10. Offenbacher Suppenschüssel-Crosslauf

Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald? Nein, wir gingen gestern in den Leonhard-Eißnert-Park in Offenbach am Main. Dort studierten einige Handvoll Läuferinnen und Läufer Geologie wider Willen!

Wie das? Nun, dieser Crosslauf, der aktuell sein Zehnjähriges feiert, führt in mehreren Schleifen nicht nur durch Wiesengelände und über Strohballen, sondern eben auch durch eine Geländeformation in diesem Park, die entfernt an eine Suppenschüssel erinnert.

Eine kräftezehrende Veranstaltung! Dabei ist wenig heilig. So nutzte man auch (echte?) Teppiche, um Übergänge über die Asphaltwege abzudecken, damit die Strecke für Schuhe mit Spikes nutzbar wurde. Es war nötig!

Parkplätze gab es reichlich am Vereinsheim an der Bierbrauerstraße, kaum hundert Meter vom Start weg, wenn auch der Weg dorthin für Unkundige nicht leicht zu finden ist. Treppen, nichts als Treppen!

Der Park liegt allgemein recht verkehrsgünstig, auch wenn ihn viele Navis nicht kennen. Hilfsweise sei gesagt, dass am anderen Ende das Stadion liegt, das man vom Fußball her eher kennt, aber dort kaum vermutet. Wer also den Parkplatz sucht, suche nach dem Gästeparkplatz zum Stadion. Da wird man eher fündig. Der Fußweg zum Stadion führt genau durch den Park.

Aller guten Dinge sind vier. So einfach stellte sich der Zeitplan an diesem Samstag dar. Es begann um 12 Uhr mit dem Sprintcross, einer 800-Meter-Runde für alle Klassen. Sogar U8 liefen da mit. Es folgte der Schülerlauf über 2 Kilometer, wobei das zwei verkürzte Runden waren. Man schickte die Schüler nicht über alle Hinternisse – durch die Suppenschüssel aber mußten sie durch! Mittel- und Langstrecke waren dann für die Erwachsenen U18 und älter über 4 bzw. 8 Kilometer. Das entsprach drei bzw. sechs Runden. Auf und nieder, immer wieder!

Dabei konnte man noch froh sein. Von vereinzeltem Nieselregen abgesehen blieb es weitgehend trocken. Was wäre wohl gewesen, wenn Petrus Suppe ausgeschenkt hätte? Naß war der Boden ohnehin.

Die Ergebnisse waren eindeutig. Den Sprint gewann Tim Eggleston vom LC Olympia Wiesbaden. Aufgrund der Klassenwertung waren schon hier die ersten Vier alle Sieger. Die beste Frau? Katharina Rach auf Platz acht. Der Letzte als 20ter? Martin Lück. Es „löwt“ mal wieder. Der Mann im Kostüm ist bekannt wie ein bunter Hund, ebenso sein Anliegen mit dem Lauf für mehr Zeit. Es folgte im weiteren der Auftritt des SSC Hanau-Rodenbach mit dem Sieger der Schüler, Tristan Kaufhold. Die Liste zeigt 23 Einträge. Machen wir weiter mit der Mittelstrecke. Unter den ersten Sechs sind fünf Hanauer. Allen voran Dominik Müller. Auch die Siegerin der Frauen, Lisa Oed, läuft für Hanau. Auf Platz drei Marco Giese von der SG Wenden. Das ist der Verein, der in manchen der Vorjahre in Staffelstärke aufgetreten war und gewonnen hatte, was es zu gewinnen gab. Aktuell waren es dann nicht mehr ganz so viele. Erklärung? „Auch wir werden älter!“ Wenden liegt in NRW zwischen Gummersbach und Siegen. Da muss ein Lauf schon wichtig sein, wenn man dafür so weit fährt!
Der Sprintsieger, Tim Eggleston, wurde hier Achter von insgesamt 64. 53 waren es dann auf der Langstrecke, bei der Martin Lück mal nicht Letzter wurde. Er ist nicht langsam, er will das oft so und begleitet den eigentlich Letzten, damit der nicht Letzter wird. Zusammen mit Iris Eggert wurde er 47., wobei er ihr den Vortritt ließ (46.) Gewonnen hat hier Simon Huckertstein (SG Wenden). Sein Vereinskollege Fabian Jenne belegte den dritten Platz. Vera Martens vom TV Waldstraße Wiesbaden belegte als Siegerin der Frauen den 20. Platz.

Bilder gibt’s in der Galerie.