Salami-Sonntag

Der kommende Sonntag sorgt für Bewegung.

Man kann

  • nach Ilsfeld-Auenstein zum Finale der Rad-Bundesliga
  • oder nach Gedern zur DM-XCO des Nachwuchses
  • oder nach Klosterreichenbach zu Cross im Park fahren. Das Rennen nennt sich zwar traditionell Citycross in Baiersbronn, findet aber jetzt zum dritten Mal im Kurpark des Nachbarorts Klosterreichenbach statt. Damit ist es der Ort unter den Dreien, den man bedarfsweise auch mit der Bahn erreichen kann. Der Bahnhof ist schräg gegenüber und wird stündlich von der Karlsruher Stadtbahn bedient.

Aller guten Dinge sind drei! Straßenradsport, Mountainbike oder Cross. Die Entscheidung fällt wieder mal schwer genug. Männchen, verteile dich!

Alle drei Rennen haben auch für Besucher ohne Rad ihren Reiz. Auenstein verfügt mit seiner langen Start-Zielgeraden, die aus einer steilen, langen Abfahrt heraus erreicht wird und unmittelbar an ihrem Ende mit einer 90°-Kurve zum Bremsen zwingt ebenso wie die Weinberge hinter dem Ort, von wo aus man gute Aussicht auf den Kurs genießt, über reizvolle Argumente für einen Besuch. Ich hoffe dass das Shuttle wieder fährt.

Gedern kann zu normalen Zeiten mit einem herrlichen Gelände und einem technisch anspruchsvollen Kurs in Wald und Feld punkten, der für Zuschauer gewöhnlich fussläufig gut einsehbar ist, und Klosterreichenbach gräbt wieder seinen Kurpark um. Das war letztes Jahr schon eine Suhle, und der Regen der letzten Tage verspricht wieder Ähnliches.

Für Ruhesuchende ist der Kurpark zwischen dem Kloster an der Straßenseite und dem Freibad am hinteren Ende ein Idyll. Weniger friedlich wird es dort am Sonntag von 10 Uhr früh bis in den frühen Abend hinein zugehen, wenn sich zahlreiche Teilnehmer um die Plätze balgen.

Die letzten Tage waren aufregend. Wegen der sich stetig wandelnden Corona-Lage änderten sich auch dauernd die Rahmenbedingungen, sodass niemand recht wusste was da nun werden soll. Zuletzt hat ja sogar das Verwaltungsgericht das da noch bestehende Übernachtungsverbot kassiert.

Der Rundkurs im Park ist in einer Grafik auf der Veranstaltungswebseite aufgezeichnet, aber lasst euch nicht täuschen! Es gibt nachfolgend ein paar Details, die man aus Google Maps nicht sieht. Die kennt nur, wer schon mal dort war!

Beginnen wir vorne.
Der Start ist am Eingang zum Kurpark, also da wo auch das Häuschen vom Minigolfplatz steht, gleich vis-a-vis vom Parkplatz. Der dürfte wieder mal vorn und hinten nicht reichen! Der Weg ist gepflastert, aber spätestens nach den ersten Rennen herrscht dort vermutlich Spiel ohne Grenzen, kommen die Fahrer doch gleich da auch aus der Zielkurve, die voll mit Modder sein dürfte und letztes Jahr zudem noch im Untergrund diverse große Steine beherbergte, nach dem zu urteilen, was die Streckenposten nach jeder Runde so zur Seite geschafft haben. Ihr kennt die Eigenschaft von Dreck auf feuchtem Pflaster? Richtig – Rutschgefahr!

Am Schluß der Zielgeraden, so etwa in der Mitte des Wegs zum Schwimmbad, ist rechts eine Hütte. Da spielt normalerweise das Orchester schöne Lieder, und da fanden letztes Mal die Ehrungen statt. Praktisch wenn’s regnet. Dahinter war da auch das Depot. Kurz davor aber ist links eine Holzbrücke, die zu einem dahinter liegenden Spielplatz mit Sandgrube führt. Die Brücke dürfte rutschig werden, sobald es nass wird, auch wenn da Teppich liegt.

Vom Spielplatz führt der Weg weiter über einen Acker, dessen Qualitäten sich kurz mit bucklig,  tief und rutschig beschreiben lassen. Darin enthalten dürften wie letztes Mal einige Hürden sein.
Von da geht es über eine Rampe am Schwimmbad vorbei rüber auf die Wiese, wobei der Weg entweder über diverse Brücken oder durch den Bach geht, um auf der anderen Seite der Anlage in Serpentinen den Hang rauf und runter zurück zum Ziel zu führen.

Technisch anspruchsvoll und kräftezehrend.

Ich hoffe dass die Politiker nicht wieder auf dumme Gedanken kommen, sind die Bedingungen doch auch so schon kompliziert genug! Wenn alles klappt gibt´s hinterher auf jeden Fall „strenge Düfte“ – ein Vieh-Deo.