Wolfskehler Straßenlauf

Es ist bereits eine Tradition. Immer am Pfingsfreitag Abend fand und findet an der Sandkaute ein Straßenlauf statt. Gestern war die 36. Austragung.

Eine windige Veranstaltung war es diesmal, wobei alle die Luft anhielten ob sich die Unwetter in der Umgebung nicht doch noch in der Zugbahn irrten und den Lauf unter Wasser setzten. Es hielt aber, wenn auch mitunter „gerade so“.

Erster Start war um 18 Uhr mit dem Lauf der Bambini, den Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Offiziell U8 genannt enthielt der Lauf die Jahrgänge von 2012 bis 2016, der Jüngste war also gerade mal drei oder vier Jahre alt. Das merkte man auch an den Zeiten für die 400 Meter. Für die Runde brauchte der Schnellste 1:34 Min. der Jüngste und „Langsamste“ dagegen schon 4:40 Minuten. Die Mädchen in dem Alter sind nicht langsamer gewesen, und auch an Beteiligung standen sie nicht hinten an. Wer im Einzelnen welchen Platz belegt hat entnehmt bitte den offiziellen Ergebnislisten, die hier zu finden sind.

Es ging weiter mit den U10, U12 und U14, die raus aus dem Stadion auf eine Wendepunktstrecke liefen. Hier merkte man dann doch schon, was die Ganztagsschule „bewirkt“. Je älter die Jahrgänge, desto geringer die Beteiligung! In der U14 standen gerade mal zwei Mädchen am Start und im Ergebnis. Jungs? Keine!

Um 18:30 Uhr folgte der Jedermannlauf über 5 Kilometer, also eine Originalrunde hinaus zum Weilerhof und wieder zurück. Die Einlaufliste kennt 26 Namen, quer durch alle Klassen. Das waren in der Vergangenheit doch schon mal mehr.

Bald nach dem Jedermannlauf startete der Hauptlauf über 10 Km gleich zwei Runden genau in entgegengesetzter Richtung und lief noch eine Stadionrunde extra.
Petrus meinte, der Lauf sei zu leicht, und stellte gleich nach dem Start die Windmaschine an. Zum Glück fand er den Wasserhahn nicht! Von einer Minute zur anderen stürmte und sandete es von den Äckern, dass die Läufer hinterher von erschwerten Bedingungen berichteten und die Besucher im Zielbereich Angst um ihre unter Bäumen geparkten Autos bekamen.

Nach der ersten der beiden Runden kam ein schon einsamer Guiseppe Troia an der Wasserstelle vorbei. Ihm folgten bereits mit Abstand Christian Mokros und Sven Härter. Das blieb bis ins Ziel so, wobei sich die Abstände verfestigten und zum Schluss eine gute halbe Stadionrunde betrugen. Der Hauptlauf sah 118 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Ziel.

Nach der Kurzsiegerehrung sagte mir ein kurzer Blick zum Himmel, dass es jetzt höchste Zeit für einen geordneten Rückzug war, wollte ich das Auto noch ohne Dusche erreichen. Eigentlich fahre ich die paar Meter raus zum Sportplatz nicht mit dem Auto, die Wettervorhersage an diesem Abend riet aber dringend zur Vorsicht. Es kam dann auch so, dass es zwar schon etwas regnete, aber bald darauf schüttete. Keine Sekunde zu viel hat Petrus gewartet, und wer bis zum Schluss geblieben war durfte förmlich heim schwimmen!

Der Wettbewerb enthielt die Meisterschaften des Leichtathletikkreises Groß-Gerau, die Timo Dangmann aus Rüsselsheim in der Männerhauptklasse für sich entschied.

Das Titelbild zeigt die traditionellen Siegerpreise: Spargelkörbchen.

Bilder sind auf dem NAS..