Waldsträßer Crosslauf 2019

WIESBADEN – Kaum gelaufen, schon online. So ist das mit Bildern heutzutage, wenn die Technik ausnahmsweise mal mitspielt. Ihr findet sie derzeit im Labor auf meinem NAS, siehe blauer Kasten rechts.

Es war ein wunderschöner Herbsttag heute im Biebricher Schlosspark, dem traditionellen Veranstaltungsort des Waldsträßer Crosslaufs in der Hessischen Landeshauptstadt.
Wie er zu seinem Namen kam habe ich in einem der Artikel der letzten Jahre mal erwähnt, er heisst nach dem veranstaltenden Verein, dem TV Waldstraße Wiesbaden, der sich wiederum nach der Lage seines Domizils benannt hat.

Rund 350 Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen bevölkerten heute den Kurs im Park, was nach einem neuen Teilnehmerrekord aussieht. Was die Zuschauerresonanz betrifft war diese ziemlich simultan zur Sportlerbeteiligung, je älter die Klasse desto weniger standen am Start und am Rand.

Aus südhessischer Sicht betrachtet war der souveräne Sieg des Groß-Gerauers Oscar Schwarzer im Sprintcross das erwähnenswerte Resultat des Tages. Damit hat er die halbe Miete in diesem Wettbewerb eingefahren, die andere Hälfte kann er sich am 1. Dezember in Pfungstadt holen, wenn dort der andere Teil des Sprintcross-Wettbewerbs ausgetragen werden wird.

Wo Licht ist, ist leider auch Schatten. So heute am Verpflegungsstand. Es ist ja in Ordnung, wenn man für die heiße Wurst 2,50 € verlangt. Das ist üblich so. Was absolut nicht in Ordnung ist: Bons an der Kasse nur 5€-weise zu verkaufen! Man verkaufe „Startersets“, hieß es. Das ist so wie wenn man zum Metzger geht, Wurst kaufen möchte und gesagt bekommt, dass man die Wurst nur bekomme wenn man nebenbei noch Braten kaufe, für den man aber gar keine Verwendung hat! Es gibt in der Juristerei noch ein anderes Wort für derlei Praktiken, das hier zu erörtern führt jedoch zu nichts. Ich werde dennoch daran denken, wenn im nächsten Jahr erneut die Entscheidung ansteht, wohin ich gehe wenn wie auch heute mehrere Rennen am selben Tag sind.

Ein vergleichbares Problem mit Terminen werde ich wohl auch morgen haben: In Rheinzabern ist Radcross, am Hangelstein bei Gießen ist Radcross, und auch in Nisterberg wäre Radcross. Da ist guter Rat wie immer wieder teuer.

Was ich weiss ist nicht genug, um darauf eine begründete Entscheidung aufzubauen. Es ist so viel dabei Spekulation. Die Strecke in Rheinzabern war bislang gerne mal „ewig zu laufen“, was bei begrenzter Zeit zu weniger Bildern oder Filmmaterial führt als anderswo. In Gießen fährt der Radsportbezirk Lahn seine Bezirksmeisterschaften aus – und hat vorab die Meldeliste veröffentlicht. Ein Drama! Eigentlich müssen die gemeldeten Fahrer je Klasse nur ankommen um garantiert Bezirksmeister zu werden, denn der Rest besteht aus Gastfahrern anderer Bezirke, die dort nicht Meister werden können. Nisterberg hat aus meiner Sicht den fotografisch besten Kurs, man hat dort aber davon abgesehen, meine im Vorfeld gestellten organisatorischen Fragen hinreichend zu beantworten. Auf einem „das werden wir dann sehen“ kann ein Filmer leider kein Konzept aufbauen, das Aussicht auf Erfolg verspricht.

Es ist also in allen drei Fällen mehr oder weniger ein Glücksspiel. Da soll man also so weit fahren, vielleicht um hinterher zu der Erkenntnis zu gelangen es wäre besser gewesen daheim zu bleiben und sich die Mühe und den Aufwand, der gewiss nicht gering sein wird, zu sparen?

Hinzu kommt ja noch die Wettervorhersage. War es heute bei überwiegend Sonnenschein ein herrlicher Tag, so reden die Fachleute für Morgen von Regen. Also gerade von dem, was ich da am wenigsten brauchen kann!

Es ist schwer, da eine Entscheidung zu treffen. Die A5 nach Gießen wird wegen Brückenbauarbeiten gesperrt, da ist also Chaos fast schon programmiert. Rheinzabern im Regen? Nein danke! Und Nisterberg? Weiss der Geier wer da kommt… Nachher ist da wieder so ein Mensch dabei, der seine vermeintlichen Rechte kennen will – auch wenn er wie so oft garnicht weiss wovon der dann da redet. Das Risiko besteht und fliesst natürlich in eine solche Entscheidung ein!