3. Darmstädter Crossrennen

DARMSTADT – Aller guten Dinge sind drei! So sagt man. Erde, Beton und Gras. Das sind die Zutaten, die man für die dritte Auflage des Darmstädter Radcrossrennens benötigte.

Der Innenraum der Radrennbahn an der Heidelberger Straße hat in etwa die Größe eines Fußballfeldes, und wird gelegentlich auch als solches genutzt. Platz genug um darin etwa einen Kilometer Rennstrecke unter zu bringen. Kurve reihte sich an Kurve, und aus dem richtigen Winkel betrachtet sah man mehr Flatterband als Gras, aber diesmal weder Schnecken noch Brücken. Da standen auch zwei Fußballtore. Kann man die bei einem Radrennen nutzen? Man kann, und nicht nur beim Radballspiel. Das ist eine andere Disziplin. Was nicht in die Rennbahn hinein passte wurde darum herum angeordnet, da durfte auch der Hügel mit Rockgarden hinter der Rennbahn sowie ein Abstecher querbeet hinauf zur Schule nicht fehlen.

Der Sonntag begann früh mit Aufräumarbeiten. Petrus hatte in der Nacht etwas Wind geschickt, und der wollte wie Schmitz’ Katze spielen. Der bereits seit einigen Tagen aufgebaute Kurs gab ihm dazu reichlich Gelegenheit, und am Morgen vor dem Rennen sah es auf der Rennstrecke verwüstet aus. Das breite Flatterband wirkte wie Segeltuch und wurde vom Sturm fortgeweht. Auch während des Rennens wehte es kräftig weiter, was viele Zuschauer wohl vom Kommen abhielt.

Um 10 Uhr ging es dann los mit der Jugend und den Schülern. Die Ergebnisse des Tages findet ihr hier. Mika Schöpplein von der SKG Bauschheim ließ auf den vier Runden nichts anbrennen und siegte in 29:16 Minuten. Er war damit etwas schneller als die Kommissare erlaubten. Das Rennen war über 30 Minuten ausgeschrieben. Aber so steht es im Ergebnis.

Es folgten die Masters, und damit ein neues Kapitel in den Memoiren des Marcus Bangert. Der Schwarzwälder aus Baiersbronn war bereits in der Vorwoche bei der Landesverbandsmeisterschaft erfolgreich, und machte in Darmstadt gerade da weiter wo er die Woche zuvor aufgehört hatte. Mitte des Rennens nutze er eine „günstige Gelegenheit“ und fuhr seinen Konkurrenten davon. Zweiter wurde Carsten Buchberger vom RC Bierstadt, der in der Vorwoche in Bann Hessenmeister geworden war.

Was dann folgte wird gewöhnlich in die Schublade „besondere Attraktion“ einsortiert. Ich rede vom Kinderrennen. Erst eine Runde Laufen, und nach einer kurzen Pause noch ein wenig radeln. Es ging dabei nicht unbedingt immer Ernst zu, was in dem Alter normal sein soll.

Bis dahin war es trocken geblieben. Auf dem Weg zur Bratwurst lieferte Petrus dann etwas Getränke. Es begann zu regnen, und der Regen währte bis genau zum Ende des Eliterennens, das um 13 Uhr startete und Männer, Frauen und Junioren gleichzeitig am Start sah. Es wurde also etwas voll auf der Rennbahn und darum herum. Gewonnen haben die üblichen Verdächtigen. Wo Sascha Starker aus Bensheim antritt müssen sich die Konkurrenten warm anziehen, und er hat auch diesmal keinen Zweifel aufkommen lassen wer derzeit das Geschehen bestimmt.

Die Damenkonkurrenz ging an Diana Steffenhagen, bei den Junioren gewannen Julien Meyers und Emma-Sophie Jost.

Kommen wir zum Abschluss des Renntags noch zu den beiden Hobbyrennen, die zwar von oben her wieder trocken blieben, aber unter dem nassen Boden zu leiden hatten. Die Beteiligung war vergleichsweise rege, allerdings haben die wenigen Zuschauer während des Regens zuvor die Flucht ergriffen.

Wer sich die oben verlinkten Ergebnislisten anschaut findet mehr als nur den üblichen Haufen Papier! Grafisch veranschaulicht und mit besonderer Liebe zum Detail haben sich die beiden Vereine VC Darmstadt und RSV Seeheim auch hier sehr viel Mühe gegeben. Es bleibt zu hoffen, dass nicht erneut vier Jahre ins Land gehen bis eine Neuauflage zu erleben ist.

Meine Bilder sind zum Teil in der Galerie erschienen und zum Rest aktuell in Bearbeitung.