Winterlaufserie Jügesheim

Wie jeden Winter finden auch dieses Jahr im Maingau-Energie-Stadion von Jügesheim sowie im Wald drum herum Läufe über in der Regel 10 Km statt, die in der ansonsten veranstaltungsarmen kalten Jahreszeit für Abwechslung im Trainingsalltag sorgen.

Die Läufe sind gemeinhin immer am ersten Samstag jeden Monats. Zunächst aber ein paar Worte in eigener Sache.

Wie ich bekannt gegeben hatte war ich vom 29. September bis 4. Oktober in Darmstadt im Krankenhaus und wurde dort operiert. Als Folge davon bin ich derzeit noch etwas „verhindert“, will heissen ich darf den Fuss noch nicht belasten, geschweige denn Auto fahren oder herumturnen. Aber ich bin inzwischen wieder soweit, am Krückstock einige Meter gehen zu können. „Schleichen“ wäre oft der bessere Ausdruck dafür.

So habe ich das schöne Herbstwetter an diesem Samstag Nachmittag genutzt, um recht spontan einen Ausflug zu machen. Dass es Jügesheim „erwischt“ hat hängt auch und vor allem damit zusammen, dass man es per S-Bahn recht gut erreichen kann und es von dort zum Stadion lediglich eine lange Straße weit zu gehen ist. Aber selbst dafür habe ich an dem Tag fast eine halbe Stunde gebraucht. Jede Oma ist gemeinhin schneller, aber was soll’s?

Daheim zu hocken und sich die Decke auf den Kopf fallen zu lassen hilft auch nicht weiter. Das „Loch“ braucht seine Zeit zum Zuwachsen, da muss ich durch. Hinterher konnte ich aber sagen, die Bewegung hat nicht geschadet und mir im Kopf sehr gut getan!

Wir kommen in einem anschließenden Artikel noch zum Radcross, den einige „Verrückte“ privat in Darmstadt an der Winkelschneise am Sonntag abgehalten haben, und den ich besuchen konnte weil in der Nähe der Bus H hält. Ohne ÖPNV geht bei mir derzeit wenig bis gar nichts. Daher kann ich zur Zeit die Serien in Seligenstadt oder Goldbach nicht oder nur sehr schlecht erreichen. Dort ist entweder gar kein Bahnhof, oder er ist reichlich weit entfernt.
Auch war das Wetter an beiden Tagen trocken. Da der Verbandsschuh – eine Spezialanfertigung zum Preis von 125 Euro das Stück (nicht das Paar!) – offen ist wie ein Scheunentor sind Bewegungsübungen im Matsch ausgeschlossen. Auch Schnee wäre jetzt verheerend. Nichts wäre derzeit schlimmer als eine nasse Wunde, die so zu eitern begänne!

Kommen wir zum Lauf.

Es ist die 39. Serie, die mit vier Läufen ausgetragen wird. Nummer 1 war am vergangenen Samstag, die weiteren werden am 1.12.2018, 5.1.2019 und 2.2.2019 folgen.
Die Anmeldung ist noch geöffnet!

Im Ergebnis für November steht derselbe Mann wieder vorne, der auch die vorangegangene Serie gewonnen hat: Abdelkabik Zaroual Adel. Es könnte durchaus sein, dass er es erneut schafft, die Serie für sich zu entscheiden, auch wenn naturgemäß einige Konkurrenten etwas dagegen haben dürften. Der November-Lauf war aber dermassen klar im Ergebnis, dass es keine Hellseherei wäre. Hinter ihm folgte Dominik Müller mit 10 Sekunden Abstand als Erster der U20, und mit fast einer weiteren Minute der Zweite der Männer, Sebastian Hauf aus Trebur.

In der Liste aufgeführt sind 273 Männer und 111 Frauen quer durch alle Altersklassen.

Eine Siegerehrung hat es nach diesem Lauf noch nicht gegeben. Die Schuhe dürfen sich die Erfolgreichen traditionsgemäß erst zum Schluss abholen.

Der Wertungsmodus nach Altersklassen brachte es mit sich, dass die absolute Platzierung keine wirkliche Bedeutung hatte. So wurden selbst in den 80er-Rängen noch erste Plätze verteilt, wie da wäre Johanna Schneider bei den U18 oder Marie Schwöppe in der W35. Nicht in der zahlenmäßig absoluten Spitze unterwegs zu sein bedeutet also erst mal gar nichts.

Für uns Fotografen und Berichterstatter bedeutet das allerdings auch ein rechtliches Problem. Da nach „altem“ Recht nur die drei Ersten als Personen der Zeitgeschichte galten und somit nicht ausdrücklich um ihre Zustimmung gefragt werden mussten – was faktisch im Wettbewerb gar nicht geht – ist es als quasi Außenstehender schwer zu erkennen, wer da kommt. Weder habe ich vor dem Start eine Teilnehmerliste, noch weiss ich wer von den Voranmeldern überhaupt gekommen ist. Das kann nur die Nummernausgabe selbst wissen.
Macht man nach neuem Recht, also der DSGVO, ungefragt Fotos und erwischt eine „Mine“, also jemand der sich hinterher darüber aufregt, hat man ein Problem. Macht man kein Foto, eventuell auch. Dann nämlich, wenn später im Bericht ein Bild davon nötig wäre.
Wie man es macht, man macht es falsch.

Was draussen auf der Strecke los war kann ich diesmal nicht sagen. Meine derzeit doch arg begrenzte Beweglichkeit zwang mich, im Stadion zu bleiben und dort auf die Zieleinläufe zu warten. Wir werden sehen, wie meine Lage Anfang Dezember aussieht. Ich entscheide derzeit von Woche zu Woche und von Arztbesuch zu Arztbesuch, was möglich ist und was nicht.

Fotos von Start und Ziel sind in der Bildersammlung.