Auf ein „Frohes Neues“ … !

Tschüß Seuchenjahr – auf ein Frohes Neues 2020!

Der Neujahrstag startete im Ried sonnig und kalt. Keine Spur vom angekündigten Nebel. Wenn man hinter dem Fenster in der warmen Stube sitzt könnte man denken: Ein Tag zum Helden zeugen!

Standard wäre es, es hier bei den klassischen Wünschen zu belassen. Natürlich wünsche ich allen viel Gesundheit und Erfolg, nicht nur im neuen Jahr! Das reicht mir hier aber nicht.

2019 ist Geschichte. Ein Jahr, auf das ich insgesamt gerne verzichtet hätte. Im Oktober 2018 der Aufenthalt im Krankenhaus mit all seinen Folgen, mit denen ich auch heute noch zu kämpfen habe. Dass ich überhaupt noch lebe ist nach den Aussagen der Ärzte dem Herrgott zu danken. Das hätte wohl auch anders ausgehen können. Gut ist das noch lange nicht, wenn es das denn jemals wieder vollständig werden wird!

Das letzte Drittel dieses Jahres hat aber auch Wege aufgezeigt, wie die Zukunft aussehen könnte. Bislang war mein Freizeitverhalten wie bekannt vor allem durch meine Fotografie geprägt. Das wird es wohl in verminderter Form erstmal auch bleiben, wenn auch langsam aber sicher die Schwerpunkte verändert werden müssen. Vor allem Video hat sich hier als mögliche Entlastung aufgetan, ist es doch vor allem in der Nachbearbeitung mit deutlich weniger Zeitaufwand verbunden. Nach manchen Rennen waren früher mehrere tausend Fotos aufzuarbeiten, was tage- wenn nicht wochenlang meine gesamte Freizeit gebunden hat. Das kann ich mir nicht mehr leisten!

Wie vor gesagt ist meine Gesundheit angeschlagen, und ich werde mehr an mich selber denken müssen. Das heisst selber mehr Sport treiben, soweit möglich, und daher werde ich nicht mehr jedes Wochenende auf Achse sein können, um Rennen zu besuchen. Es waren schöne 30 Jahre – ja, so lang geht das schon so – aber wenn es letztendlich um den eigenen Kragen geht muss die Wahl klar sein.

Solange möglich wird diese Webseite weitergehen, auch wenn manches sich ändern wird und muss. Die weiten Reisen werden weitgehend entfallen, und der Schwerpunkt sich mehr auf die Region legen. Hessen ist ein schönes Bundesland mit vielen besuchenswerten Orten.

Natürlich werde ich auch weiterhin von den Umständen her günstig fallende Rennen besuchen, sofern ich den Eindruck habe, dort erwünscht zu sein. Ich muss ganz klar dazu sagen, dass es mit Vertrauen in manchen Bereichen nicht mehr sehr weit her ist! Was sich manche Veranstalter dazu vorstellen darf gerne als Kotau verstanden werden, und den wird es mit mir nicht geben! Auch ich nehme für mich das Grundgesetz in Anspruch: Die Würde des Menschen ist unantastbar! Interaktion auf Augenhöhe gerne, buckeln nein danke! Wer von euch der Meinung ist sein Rennen so vermarkten zu müssen dass nur Bestimmte dort fotografieren oder filmen und daran anschließend ihre Eindrücke wiedergeben dürfen möge es bitte alleine machen. Meine Unterstützung dazu ist verloren! Sagt es bitte in der Ausschreibung wenn ihr wünscht, dass Interessierte einen Zugang ausdrücklich beantragen sollen. Ebenso klar sind Formulierungen wie „Zulassung nur gegen Presseausweis!“. Das ist nicht wie gehört „Selbstschutz“, das ist die absolut klare Aussage, mit der Bevölkerung nur insoweit zu tun haben zu wollen dass man Klatscher und Bravorufer für die Kulisse braucht und ansonsten nur mit denen kooperieren will, die einem nach dem Mund schreiben! Ob hierbei jemand gewerblich auftritt oder aus reinem Interesse an der Sache spielt insoweit keine Rolle. Mancher Amateur ohne Gewinnerzielungsabsicht ist fachlich einigen Profis haushoch überlegen, weil er oder sie eben nicht vorbeikommt weil der Chef ihn schickt, sondern weil es ihn wirklich interessiert und er sich damit beschäftigt hat und daher weiss wie es geht und was er tut.

In dieselbe Kerbe schlägt auch, wer einen Fotoservice beschäftigt mit der Konsequenz dass nur dieser „dürfe“. Wer behauptet ein Bildberichterstatter sei Konkurrenz für einen Teilnehmerfotografen gibt zu erkennen dass es nicht um die Öffentlichkeitsarbeit zugunsten des Sports geht, sondern nur um seine Portokasse.

Soweit meine Wünsche gegenüber dem Sport, wobei für mich die Schwerpunkte nach wie vor überwiegend beim Radsport in all seinen Varianten liegen dürften, wobei mein Interesse auch anderen Sportarten wie Leichtathletik oder Triathlon gilt, wobei ich hier sagen muss dass meine bisherigen Erfahrungen damit negativ waren. Viele der hier vorkommenden Veranstaltungen reagieren abweisend. Seien es dort tätige Funktionäre, seien es sonstige Gründe.

Wer nicht will der hat schon! Wer zulässt dem wird gegeben.