DGWR Wiesbaden

Es raschelt. Nicht nur im Karton. Da kommen zwei Dutzend Radfahrer im Halbdunkeln durch den Wald gefahren und freuen sich.

Es ist Herbst – Crosssaison. Dieses Jahr etwas spezieller und „auf Abstand“, aber es findet wieder was statt. Ganz spontan. Ohne offizielle Organisation, ohne offiziellen Veranstalter. Dafür gibt es mittlerweile „recht inoffizielle“ Nachrichtenkanäle, die über die sozialen Netzwerke dafür sorgen dass alle, die es angeht, rechtzeitig informiert sind.

Links liegen tote Äste, rechts ein Haufen Pferdemist, hinter dir ist es rutschig, von oben kommt Wasser und vor dir droht ein Abhang? Wo bist du? Im Wald unter den Eichen! Okay, vielleicht sind da wirklich Eichen, so genau ist das auf den ersten Blick nicht festzustellen. In der Nähe befindet sich ein Freizeitgelände gleichen Namens, alle Einheimischen nennen die Ecke einfach Lufti.

Dienstag Abends Ende September gegen 18 Uhr an einem regnerischen Herbsttag ist es unter den Bäumen doch schon erstaunlich dunkel, und als eine Stunde später alles vorbei war musste man sich beeilen seine Klamotten wieder zu finden. Im Dunkeln ist doch „gut munkeln“. Sagt man.

Eine Runde zum Kennenlernen musste reichen, dann erfolgte der Start zu einem Trainingsrennen, bei dem es eigentlich um nichts weniger geht als darum, vorhandene Wege zu nutzen um einfach mal wieder Bewegung zu bekommen. Die überwiegende Anzahl der Beteiligten kam von den ortsansässigen Vereinen, die die Gelegenheit natürlich genutzt haben. Der Rest würfelte sich aus allem zusammen, was ein Crossrad oder ein Mountainbike besitzt und an gemeinsamen Ausfahrten interessiert ist.

Eigentlich wäre es mal wieder an der Zeit, an vorhandene Traditionen anzuknüpfen, existiert in Wiesbaden diesbezüglich mit dem Nightrider und anderen Events doch eine gewisse Tradition, die leider in der letzten Zeit etwas eingeschlafen ist.

Ist das denn erlaubt? Natürlich. Jede andere Party mit weniger als derzeit 25 Personen ist auch erlaubt, und wo andere ihren Hund ausführen darf man auch Rad fahren. Es geht ja nichts kaputt, und Abstand halten ist in der Natur auch ohne weiteres möglich.

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Ansonsten freut sich die Gemeinde auf das nächste derartige Event, das demnächst in Darmstadt stattfinden wird.