Viactiv-Cup Rhein-Main #2 Wiesbaden

Auf der Platte bei Wiesbaden steht ein Jagdschloss. Schauplatz des einstigen Marathons, der jahrelang die örtliche Sportwelt erfreute. Der ist Geschichte, weil die mit der Organisation Betrauten anderen beruflichen Zielen nachgehen. So hörte man. Der hinter der Geschichte stehende RSC Wiesbaden dachte nun nach. Es wäre doch schade wenn das beliebte Format leer bliebe. So ging man in Klausur, und heraus kam diese „Kompaktausgabe“.

Ein rund drei Kilometer langer Rundkurs mit einigen Elementen des ehemaligen Marathons bildete das Fundament für die heutige Veranstaltung. Auf dem Platz vor dem Jagdschloss, das man mit Fug und Recht als eigenwillig rekonstruiert bezeichnen darf, befanden sich Start und Ziel wie auch der Grill und für die Räder der „Waschsalon“. Was fehlte was der Duschtruck, den man in Jahren schätzen gelernt hat.

Dieser Artikel wird schwierig. Es ist kaum möglich, die Dinge heute zutreffend darzustellen, ohne jemandem damit auf die Füße zu treten. Ich will mich vor Schuldzuweisungen hüten, denn das wäre nicht gerecht. Das Ergebnis stellt aber zumindest mich nicht wirklich zufrieden! Das will ich so sagen, weil es so ist.

Wir erinnern uns? Als sich meine Wege seinerzeit von denen des Marathons trennten, weil man mich wissen ließ meiner nicht mehr zu bedürfen, habe ich naturgemäß nachgedacht. Es ging seinerzeit um die Frage, wie man ein Video einer solchen Veranstaltung erstellen kann. Wer auf Facebook und anderen sozialen Medien nachschaut findet gleich nach den Rennen zahlreiche Handyfotos, teils gute, teils … nun ja. Ihr habt mit den Füßen abgestimmt, ausgearbeitete Bilder sind von da her vergebliche Liebesmüh! Braucht kein Mensch mehr! Die Orga wollte aber Fotos, denn Video machte schon eine Firma. Das Ergebnis habe ich bis heute nicht gesehen. Davon abgesehen ist es immer besser, es machen zwei was statt keiner. Andere Fotografen gab’s mehr als genug.
Heute habe ich mich nach den bekannten Rahmenbedingungen dafür entschieden, (noch einmal) Fotos zu machen – und das war rückblickend betrachtet definitiv ein Fehler. Die Umstände ließen nicht das entstehen, was ich mir erhofft hatte. Ein Video wäre heute eindeutig die bessere Wahl gewesen. Da ich aber annehmen musste dass die Grundeinstellungen immer noch so sind wie sie damals vor zwei Jahren waren fiel die Entscheidung eben so weil ich nicht riskieren wollte rausgeworfen zu werden.

Als ich heute Morgen aufgewacht bin war es draußen naß. Sprichwörtlich goss es im Ried wie aus Eimern. Kein Wetter um sich an eine Rennstrecke zu stellen! Gegen Mittag klarte es etwas auf, zumindest endete der Regen. Dafür standen Cumuli am Horizont über dem Taunuskamm. Genau dort also wo die Rennen stattfanden. Ich kam dort erst zum Start des Hobbyrennens an, und machte mich auf Erkundungstour.

Ein Rennen hatte nur wenige Runden. Drei oder vier bei den Hobbyfahrern und eine mehr bei den Lizenzsportlern danach. Es ergaben sich daraus also nur wenige Motive.

Das Hobbyrennen lief völlig anders als man es sich wohl erwartet hatte, denn in einer kurzen aber steilen Abfahrt im nahegelegenen Wald stürzte jemand so unglücklich dass der Abbruch des Rennens im Raum stand. Ich wünsche dem oder der Verletzten auf diesem Weg Gute Besserung! Das nachfolgende Lizenzrennen verzögerte sich danach bis die Strecke wieder frei war.

