Wintercross Goldbach

GOLDBACH / BAYERN – Heute ist laut Kalender der Dreikönigstag, und irgendwie ist es nicht normal, da schon um 5 Uhr aufzustehen. Was aber bleibt übrig, wenn man am frühen Vormittag einen Lauf besucht? Der Start lag dem Tagesmotto entsprechend in der Nähe einer Kapelle. Himmlischen Beistand braucht man immer, und so schickte Petrus heute etwas Weihwasser. Es nieselte eigentlich den ganzen Vormittag.

Winterläufe gibt es einige in unserer Gegend, wie zum Beispiel die in Jügesheim, Seligenstadt oder Mörfelden. Die finden in der Regel in der Zeit von November bis Februar einmal im Monat statt und haben einen topfebenen Kurs gemeinsam. Ganz anders in Goldbach, wo es etwas buckliger zugeht. Die aus Schotter und Lehm gebildete „Straße“ machte eher den Eindruck einer Berg- und-Tal-Bahn. Es stimmt schon, es ist insoweit ein Crosslauf. Hier begnügt sich der TV Goldbach bei seinem Wintercross auch nicht mit einem Mal pro Monat. Wöchentlich muss es da schon sein, und das neun mal hintereinander. Sechs Läufe im alten Jahr und drei im neuen.

Die Anlage ist im Vergleich wahrer Luxus. Wo sonst findet man fest installierte Einrichtungen? Einen permanenten Zielkanal? Auch sonst ist das dort nichts für Langschläfer. Die Wanderer starten bereits in der Nacht. Ja, um 7:30 Uhr ist es noch dunkel, und bis die Walker auf den Weg geschickt werden ist es nicht sehr viel heller im Wald. Zuletzt starten die eigentlichen Läufer. Die 10 Kilometer gehen erst um 9:30 Uhr auf die Strecke, was im Vergleich zu den anderen Serien immer noch sehr früh am Sonntag ist. Das Beitragsbild oben zeigt diesen Start.

Schon der Weg dahin war etwas makaber – zeigte doch der Wegweiser das endgültige Ziel allen Irdischen: den Friedhof. Der dortige Parkplatz ist groß, allerdings bei dem heutigen Andrang noch immer nicht groß genug. Wer rechtzeitig kommt findet einen Platz, der Rest muss sehen wo er bleibt, wobei auch die TV-Halle unten in der Stadt eine Alternative für Masochisten wäre. Eine 13%-Steigung zum Warmlaufen hat doch was, oder?

Anscheinend hatte der Starter noch etwas Schießpulver in petto. So schickte er die Teilnehmer nicht wie sonst üblich mit einem Schuss aus der Schreckschusspistole auf den Kurs. Zuerst wurde nach Neujahr noch ein verspätetes Feuerwerk abgebrannt! Im Pulverdampf ging es dann los.

Die Läufer brauchten etwas mehr als eine halbe Stunde für ihre 10 Kilometer, Bestzeiten waren bei dem Wetter nicht in Gefahr.

Der Zeitversatz bei den Starts hat einen Sinn. So kamen die Walker in etwa zur selben Zeit im Ziel an wie die Läufer. Gewonnen haben heute „übliche Verdächtige“: Kerstin Bertsch und Solomon Meme Eshete. Beide erhielten einen Freßkorb und eine Flasche Alkoholisches als Präsent.















Alle Sieger kamen heute aus dem selben Verein, dem SSC Hanau-Rodenbach.
Für Ergebnislisten besucht bitte die Webseiten zur Veranstaltung.
Mehr Bilder gibt es in der Galerie.

Vorbildlich umweltfreundlich war dann die Zielverpflegung organisiert. Da war nichts mit Einweggeschirr. Es gab wiederverwendbare Becher, auch wenn die wegen der Bruchgefahr von Glas oder Porzellan aus Kunststoff hergestellt waren.