Time to say goodbye

Heute fand in Mannheim auf dem Gelände der Radrennbahn die Abschlussveranstaltung statt, ausgerichtet von Star-Cross Mannheim zusammen mit dem RRC. Die Crosssaison geht – Karneval kommt. Kaum angekommen fuhr mir ein Affe über den Weg! Auf dem Rücken eine kabellose Lautsprecherbox.  Eine Stunde plus eine Runde, so hieß das Motto. Es wurde eine illustre Veranstaltung!

Gekommen waren viele. Am Start standen nach meiner groben Schätzung mindestens 50 Leute, eher mehr. Jedes Alter, jeder Könnensstand. Auf dem randvollen Parkplatz sah man Kennzeichen „aus aller Herren Länder“, von Leverkusen bis nach München, Hamburg und Berlin! Und das wozu? Um eine Stunde lang im Kreis von guten Freunden trainieren zu können? Mit Nummer am Lenker?

Man muss es offen sagen: die Tapete „Training“ diente vorrangig wie im letzten Jahr auch schon dem Zweck, die Funktionäre auszuhebeln, denen wilde Rennen stets aufs Neue ein berechtigter Dorn im Auge sind! Man muss hierbei jedoch unterscheiden. Ist das eine kommerzielle Veranstaltung, die jemand abseits der Vereinsstrukturen aufsetzt um damit Geld zu verdienen, oder macht da ein Verein was für seine Mitglieder und lädt daneben noch Interessierte ein? Im Verbandskalender stand es nicht, das ist wahr, aber die meisten Veranstaltungen werden heute via Facebook kommuniziert. So auch diese. Verdient hat heute keiner was ausser einem riesigen Dankeschön!

Dankeschön für all die damit verbundene Arbeit, die eben mit schier unbegrenztem Zuspruch belohnt wird. Wenn wer etwas Gutes macht kommen die Leute auch!

Vorne wurde auf jeden Fall ein Rennen gefahren, hinten hingegen wurde auch mal geschwatzt. Das Feld verteilte sich rasch, und spätestens zur Mitte der Renndauer waren nur noch Einzelkämpfer unterwegs. Vorne ein D-Zug mit wechselndem Inhalt, der mit dem Rest des Feldes Rentnerslalom fuhr.

Der Blick aus dem Fenster war wenig erheiternd. 2°C und Nebel. Auf der Autobahn kaum 200 Meter Sicht, aber in der Stadt dann gute Sicht zumindest am Boden. Der war weitgehend trocken und gut fahrbar, kein Matsch und auch nicht gefroren. Hinterher luden die Teilnehmer ihre fast sauberen Räder auf´s und ins Auto, denen man ihren Einsatz nur an dreckigen Reifen ansah.

Der Kurs war beinahe der, den wir von den alljährlichen Crossrennen am selben Orte kennen. Allzuviel Alternativen gibt es dort ja auch nicht. Darin enthalten wie üblich der Start im Zentrum des Ovals, dann Kurve um Kurve auf dem „Rasen“, Auf- und Abfahrten wie auch die bei den Reitern geliehenen Baumstämme als Hürden. Der ehemals gefürchtete Sandhaufen im oberen Teil der Strecke war inzwischen festgefahren und kam vergleichsweise harmlos daher. Weniger harmlos wirkte hingegen das Betonoval selbst, heute aber mehr auf die Helfer. Anscheinend haften die Mäntel der Fahrräder besser als die Sohlen handelsüblicher Schuhe. Mindestens eine prellte sich dabei den Steiß.

Man kann sich fragen, ob es wichtig ist, wer in einem Trainingsrennen „gewonnen“ hat. Vorne fuhren, wen wunderts, die üblichen regionalen Verdächtigen, die sich hinterher erst mal minutenlang die Köpfe heiss redeten, wer wo wann warum wieviele Minuten Zeit liegen gelassen hat, wem warum wo die Kette runtergefallen war und dass manchem vor Kurven schwindelig geworden sei. Das gehört aber dazu.

Offizielle Ergebnisse sind mir derzeit nicht bekannt.

Hinterher gab´s im Sportheim Eintopf mit Wurst. Auch da blieb wohl nichts übrig.

Fotos sind in der Galerie.

Hier ist dann noch ein Video zum Event.

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Ein Gedanke zu „Time to say goodbye“

  1. Super Bericht, wie immer offen und ehrlich. War leider verhindert( Ski fahren). Krieg schon eine Gänsehaut vom lesen! Ist fast wie mitgefahren. Danke Thomas

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