3. Lustadter Frühjahrsklassiker

Da ich tags zuvor in Düsseldorf die Messe Cyclingworld besucht hatte und es am Samstag darum spät wurde kam ich nach Erledigung diverser Arbeiten zuhause Sonntags gegen Mittag in Lustadt an, als gerade das Hobbyrennen lief.

Hobbyrennen?
Da nahm die Pfälzer Nationalmannschaft teil – an einem Klappradrennen!

Klappradrennen

Es war wohl mehr ein Einlagewettbewerb als tierischer Ernst. Auf dem Weg zum Start habe ich einige Teilnehmer des Amateurrennens – ehedem C-Klasse – getroffen, und mir sagen lassen es sei hart gewesen.

Nicht der Kurs macht dort ein Rennen hart, sondern die Fahrweise der Fahrer. Es geht immer im Uhrzeigersinn im Kreis herum, rund 2,5 Km durch die Innenstadt, entlang an viel altem Gemäuer. Die vorletzte Straße des weitgehend rechteckigen Kurses ist der Knochenbrecher und wohl nicht völlig grundlos nach einem bekannten Berg in der Nähe benannt, dem Kalmit. Dafür geht’s auf der anderen Seite dementsprechend runter.

Es wurde 15 Uhr, und während die Siegerehrung des Klappradrennens lief stellten sich die Fahrer zum Finale auf. Die neu benannte Klasse der Elite-Amateure ist ein Wortspiel. Bisher waren das A- und B-Klasse, die zusammen mit den KT-Teams 45 Runden gleich 99 Kilometer zu fahren hatten. Am Start einige bekannte Namen.

zwei sind nicht zu bremsen?

Musik war vom Start weg drin, weil zwei versuchten, alle anderen für blöd zu verkaufen. Leon Echtermann und Dominik Merseburg fuhren ab Runde 3 vorne raus und vermeintlich auf und davon, nur bogen sie unterwegs falsch ab. Ihr Weg führte virtuell nach Hornberg. Man kennt die Schwarzwaldstadt von einem historischen Geschehen, dem Hornberger Schießen! Ihr kennt das? Verschieß zu früh dein Pulver nicht!

So erging es auch den Beiden, die wohl meinten, das Feld würde sie gewähren lassen. Das tat es auch – bis Runde 20! Zur Halbzeit war das Pulver sprich die Körner verschossen und die Ausreißer wieder geschluckt.

Es bildeten sich zwei neue Spitzengruppen mit jeweils 5-6 Fahrern, darin bekannte Namen wie Jonas Rutsch oder Christopher Hatz.

Diverse Prämiensprints sorgten fortdauernd für Geschehen, das war kein Schlafwagenexpress mit anderer Beteiligung! Acht Runden vor Schluß dann bestand Gefahr des Auffahrens, sodass sich der WA gezwungen sah das Hauptfeld aus dem Rennen zu nehmen.

Philipp Küllmer gewann den Sprint des Hauptfelds und wurde 12.

Es waren aber noch einige Runden zu fahren, und das Ergebnis keineswegs ausgemacht. Es war ja nicht wie sonst gerne üblich ein Kriterium, wo Punkte in Wertungen vergeben wurden. Es war als Rundstreckenrennen auf Endspurt ausgeschrieben, und so wurde der Siegerpreis an der Ziellinie unter denen ausgemacht, die dann noch in der Spitzengruppe vertreten waren.

Podium KT

Den längsten Atem hatten Simon Nuber (Roschbach / Möbel Ehrmann), Joshua Asel (Kerzenheim / ERDINGER Alkoholfrei) und Aaron Grosser (Bike Aid).

Link zur Ausschreibung, und zu den Ergebnissen.

Bilder ausser denen im Artikel gibt es keine mehr! Warum? Ich habe Augen im Kopf und mich jahrelang innerlich geweigert, die Wahrheit einzusehen. Es ist aber so, und es ist für mich okay, wenn ihr lieber Handyfotos macht statt auf ausgearbeitete Bilder zu warten. Dann jedoch braucht ein Amateurfotograf nicht soviel Arbeit zu investieren! Ich habe daher gestern Abend meinen Medienserver abgeschaltet!