Das abschließende „Hauptrennen“ sah einige der bekannten Namen der Szene. Wer länger Kontakt zum Mountainbiken hatte und „Wolfman“ – Wolfram Kurschat – nicht kennt ist nicht von diesem Planeten! Der vom Alter her bei den Senioren2 angesiedelte Altmeister startete aber bei der Elite, und ließ sie alle uralt aussehen.

Weitere Ergebnisse folgen. Bilder sind auf meinem NAS. Bitte folgt dem Link im blauen Kästchen rechts oben auf dieser Seite.

Im Cup ist jetzt Sommerpause. Das nächste Rennen folgt am 8. September in Mainz.

Ihr seht an diesem und anderen Artikeln, wie wenig Bilder es zum Schreiben eines Artikels braucht: hier genau zwei! Auch bei anderen Themen selten mehr als fünf. Jedes weitere Foto ist im Grunde genommen Aufwand für Gotteslohn. Was würde wohl passieren wenn ich so reagiere wie es eigentlich nötig wäre, zumal die vorherrschende Rechtslage grundsätzlich Aufnahmen der Minderjährigen sinnlos macht? Deshalb findet ihr hier auch kaum mehr welche bzw. keine, und der Besuch von Rennen mit ausschließlich Schüler- und Jugendklassen kann getrost in die Schublade „Es war einmal“ einsortiert werden. Traurig, aber Fakt.

2 Gedanken zu „Viactiv-Cup Rhein-Main #2 Wiesbaden“

  1. Lieber Thomas,
    ich weiß nicht ob es Dir entgangen ist, aber das Organisations- Team ist jetzt ein anderes.
    Ich hoffe auch,dass Du nicht den Spaß an Deiner Arbeit verlierst, wäre schade.

    1. Hallo Wolfgang,
      es liegt mir fern das persönlich zu nehmen. Allerdings kann auch bekannt sein, dass es bei den dagewesenen Äusserungen absolut egal ist wer sie im Einzelnen getätigt hat. Sie fallen immer auf das Ganze zurück. Für den Angesprochenen kann es gleichgültig sein, wer das gesagt hat. Was wichtig ist ist die Frage ob es wieder vorkommen kann, und die ist so gut wie immer mit Ja zu beantworten. Das dargestellte und ausgeübte Weltbild entscheidet, nicht irgendeine persönliche Meinung. Auch kann jedwede Spekulation keine Grundlage dafür sein, ob eine Veranstaltung besucht wird oder nicht. Entscheidend ist heute, ob damit zu rechnen ist, den Besuch „zu überleben“. Ich spreche hier insbesondere die DSGVO und ihre Folgen an. Viele verharmlosen das ja leider, ohne zu verstehen worum es geht. Nach der Sportordnung darf kein Aussenstehender in den Wettbewerb eingreifen, was ja auch völlig in Ordnung ist. Andererseits verlangt man, dass Fotografen oder Filmer sich von jedem Anwesenden einzeln einen Modelvertrag abzeichnen lassen! Alleine diese unterschwellige Aussage birgt Dynamit, weil sie auf Unmöglichkeit angelegt ist und eigentlich nur aussagt, dass Amateure unerwünscht sind. Das sagt hier der Gesetzgeber ohne es wörtlich zu erwähnen, ein von uns allen gewähltes und damit legitimiertes Organ. Die Konsequenz ergibt sich aus den Details, oder besser aus den Unterlassungen unserer Regierung. Wie gesagt, es kann dem Baum egal sein wer an ihm sägt. Früher oder später fällt er. Und wenn man sieht wie andere Veranstaltungen damit umgehen – Zulassungen nur noch gegen Presseausweis, wohl wissend wer den nicht bekommen darf (und warum) – dann ist klar dass es wohl eher früher als später gewünscht ist!

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