Bike-Festival Willingen

Es ist gut, dass es solche Events gibt!

Drei Tage lang (gestern, heute, morgen) konnten und können die Freunde des Radsports in Willingen auf dem Parkplatz der Ettelsberg-Seilbahn anschauen und ausprobieren, was derzeit auf dem Bikemarkt Rang und Namen hat.

Allerdings gibt es da ein gewisses Problem. Wie hin kommen?
Seien wir ehrlich – der schnellste Weg führt über die Landstraße. Mit dem Auto bist du aus dem Großraum Rhein-Main in gut zwei Stunden dort. Mit der Bahn dauert das entschieden länger, nämlich 4-6 Stunden pro Richtung, dafür ist der Schienenweg konkurrenzlos billig. Das Hessenticket kostet 36 Euro für bis zu 5 Personen. Wenn man das optimal organisiert kostet der Fahrschein pro Nase weniger als der Parkplatz vor Ort – für den verlangt man nämlich stolze 10 Euro am Tag!

Auf den Plakaten ist immer nur die Rede davon, der Eintritt zur Expo sei frei. Keiner sagt aber, dass man mit dem ersten Zug frühestens dann am Bahnhof aussteigt, wenn wie heute früh der Startschuss zum Marathon ertönt, nämlich um halb Acht. Wer da teilnimmt hat also mit der Bahn keine Chance! Denen bleibt nur das Auto als Transportmittel unter Inkaufnahme der horrenden Parkgebühr.

Kein gutes Zeugnis, liebe Grünen!!! Ehrlich währt am längsten. Auch für euch, die ihr immer verlangt man soll sein Auto stehen lassen! Dann ermöglicht das bitte auch, es ist Sache der Stadt hier einzuschreiten. Eine Bahnverbindung, die nur alle zwei Stunden mit einem kurzen Triebwagen fährt, ist zu solchen Anlässen keine wirkliche Konkurrenz!

Was bekommt man denn nun an den Ständen zu sehen? Es gibt ja bekanntlich wenig, was es nicht gibt. Gleich am Eingang findet man „Wurst und Nudeln“. Natürlich keine zum Essen, die Freßgass ist ganz hinten links.

Nudeln, mal nicht zum Essen

Es sind Pepi´s Tire Noodles, was zum Ausstopfen von schlauchlosen Reifen, wenn die denn nicht platt werden sollen, und Maxalami zum Stopfen von Löchern. Max Friedrich steht da mitten unter den Leuten und erklärt, was es dazu zu erklären gibt. Da hin und wieder der Ständer aufgefüllt werden muss scheinen die Geschäfte gut zu laufen.

Stichwort Essen. Nun, Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Was mir aber unangenehm aufgefallen ist: Es gab Burger, Döner, Crepes, Pommes – aber keine Bratwurst, keine Steaks, Schnitzel, Buletten, etc, auch kein Gemüse! Selbst die sonst allgegenwärtigen Nudeln mit Soße waren nicht zu entdecken. Süß und „schnell aus der Hand“. Dabei kann bekannt sein, dass Kohlehydratverabfolgung dieser Art weder gesund noch nachhaltig ist, für viele organisch Kranke ist es das pure Gift!

Bei den Bikes tut sich wenig im Großen, aber sehr viel im Detail. Allen voran: eBikes. Was Motor und Akku hat ist IN. Dabei ist es nicht immer sehr sinnvoll, wenn danach ein Rennrad mehr wiegt als früher ein Downhillbolide, und ein Kinderrad mehr als sein Fahrer. Auch Räder für die Kleinsten gibt es inzwischen mit Motor.

Zahnriemen

Dessen Kraft muss nun natürlich auch auf den Boden gebracht werden. Wenn man manche Modelle so sieht ist der nächste Schritt schon absehbar. Manche haben die Kette gegen Zahnriemen getauscht, und es würde mich nicht wundern wenn man demnächst die ersten Automatikgetriebe sehen würde, die stufenlosen Wechsel der Übersetzung ermöglichen. Ansätze dazu gibt es seit langem. Nur praxistauglich ist noch wenig.

Nun ist aber bekanntlich da wo Licht ist rasch auch Schatten. Hier hat man das Display in den Rahmen integriert – mit der Folge dass man das Bike wegwerfen darf wenn da was dran sein sollte!

Aber auch „klassische“ Räder gibt es weiterhin, wenn auch oft in Nischen. Von der „grauen Maus“ bis zu grellbunten Lacken ist alles vertreten, nur sind es die Extreme die hier auffallen. Da vor allem, was man heute aus Carbon so alles machen kann.

Aufgrund des Bahn-Ärgers mit Bummelei und Anschlussverlusten etc. heute Morgen und den damit verbundenen zwei Stunden Zeitverlust musste ich viel zu früh wieder heim reisen, ohne mein Programm vollständig geschafft zu haben. Aber zu spät durfte es heute nicht werden, morgen warten weitere Rennen auf Besuch.

Die hier eingestellten Bilder habe ich absichtlich so gemacht dass man die Marke nicht erkennen kann. Man weiss heute leider nicht mehr wie es manche damit haben. Auch hinsichtlich der Meinungsfreiheit ist es bei einigen ja leider nicht mehr sehr weit her, und man bekommt „nette Briefe“ nur weil man was dazu gesagt hat. Daher wie fast schon üblich: Die Bilder kann man leider auch diesmal nicht vergrößern!