Moral …

Liebe Läufer, liebe Triathleten, liebe Vertreter anderer Sportarten,
sorry wenn dieser Beitrag vermutlich anders ausfällt als ihr das gedacht habt, aber irgendwann ist mal gut.

Ich war gerade bei Facebook und habe durchgesehen was da so gepostet wurde, und siehe da: quick&dirty geht vor! Hauptsache schnell. Wieder mal.

Unbearbeitetes Material ins Netz schieben kann jeder. Nach den Regeln der Kunst zu arbeiten ist natürlich aufwändiger. Ich würde mich dafür schämen was ich da zum Teil habe sehen dürfen – aber auch ich habe es nicht nötig mich am Sonntag hinzusetzen und zuzusehen dass ich meine Fotos aufarbeite und einen Artikel zum Lauf schreibe wenn das dann das Ergebnis ist. Das dürfen dann gerne auch andere tun, und wenn es keiner mehr macht habt ihr eben nichts mehr.

Ihr seid damit zufrieden, also nehmt es. Alles andere braucht es da nicht mehr!

Pfusch ist halt vordergründig billiger, auch wenn es eigentlich garnichts kostet ausser der Zeit anderer. Das ist die andere Seite einer beliebten Medaille. Vom Effekt her läuft euer Verhalten darauf hinaus: „Es kann nur einen geben!“ Kommt der eine irgendwann nicht mehr ist das Geschrei groß!

Bitte denkt mal nach wie das wirkt:

  • „Du musst dich nicht beeilen, es hat Zeit.“ Dann kommt sowas … War zu erwarten? Dann nehmt bitte auch die Quittung! Wie die lautet? „Ich habe fertig!“
  • „Wir haben in unserer Anlage keinen Platz für dich“ (weil wir einen Dienstleister haben), als ob Bildberichterstattung Konkurrenz für Teilnehmerfotografen wäre. Hallo Darmstadt, ihr seid ungewollt redselig! Dann dürfte die Zeitung auch nicht kommen!
  • Wir bauen unsere Strecke so dass garantiert niemand rechtzeitig von Start zum Ziel kommt.

Ich kann in dieser Zeit, die ich für den Besuch des Rennens und zum Bearbeiten der Bilder aufwende, auch selbst eine Runde Rad fahren. Eine sehr lange Runde. Oder einen Ausflug machen. Bringt mir was, euch nicht.

4 Gedanken zu „Moral …“

    1. Nicht nur. Ich zitiere Wikipedia: „Moral bezeichnet zumeist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen und somit die Gesamtheit der gegenwärtig geltenden Werte, Normen und Tugenden.“

      1. Ja, die Tugend — ich hab’s noch nicht so aus. Seh’n Sie, wir gemeine Leut’ — das hat keine Tugend; es kommt einem nur so die Natur. Aber wenn ich ein Herr wär und hätt’ einen Hut und eine Uhr und ein Augenglas und könnt’ vornehm reden, ich wollt’ schon tugendhaft sein. Es muß was Schönes sein um die Tugend, aber ich bin ein armer Kerl.

        1. Nettes Gedicht, aber mit Prosa ist´s hier nicht so. Georg Büchner ist 1837 in Zürich gestorben. Sie haben eine IP bei der Telekom. Ich rede also nicht mit dem bekannten Dichter, sondern wohl eher mit jemandem der sich gern hinter falschen Identitäten versteckt. Also – Maske runter!

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