Rad, Wein und Gesang Offenbach 2019

Der Hessenring ist in Offenbach eine zentral gelegene Stelle, und heutzutage würde man nicht unbedingt erwarten dass jemand dort ein Radrennen veranstaltet. Aber seit einigen Jahren gibt es das wieder, was in Hessen inzwischen leider Seltenheitswert erlangt hat.

Vom Start weg geht es rechterhand die Straße hinauf, durch eine 180°-Kehre auf der anderen Seite dieselbe Straße hinunter, wieder durch eine solche Kehre und wieder ins Ziel, und das bei den Amateuren dann 60 Mal. Die Rennstrecke mutet wie ein Ring Fleischwurst an, auf dessen Mittelstreifen Gras wächst, Bierbänke aufgestellt sind und Menschen fröhlich feiern.

Es stand eine erstaunlich hohe Zahl an Sportlern am Start. So zeigte sich jedoch ebenso rasch, dass die Hälfte davon wenig konkurrenzfähig war. So fiel bereits bis zur Hälfte des Rennens die halbe Mannschaft aus. Entweder durch Sturz, oder durch Überrundung. Die beiden Kehren wirkten zumindest für die weniger Geübten wie Zentrifugen, und katapultierten nicht wenige aus dem Rennen. Anderen ging nach ihrem Reden ganz einfach die Puste aus.

Der Sieger wurde im Zielsprint ermittelt, nachdem vorher in Prämiensprints die halbe Warenwelt der Offenbacher Lederwaren an den Mann und unters Volk gebracht worden war, ebenso wie so manche Flasche Wein. Manche brauchten hinterher noch etwas Geld als Inhalt für die ersprinteten Geldbeutel. Wir sind halt in Offenbach …

Nach dem Lauf der Amateure, einmal mehr ein Rundstreckenrennen statt des sonst üblichen Kriteriums, folgten noch Rennen der Frauen, Senioren und zum Schluss der Eliteklasse, die Stadtmeisterschaft nicht zu vergessen.

Bis dahin war ich jedoch schon wieder daheim. Diesmal nicht weil irgendwer es so wünschte, sondern diesmal weil die Kamerahersteller mehr versprochen hatten als ihre Geräte hielten. Ich hatte ja schon erzählt dass ich seit neuestem mit einer Sony experimentiere. Für Landschaften, Reise oder Video ein durchaus gutes Gerät musste ich schnell feststellen, dass zumindest bei den aktuellen Einstellungen der Autofokus ausser stande war, den schnell fahrenden Sportlern auch nur annähernd zu folgen. Was mit herkömmlichen DSLR wie der Nikon D500 überhaupt kein Problem ist war mit der spiegellosen Systemkamera ein Ding der Unmöglichkeit! Die Schärfe war überall, nur nicht da wo sie sein sollte! So hatte das natürlich keinen Zweck, und ich habe den Versuch beendet weil mir klar war dass es so nur vergeblicher Aufwand war.

Die Bilder sehen dann auch überwiegend unscharf aus, jedenfalls wenn man sie mit dem vergleicht, was ich mit klassischer Technik bisher so zuwege gebracht habe. Die „alten“ DSLR haben halt zwei gravierende Schwächen: Ihre hohe Masse, und die bauartbedingte Unfähigkeit, mit derselben Ausrüstung sowohl Fotos als auch Videos zu machen. Will man beides muss man auch zwei Ausrüstungen mitschleppen, und das wird mit zunehmendem Alter zum Problem.

Bilder des Amateurrennens findet ihr auf meinem NAS im Archiv. Bitte durchklicken 😉