

Da muss einem unabhängig von einer wissenschaftlichen Erörterung der Satz von Galileo Galilei einfallen. Der sagte, nachdem er auf dem Konzil dem – inzwischen bewiesenen – Weltbild von Kopernikus abschwören musste, weil es der Kirche nicht gefiel: „und sie bewegt sich doch!“ Auch mit Corona ist es so ähnlich. Man kann und muss damit leben lernen, solange man es nicht eliminieren kann. Das heisst aber noch lange nicht, sich wie ein Kaninchen vor der Schlange zu verhalten, vor Angst zitternd und erstarrt. Wer unfähig ist eine Sachlage nüchtern einzuschätzen wird entweder verrückt oder stirbt eher an seinen Ängsten als am Virus. Das heißt nicht, unbedacht vorzugehen. Es heißt seinen Verstand zu gebrauchen. Dafür hat der Herr ihn uns gegeben!

Die Uhrzeit 10:00 Uhr war übrigens heute genial gewählt. Der Regen der Nacht war gerade abgezogen, und bis zum Regen des Nachmittags blieb genug Zeit. So verhüllte tiefhängender Stratus die vorüberfliegenden Flugzeuge, deren Lärm man aber dennoch gut wahrnehmen konnte.

Bilder vom Training sind in der Sammlung. Ich habe die Bilder bewusst so gemacht dass sie möglichst wenig „Angriffsfläche“ bieten. Man muss derzeit leider aufpassen was man zeigt. Manche „sehen“ sonst Dinge, die nicht da sind.